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Eishockey-Oberliga

Heilbronner EC Falken setzen beim Neuanfang auf vier Nachwuchstalente, die schon in der eigenen Jugend gespielt haben

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In der Eishockey-Oberliga holen die Heilbronner EC Falken Scheck, Widmann, Gromov und Dibrov zurück – der Neuanfang setzt auf Identität.

Pascal Widmann (links) durfte schon in der vergangenen Saison Erfahrung bei den Falken sammeln.
Pascal Widmann (links) durfte schon in der vergangenen Saison Erfahrung bei den Falken sammeln.  Foto: Mario Berger

Die Mannschaft der Heilbronner EC Falken bekommt neue Gesichter – junge Nachwuchstalente. Nach der Verpflichtung der Routiniers und Führungsspieler Frederik Cabana, Corey Mapes und Thomas Gauch präsentierten die Falken Pascal Widmann, Justin Scheck, Leon Gromov und Kevin Dibrov. Alle vier kommen wie Mapes aus Heilbronn. Auch der in Obersulm heimische Cabana kann mittlerweile zu den Unterländern im Team gezählt werden.   

Eishockey-Oberliga: Heilbronner EC Falken präsentieren vier Nachwuchs-Rückkehrer

„Die Jungs haben in Heilbronn das Eishockeyspielen erlernt und viele Jahre hier verbracht. Das zeigt, dass wir gerade im unteren Nachwuchsbereich, wo die Grundlagen gelegt werden, eine exzellente Ausbildung anbieten. Jeder Einzelne ist schließlich seinen eigenen Weg gegangen. Die Verbundenheit und der Kontakt nach Heilbronn waren jedoch nie weg. Nun freuen wir uns, dass alle vier Teil des Heilbronner Neuanfangs sein werden“, sagt der geschäftsführende Gesellschafter Kai Sellers.

Neuanfang der Falken: Vertrauen in Nachwuchstalente und Entwicklung

Nicht nur die Nähe zum Standort gab den Ausschlag. „Die Jungs haben unser Vertrauen, sonst hätten wir sie natürlich auch nicht genommen. Wir sind sicher, dass sie das Level und das Niveau haben. Dass sie auch körperlich bereit sind. Gleichzeitig geht es auch darum, Erwartungsmanagement zu betreiben. Es ist physisch und von den Systemen ein anderes Hockey, da muss man ihnen auch die Zeit geben, dass sie sich entwickeln können. Auch das ist ein Teil der Ausbildung, Teil der Philosophie“, sagt Jan Hey, Falken-Gesellschafter und HEC-Nachwuchsvorstand. „Ich bin sicher, dass sie alle auch hart arbeiten werden. Das ist so die Spitze unseres Förderprogramms.“

Justin Scheck und Pascal Widmann kehren zu den Heilbronner EC Falken zurück

Mit Justin Scheck und Pascal Widmann kehren zwei Spieler mit ähnlichem Werdegang zurück. Beide trugen bereits im Nachwuchs das Trikot des Heilbronner EC und sollen nun im Profibereich wieder für ihren Heimatverein auf dem Eis stehen.

Der 20-jährige Angreifer Scheck wechselt von den Bietigheim Steelers ins Unterland. In den vergangenen beiden Spielzeiten sammelte er Profi-Erfahrung mit 74 Spielen in Oberliga und Deutsche Eishockey Liga 2 (DEL2). Bis zur U15 spielte er in der Falken-Jugend, bevor es ihn ins Ellental zog. „Ich freue mich, dieses Jahr wieder zu Hause spielen zu dürfen“, sagt er.

„Dass viele Jungs aus der Heilbronner Schule jetzt wieder bei den Heilbronner Profis spielen, das ist natürlich eine Story, die das Herz jedes Eishockeybegeisterten wahrscheinlich höherschlagen lässt.“

Jan Hey

Ebenfalls aus Bietigheim kommt der 19-jährige Verteidiger Pascal Widmann zurück. Der gebürtige Heilbronner spielte zuletzt für das U20-Team der Steelers in der Deutsche Nachwuchs Liga (DNL). Gegen Ende der vergangenen Oberliga-Hauptrunde trug er zudem in vier Spielen das Jersey der Heilbronner Falken. „Ich bin froh, meine erste richtige Profi-Saison bei den Falken spielen zu dürfen“, sagt Widmann, der bis zur U12 beim HEC spielte. „Machen wir daraus einen erfolgreichen Neustart.“

Nachwuchsarbeit beim HEC: Jan Hey über den Weg aus der Jugend zu den Profis

Wie Leon Gromov wurde Widmann in der U12 von Jan Hey trainiert. „Es macht einen schon auch etwas stolz, wenn ein Spieler, den man in der Jugend trainiert hat, den Sprung zu den Profis schafft“, sagt Hey. „Dass viele Jungs aus der Heilbronner Schule jetzt wieder bei den Heilbronner Profis spielen, das ist natürlich eine Story, die das Herz jedes Eishockeybegeisterten wahrscheinlich höherschlagen lässt.“

Leon Gromov und Kevin Dibrov: HEC-Nachwuchs bleibt Teil des Clubs

Vervollständigt wird das Quartett durch Leon Gromov und Kevin Dibrov. Beide stammen ebenfalls aus dem eigenen Nachwuchs und gehörten auch in der jüngeren Vergangenheit zum Club.

Leon Gromov sammelte vergangene Saison bereits Erfahrung bei den Falken.
Leon Gromov sammelte vergangene Saison bereits Erfahrung bei den Falken.  Foto: Seidel, Ralf

Der 18-jährige Gromov durchlief die komplette Jugend des HEC. Bereits mit 16 erhielt er eine Förderlizenz für die Heilbronner Falken. In der zurückliegenden Saison empfahl er sich in 19 Oberliga-Spielen, erzielte sein erstes Profi-Tor und bereitete zwei weitere Treffer vor. „Ich bin glücklich, dass ich es geschafft habe, jetzt auch bei den Herren ein Teil der Familie zu sein“, erklärt Gromov. „Ich bin froh, dass es geklappt hat mit einem Neuanfang. Auf ein neues Falken-Team, auf eine neue Familie.“

Kevin Dibrov spielte in den vergangenen Jahren bei den HEC Eisbären.
Kevin Dibrov spielte in den vergangenen Jahren bei den HEC Eisbären.  Foto: Lina Bihr

Stürmer Dibrov spielte in den vergangenen beiden Jahren für die HEC Eisbären. Wie Pascal Widmann absolvierte der 21-jährige Linksschütze vier Oberliga-Spiele. „Ich habe schon am Ende der letzten Saison die Chance bekommen, bei den Falken mitzuspielen. Deshalb bin ich extrem glücklich, als Heilbronner beim Neustart dabei zu sein“, sagt Dibrov.

Heilbronner EC Falken setzen im Neustart auf Identität und eigene Talente

Mit dem Schritt, auf junge Talente zu vertrauen, unterstreichen die HEC-Falken ihre klare Ausrichtung. Neben erfahrenen Führungsspielern und gezielten externen Verstärkungen bleibt die enge Bindung zum eigenen Nachwuchs eine zentrale Säule des sportlichen Neustarts.

„Wir versuchen damit auch eine gewisse Identität zu schaffen. Wenn jemand vom Standort kommt, dann hat er natürlich eine ganz andere Identifikation, er spielt wirklich für seinen Heimatverein“, sagt Jan Hey. „Es ist natürlich, ich sage jetzt mal, ein Stück weit Verantwortung, die die Jungs dann tragen müssen und auch natürlich ein gewisser Druck, aber gleichzeitig auch etwas, das unheimlich viel Freude bereitet und unheimlich viel Spaß macht und einen natürlich nochmal auf eine andere Art und Weise erfüllt, als jetzt an irgendeinem Standort zu spielen, zu dem man vielleicht nicht so viel Bezug hat. Die Jungs sind alle bei uns groß geworden, was beweist, dass wir gerade im unteren Jugendbereich eine hervorragende Arbeit leisten.“

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