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Letztes Spiel der Falken: Memminger Indians ziehen Heilbronnern den Zahn

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Die Heilbronner Falken verabschieden sich mit einer 2:7-Niederlage bei den Memmingen Indians in die viel zu früh beginnende Sommerpause. Denn sie dürfen aufgrund der Insolvenz nicht an den Oberliga-Playoffs teilnehmen.


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Die Heilbronner Falken haben sich mit einer Niederlage in die aufgrund der Insolvenz frühe Sommerpause verabschiedet. Am letzten Spieltag der Hauptrunde verloren sie bei den Memmingen Indians mit 2:7 (1:2, 1:3, 0:2). „Die Indians haben es nicht zugelassen, dass wir sie überraschen“, berichtet Falken-Trainer Niko Eronen.

„Im ersten Drittel waren wir noch ganz gut drin im Spiel. Doch die beiden Doppelpacks im ersten und zu Beginn des zweiten Drittels haben unser Genick gebrochen. Das war die Vorentscheidung. Wir haben aber den Spaß hochgehalten und haben uns auch danach noch immer wieder Chancen herausgespielt. Ich bin sehr stolz auf die Jungs, die geblieben sind.“

Heilbronner Falken bieten Memmingen Indians zu Beginn sehr gut Paroli

Die Falken setzten das um, was Corey Mapes bereits nach der Niederlage gegen die Erding Gladiators im letzten Heimspiel der Hauptrunde angekündigt hatte: Sie boten den Indians einen ordentlichen Kampf. Die besseren Möglichkeiten hatten zunächst aber die Gastgeber.

Robin Just (vorne) hat bei den Memmingen Indians sein letztes Profi-Spiel bestritten.
Robin Just (vorne) hat bei den Memmingen Indians sein letztes Profi-Spiel bestritten.  Foto: Marc Schmerbeck

Das erste Tor erzielten jedoch die Heilbronner. Mapes drosch den Puck auf Vorlage von Robin Just, der sein letztes Profi-Spiel bestritt, fast von der blauen Linie zum 1:0 in die Maschen (14. Minute). Mit einem Doppelpack drehten die Indians die Partie aber wieder. Erst fiel durch Tyler Spurgeon der Ausgleich (18.). Nur zehn Sekunden später hämmerte Milan Pfalzer die Scheibe zum 2:1 ins Netz (18.).

Heilbronner Falken geraten mit zwei Doppelpacks mit 1:4 in Rückstand

Mit einem weiteren Doppelpack sorgten die Gastgeber zu Beginn des Mittelabschnitts für klare Verhältnisse. Bei beiden Treffern sah Goalie Franz Jokinen nicht gut aus. Beim 1:3 ließ er sich den Puck nach einem Bauerntrick von Felix Brassard ins lange Eck schieben (22.). 48 Sekunden später rutschte ihm ein Schuss von Tobias Meier zwischen Körper und Arm durch (22.). Brett Ouderkirk ließ sogar das 5:1 folgen (28.), bevor Leon Gromov mit seinem ersten Treffer im Profibereich für das 2:5 sorgte (32.).

Im Schlussabschnitt gaben sich die Falken zwar nicht auf. Doch nun machte sich die individuelle Klasse der Memminger gegenüber den runderneuerten Falken immer mehr bemerkbar. Brassard mit seinem 50. Saisontor (45.) und Maximilian Menner (58.) sorgten für den Endstand. „Ich denke, wir haben die Aufgabe ordentlich erledigt. Es war nicht alles super, aber alles in Ordnung“, berichtet Indians-Coach Daniel Huhn. „Jetzt haben wir aber nur den ersten Teil erledigt. Wir haben eine sehr starke Hauptrunde gespielt - so viele Werte, die top waren: beste Überzahl, beste Unterzahl, die meisten geschossenen Tore. Ich bin sehr stolz. Ab Dienstag startet die heiße Phase. Wir werden uns akribisch vorbereiten, damit wir den zweiten Part genauso erfolgreich gestalten können wie den ersten.“

Heilbronner Falken feiern auf dem Eis noch mal Abschied von Fans

Nach der Schlusssirene nahmen die Falken-Spieler auf dem Eis noch einmal Abschied von den mitgereisten Fans. „Es war schön, noch einmal die Atmosphäre zu genießen. Die Fans beider Teams haben unheimlich viel Stimmung gemacht. Und unsere waren immer für das Team da. Ich kann nur den Hut vor ihnen ziehen und Danke sagen für das, was sie alles für uns getan haben“, erklärt Eronen. „Es war schon unser zweiter letzter Tanz. Leider ist jetzt die Saison für uns zu Ende. Unser erster letzter Tanz war, als uns die acht Spieler zum Ende der Wechselfrist verlassen haben.“

Es fühle sich einfach „unfair“ an, nicht an den Playoffs teilnehmen zu dürfen. „Das hätten die Jungs verdient gehabt“, sagt Eronen. „Darauf arbeitet man die ganze Saison hin. Doch dann wird einem das weggenommen.“

Tor: Jokinen, Schwieren; Abwehr: Mapes – Krenzlin, Schams – Berry, Butakov – Klimov, Bihn; Angriff: Skvorcovs – Ludin – Hon, Just – Cabana – Fabian, Drothen – Wagner – Dibrov, Berchtold – Ujlaky – Gromov.

Tore: 0:1 Mapes (14.), 1:1 Spurgeon (18.), 2:1 Pfalzer (18.), 3:1 Brassard (22.), 4:1 Meier (22.), 5:1 Ouderkirk (28.), 5:2 Gromov (32.), 6:2 Brassard (45.), 7:2 Menner (58.).

Schiedsrichter: Bastian Haupt, Thomas Urban.

Strafminuten: 0/0.

Zuschauer: 1901.

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