Hofer macht den Unterschied: SG Schozach-Bottwartal bezwingt TuS Schutterwald
Der Beilsteiner Handball-Drittligist hat am Sonntagnachmittag, anders als noch im Hinspiel, wenig Mühe mit dem TuS Schutterwald. Das hat auch mit Nachwuchstalent Paula Hofer zu tun, das nach seiner Verletzung ein furioses Comeback feiert.

Gäbe es in der 3. Liga Süd der Frauen eine Spielerin des Spiels, am Sonntagnachmittag wäre es in der Beilsteiner Langhanshalle Paula Hofer gewesen. Die 17-Jährige führte mit ihren zehn Toren die SG Schozach-Bottwartal zum wohltuenden 37:29 (20:13)-Sieg gegen den Tabellennachbarn TuS Schutterwald. Das Hinspiel war noch eine böse Freitagabendpleite gewesen. Beim 24:42 hatte Mitte Oktober eine gefehlt: Paula Hofer.
„Ich war damals auf einem Lehrgang“, sagte die Jugend-Nationalspielerin aus Ludwigsburg, die in ihrer Heimatstadt auf das Otto-Hahn-Gymnasium geht. „Wir konnten uns in den vergangenen beiden Spielen nicht für unsere eigentlich guten Leistungen belohnen, haben verloren. Deshalb tun uns allen die zwei Punkte gut, vor allem für den Kopf.“
„So schnell wie möglich“: Ligaverbleib als übergeordnetes Ziel
Weil es nun 11:15 Zähler im Kampf um den Klassenerhalt sind und unverändert Rang acht ist. Mit deutlich mehr Luft zum Tabellenende mit dem HCD Gröbenzell (3:23 Punkte). „Wir wollen so schnell wie möglich den Klassenerhalt klarmachen, vielleicht haben wir Ende März schon Klarheit“, sagte Michael Walter. Der SG-Trainer hatte einen vergleichsweise entspannten Nachmittag.
Es lief für Schozach-Bottwartal, von Anfang an gut. Noch besser dann ab der 13. Minute und der Einwechslung von Rückraum-Spielerin Paula Hofer, die zum 7:7 ausglich. Nach drei weiteren Hofer-Hütten stand es 12:8 (19. Minute), Peter Schillings Song „Völlig losgelöst“ ließ die Zuversicht in der Langhanshalle abheben: Die Weichen waren auf Sieg gestellt. „Paula tut uns brutal gut im Angriff mit ihren einfachen Toren“, sagte Michael Walter nach dem „souveränen Sieg; das hat die Mannschaft gut gemacht“. Wenngleich er anmerkte, dass bei den Gästen zwei wichtige Spielerinnen gefehlt hatten.
Paula Hofer sammelt Spielrhythmus in der 2. Bundesliga
Doch auch bei der SGSB waren viele Spielerinnen angeschlagen, was man den beiden pickepackevollen Turnbänken jedoch nicht ansah. „Etliche Spielerinnen saßen auf der Bank, obwohl sie nicht einsatzfähig waren“, verriet Walter. „Ich hatte nur acht Feldspielerinnen.“ Wovon Lea Thierer, Sina Klenk und Joline Gosson eigentlich in der zweiten Mannschaft zu Hause sind. Und eine andere war bereits am Samstagabend im Einsatz gewesen.
Paula Hofer hatte sich in Diensten des Zweitligisten VfL Waiblingen dank ihres Zweitspielrechts schon einmal mit einem Tor warmgeworfen. Es war beim 28:24 (16:10)-Sieg gegen den HSV Solingen-Gräfrath ihr zweites Tor bei den Tigers im vierten Einsatz. „Es ist schon ganz schön stressig“, sagt die Zwölftklässlerin über ihre Doppelbelastung. „Aber ich bin es ja seit Jahren gewohnt, in mehreren Mannschaften zu spielen.“
SG Schozach-Bottwartal: Hornung, Krause, Keller – Hönig (2), Siebert (2/1), Fiederer (3/2), Beh (1), Hees, Hofer (10), Bornhardt (7/1), Thierer (2), Dierolf (1), Christel (6), Klenk (2), Gosson (1).
Erfolgreichste Werferinnen TuS Schutterwald: Nadine Czok (9/1), Nadja Kaufmann (6).
Schiedsrichterinnen: Mandana Khalil/Elfi Oliger.
Siebenmeter: SG Scozach-Bottwartal: 4/5; TuS Schutterwald: 3/4.
Zeitstrafen: 2/3.
Zuschauer: 275.
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