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Stefan Kopczyk lotst Dennis Rostek zum Masters-Titel in der Deutschen Rallye-Meisterschaft

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Temperaturen, Strecke, Auto: Die Saarland-Pfalz Rallye, der fünfte Lauf des Jahres zur Deutschen Rallye-Meisterschaft, verlangt den Teams alles ab. Das Team Pole Promotion hat dennoch viel Grund zur Freude.

Hoch hinaus ging es für Stefan Kopczyk und Dennis Rostek bereits auf der Freitagsetappe. Kopczyk rang anschließend kurzzeitig um Luft.
Hoch hinaus ging es für Stefan Kopczyk und Dennis Rostek bereits auf der Freitagsetappe. Kopczyk rang anschließend kurzzeitig um Luft.  Foto: Sascha Dörrenbächer

Als Stefan Kopczyk am Freitagnachmittag die Luft wegblieb, hatte das noch nichts mit der späteren Freude über den vorzeitigen Titelgewinn in der DRM-Masters-Wertung zu tun. Der Co-Pilot aus Bad Friedrichshall und sein Fahrer Dennis Rostek (51) waren auf der zweiten Wertungsprüfung der Saarland-Pfalz Rallye nämlich noch ein gutes Stück von ihrem Titelgewinn entfernt, als ein Sprung auf dem „Windpark“-Rundkurs den 44-Jährigen an seine Grenzen brachte.

„Wir sind weit gesprungen und so aufgeschlagen, dass mir für kurze Zeit tatsächlich die Luft und die Stimme weggeblieben sind“, erzählte Kopczyk später bei wiedererlangten Lungen-Kräften. Obwohl die Fahrt mit einem sprachlosen Rallye-Co-Piloten wenig erfolgversprechend ist, signalisierte er Rostek mit schwacher Stimme und gestikulierend die Weiterfahrt. Ein Schreckmoment für Fahrer und Beifahrer. „So etwas ist mir noch nie passiert“, gab Kopczyk zu.

Nur Verstappen ist schneller: Rang zwei genügt zum Titelgewinn

Nach zwölf Wertungsprüfungen über 153 Asphalt-Kilometer hatte der sprachlose Beifahrer aber keine negativen Auswirkungen auf den Erfolg des Duos vom Team Pole Promotion. Gesamtplatz vier und Rang zwei in der DRM-Masters-Wertung für Fahrer über 50 Jahren (hinter Ex-Formel-1-Pilot Jos Verstappen) genügten, um den Masters-Titel vorzeitig einzufahren. „Auch wenn es sich wegen der guten Ausgangslage schon abgezeichnet hatte, war die Freude groß. Das war unser Saisonziel und uns wichtig“, sagte Stefan Kopczyk.


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Rostek/Kopczyk sind trotz Widerständen auf Kurs


Hitze verlangt Fahrern und Fahrzeugen im Saarland alles ab

Der drittletzte Lauf der Saison in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) rund um Sankt Wendel war von brütender Hitze geprägt gewesen. Rund 50 bis 60 Grad Celsius im Cockpit verlangten von den Teilnehmern ebenso viel ab wie von den Fahrzeugen. Der Skoda Fabia RS Rally2 von Rostek/Kopczyk hielt sich bis zur siebten Wertungsprüfung schadlos. Dann trat jedoch immer mehr Öl für die Servolenkung aus und machte die Steuerung des Skodas zunehmend schwieriger.

Dennis Rostek (rechts auf dem Autodach sitzend) und Stefan Kopczyk freuten sich bei der Saarland-Pfalz-Rallye über ihren vierten Platz, aber vor allem über den Gesamtsieg im DRM2-Masters.
Dennis Rostek (rechts auf dem Autodach sitzend) und Stefan Kopczyk freuten sich bei der Saarland-Pfalz-Rallye über ihren vierten Platz, aber vor allem über den Gesamtsieg im DRM2-Masters.  Foto: Sascha Dörrenbächer

„Der Kraftaufwand für die Autokontrolle ist bei Geschwindigkeiten von 180 km/h ohne Servolenkung brutal“, sagte Kopczyk, der Fahrer Dennis Rostek daher eine Menge Respekt zollte. Auf der 18 Kilometer langen WP verlor das Duo als 17. dennoch viel Zeit. Dies blieb aber zu verschmerzen, weil der Vorsprung auf die Konkurrenz groß genug war.

Marijan Griebel steht vor seinem fünften Titelgewinn

Ebenso groß war allerdings auch der Rückstand auf die Spitze. Dort fuhr Titelverteidiger Marijan Griebel mit Beifahrerin Ella Kremer (Skoda Fabia RS Rally2) in einer eigenen Liga und hatte nach zwölf Wertungsprüfungen und zehn Bestzeiten beinahe 55 Sekunden Vorsprung auf seine ärgsten Verfolger Philip Geipel/Jennifer Lerch (Toyota GR Yaris Rally2). Griebel steht damit vor seinem fünften DRM-Titel.


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Durch einen Ausfall von Julius Tannert auf der neunten WP verabschiedete sich der aktuell Drittplatzierte aus dem Rennen um den DRM-Titel – und muss bei nur noch drei Zählern Vorsprung auf Rostek/Kopczyk sogar um seinen Podestplatz fürchten. Aus eigener Kraft werde es zwar schwierig noch an Tannert vorbeizuziehen, aber man wolle zur Stelle sein, falls die Konkurrenz erneut Punkte liegen lasst, sagt Stefan Kopczyk. Die Motivation bleibt daher hoch. Nicht zuletzt, weil die Rallye Stemweder Berg Ende September Dennis Rosteks Heim-Rallye sein wird.

Vorher ist das Pole-Promotion-Gespann jedoch noch bei der Hellendoorn Rally in den Niederlanden im Einsatz. Am 12./13 September fehlt dort ebenfalls nur noch ein Schritt zum Gesamtsieg in der Meisterschaft des Nachbarlandes.

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