Freddy Cabana bleibt ein Falke – erster Spieler des neuen Heilbronner Eishockeyclubs
HEC Falken mit erster Spielerverpflichtung: Der Routinier soll wichtiger Bestandteil des Neuanfangs des Unterländer Profi-Eishockeys auf und abseits des Eises werden.
In Heilbronn hat Freddy Cabana die Liebe seines Lebens kennengelernt. Fünf Spielzeiten schnürte der Deutsch-Kanadier auch schon für die Heilbronner Falken die Schlittschuhe, 2009/10 und dann wieder seit der Spielzeit 2022/23. Nun hängt er mindestens eine weitere Saison dran – und wenn es nach ihm geht, wird es nicht die letzte sein. Als ersten Spieler haben die neuen HEC Falken den 39-Jährigen verpflichtet. „Ich freue mich riesig in Heilbronn zu bleiben und sehe es als Privileg den neuen Weg von Anfang an mitzugehen“, erklärt Cabana.
Leitfigur in der Kabine – Freddy Cabana "ist ein wichtiger Baustein für unsere Zukunft“
Auch für Kai Sellers stand es außer Frage, den Stürmer nicht im Unterland zu halten: „Er ist nicht nur der Kapitän auf dem Eis und die Leitfigur in der Kabine. Er verkörpert die Werte, für die unsere Organisation steht und ist ein wichtiger Baustein für unsere Zukunft“, erklärt der geschäftsführende Gesellschafter der HEC Falken.

Das Projekt Profi-Eishockey in Heilbronn nach der Insolvenz der Heilbronner Falken GmbH & Co. KG findet Cabana richtig interessant. „Es war eine schwere Situation nach der vergangenen Saison“, berichtet der 39 Jahre alte Linksschütze, der sich vor allem darüber freut, dass es überhaupt weitergeht. „Alle mit ins Boot zu holen – die Fans, die Partner und die Sponsoren, aber auch alle anderen – finde ich richtig gut.“ Denn wie wichtig Profi-Eishockey in Heilbronn auch für die Menschen sei, „hat man in den letzten zwölf Monaten gesehen“, sagt Cabana. Erst sammelten die Fans über eine Crowdfunding-Aktion mehr als 100.000 Euro, um zu helfen, die Lizenz für die Oberliga gerichtlich einzuklagen. Dann „haben sie uns bis zuletzt super unterstützt“, erklärt Cabana.
Schritt für Schritt wieder Fortschritte beim Heilbronner Eishockey
Und jetzt gehe es darum, jedes Jahr einen Schritt nach vorne zu machen. „Wir müssen zunächst den Standort wieder auf gesunde Füße stellen und gutes Eishockey bieten“, sagt der 39-Jährige. „Und dann steigen wir hoffentlich wieder auf – am besten dann, wenn wir in die neue Halle umziehen.“
Dass der Deutsch-Kanadier mit seinem fortgeschrittenen Alter für einen Eishockey-Profi von 39 Jahren zum alten Eisen gehört, widerlegt er praktisch in jedem Spiel. In der vergangenen Saison, in der acht Spieler nach der Insolvenz mit Ablauf der Wechselfrist den Club verlassen hatten, war Cabana zweitbester Scorer des Unterländer Drittligisten – hinter Calder Anderson, aber noch vor Nolan Ritchie, den beiden Kontingentspielern der Falken. Insgesamt absolvierte Cabana seit seinem erneuten Engagement ab dem Herbst 2022 exakt 200 Pflichtspiele für die Falken und scorte dabei 225 Mal (96 Tore und 129 Assists).
Freddy Cabana stellt klar: „Eishockey ist meine Leidenschaft"
Mehr als 900 Profispiele stehen bei ihm schon insgesamt zu Buche. Und die 1000 sollen fallen. „Eishockey ist meine Leidenschaft, ich brenne weiterhin für die Jagd nach dem Puck. Ich bin weiterhin bereit, mich fit zu halten und alles auf dem Eis zu geben“, erklärt Cabana.
Dementsprechend hegt er auch keinen Gedanken an ein Karriereende wie beispielsweise der ein Jahr jüngere Robin Just. „Ich wollte immer hier bleiben. Das ist das Beste für mich und meine Familie“, erzählt Cabana. Wäre es in Heilbronn nicht weitergegangen, hätte er sich wohl nach einem Vertrag anderswo umgeschaut.
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