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Ein Wagnis als Vertrauensbeweis: Sport-Union Neckarsulm verlängert Vertrag mit Alessia Riner

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Auf dem Feld konnte Alessia Riner zum jüngsten Aufschwung ihrer Mannschaft nichts beitragen; verletzungsbedingt wartet die Schweizerin seit Sommer noch auf ihr 50. Spiel für die Sport-Union. Doch es werden weitere hinzukommen, denn der Verein setzt auch in Zukunft auf die 21-Jährige.

Ihr bislang letztes Spiel für die Sport-Union Neckarsulm bestritt Alessia Riner Ende April 2025 in der Leverkusener Ostermann-Arena im zweiten Playdown-Spiel gegen Bayer 04. Weitere Einsätze werden hinzukommen − spätestens in der nächsten Saison.
Ihr bislang letztes Spiel für die Sport-Union Neckarsulm bestritt Alessia Riner Ende April 2025 in der Leverkusener Ostermann-Arena im zweiten Playdown-Spiel gegen Bayer 04. Weitere Einsätze werden hinzukommen − spätestens in der nächsten Saison.  Foto: Patrick Mohr

Ob Alessia Riner nach ihrem in der vergangenen Saisonvorbereitung erlittenen Kreuzbandriss im rechten Knie wieder zu ihrer starken Form zurückfinden wird, die die ab dem morgigen Donnerstag 22-Jährige 2023 vom LK Zug nach Neckarsulm und in die Schweizer Nationalmannschaft geführt hatte, wird die Zeit zeigen müssen.

Das Vertrauen des Vereins und von Trainer Thomas Zeitz hat die Linksaußen während ihrer Reha-Phase in den vergangenen Monaten allerdings stets gespürt, wie sie sagt, und dies nun auch schwarz auf weiß bestätigt bekommen: Denn die Sport-Union Neckarsulm hat Riners am Saisonende auslaufenden Vertrag um ein Jahr bis mindestens 2027 verlängert, wie der Handball-Bundesligist am Mittwochabend bestätigte. Zudem hat Riner im nächsten Winter die Möglichkeit, von einer Vertragsoption auf eine weitere Spielzeit Gebrauch zu machen.


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Alle Zeit der Welt: Comeback spätestens in der nächsten Saison 

„Es freut mich sehr, dass ich trotz meiner Verletzung einen weiteren Vertrag bekommen habe. Ich fühle mich wohl und wurde hier immer sehr gut unterstützt − auch während meiner aktuellen Verletzung − und darum denke ich, dass Neckarsulm für mich der richtige Ort ist, mein Comeback zu geben“, sagt Alessia Riner, die in dieser Saison noch nicht zum Einsatz kam, so dass bei der Rechtshänderin weiterhin 131 Tore aus 49 Bundesliga-Spielen in der Statistik stehen. „Wir sind sehr glücklich, dass wir mit Alessia eine unserer Stützen der vergangenen zwei Jahren noch einmal halten konnten. Ich denke, so ist es für beide Seiten eine Win-Win-Situation und auch Alessia hat jetzt die Sicherheit und die Gewissheit, dass sie sich ganz in Ruhe auf ihr Comeback vorbereiten kann“, sagt Thomas Zeitz.

Die Vertragsverlängerung ist aber zugleich auch ein Wagnis, dass der Trainer und der Verein bereit sind einzugehen. Denn ob die Schweizerin nach überstandener Reha wieder zu ihrer Form der Vorsaison zurückfinden wird, ist keinesfalls selbstverständlich. „Nach der schweren Verletzung zu Beginn der Vorbereitung war es aber auf allen Ebenen im Verein schnell klar, dass wir Alessia in der Situation nicht hängen lassen werden und wir ihr definitiv einen Vertrag anbieten wollen. Sie hat damit die Möglichkeit, sich voll und ganz regenerieren zu können und bestmöglich wieder zurück auf die Platte zu kommen“, sagt Zeitz.



„Wir sind alle sehr happy, dass sie das Angebot angenommen hat und das sehr zu schätzen weiß. Alessia wird ihre Reha, die sie bis jetzt mit allem Ehrgeiz und allen Konsequenzen angenommen hat, ganz normal fortführen. Wir werden ihr alle Zeit der Welt geben und freuen uns dann, wenn wir sie als vollwertige Spielerin spätestens zum Beginn der neuen Saison wieder auf der Platte sehen.“

Vorfreude auf die Fans und gewohnte Spieltagsrituale

Es sind mal kleine und mal größere Schritte, die Alessia Riner während ihres Regenerationsprozesses in den vergangenen Monaten bereits gemacht hat. „Inzwischen habe ich mit Sprüngen angefangen und es geht Schritt für Schritt vorwärts. Der Fokus liegt gerade vor allem noch auf der endgradigen Streckung in der Bewegung und natürlich auf dem Krafttraining", berichtet Riner über die jüngsten Fortschritte ihrer nach eigener Aussage gut verlaufenden Reha. „Mein Ziel ist es, stärker zurückzukommen. Darum nutze ich diese Zeit, mich in allen Bereichen der Athletik − vor allem Sprint, Sprung und Ausdauer − zu verbessern. Dabei will ich aber auch mein linkes Bein nicht vernachlässigen und auch da besser werden.“


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Antrieb ist für die 21-Jährige bei ihrer Arbeit neben dem Spielfeld vor allem die Aussicht auf eine Rückkehr in den Kreis der Mannschaft und die damit verbundenen, lange als selbstverständlich empfundenen Abläufe an Spiel- und Trainingstagen. „Am meisten freue ich mich wieder auf die Stimmung mit den Fans und dem ganzen Team bei den Spielen. Und natürlich einfach aufs Handball spielen, das Adrenalin dabei und wieder alles mit dem Team machen zu können", sagt Alessia Riner. Einige Monate wird sie darauf noch warten müssen − inzwischen aber zumindest mit der Sicher- und Gewissheit, auch über den Sommer hinaus in Neckarsulm eine sportliche Heimat zu haben.

Entscheidung um sportliche Zukunft von Antje Döll naht

Die Zukunft von Antje Döll, der zweiten Linksaußen-Spielerin im Kader der Sport-Union, soll dem Vernehmen nach ebenfalls bis zum Monatsende geklärt sein. Die 37-jährige Spielführerin der deutschen Nationalmannschaft hatte im vergangenen Sommer bei ihrem Wechsel nach Neckarsulm einen 1+1-Vertrag unterschrieben, der ihr die Möglichkeit offen lässt, den Verein nach einer Spielzeit wieder zu verlassen. Eine Entscheidung darüber muss allerdings wohl bis Ende Januar gefallen sein.

Der Verein und Thomas Zeitz, der als Trainer nicht nur an der Kaderplanung beteiligt, sondern als Sportlicher Leiter auch maßgeblich bei Vertragsangelegenheiten involviert ist, halten sich bei Fragen rund um Dölls sportliche Zukunft derzeit noch bedeckt.


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