Falken-Fans feiern Pascal Widmann beim 11:3-Sieg – "unbeschreibliches Gefühl"
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Verteidiger Pascal Widmann, der erst in dieser Woche eine Förderlizenz für die Heilbronner Falken erhalten hat, hat in seinem Profi-Debüt seinen ersten Scorerpunkt erzielt. Beim 11:3-Kantersieg gegen Bayreuth bereitete der Youngster aus Horkheim das 1:0 vor.
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„Wir wollen Pascal Widmann sehen, wir wollen Pascal Widmann sehen.“ Die Fans feierten nach dem 11:3 (4:1, 4:0, 3:2)-Heimsieg der Heilbronner Falken gegen die Bayreuth Tigers einen der Jüngsten des Unterländer Eishockey-Oberligisten. Und der 19 Jahre alte Verteidiger von der U 20 der Bietigheim Steelers, der erst in dieser Woche mit einer Förderlizenz für die Falken ausgestattet worden war, bedankte sich mit einem kleinen Tänzchen und einem Purzelbaum auf der Eisfläche für die Unterstützung der Falken-Anhänger.
„Es ist ein unbeschreibliches Gefühl“, sagt Pascal Widmann. „Seit ich klein bin, bin ich schon Teil der Heilbronner Falken. Damals von außen – ich stand zum Zuschauen auf der Tribüne bei den ,Die Treuen‘. Mein Vater Reiko ist, glaube ich, seit 30 Jahren im Fanclub aktiv. Und jetzt habe ich das Glück, hier spielen zu dürfen. Das macht mich stolz.“
Heilbronner Falken: Trainer Niko Eronen hat der Youngster aus Horkheim positiv überrascht
Dem Heilbronner Eigengewächs – das Eishockey-Einmaleins lernte Pascal Widmann beim Heilbronner EC, bevor er zu den Bietigheim Steelers gewechselt ist, bei denen er zuletzt mit der U 20 in der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL) spielte – gelang auch gleich der erste Scorerpunkt mit seinem ersten Puckkontakt. Beim 1:0 durch Calder Anderson nach gut viereinhalb Minuten „habe ich mir das Selbstvertrauen genommen, einfach aufs Tor zu schießen. Es war ein glücklicher Rebound, Anderson hat die Scheibe wieder bekommen und sie dann versenkt. Am Anfang konnte ich es nicht wirklich fassen, was da passiert war“, berichtet der 19-Jährige und ergänzt: „Ich war zuerst geschockt, dass ich überhaupt aufs Eis darf. Ich hatte dann das Glück, dass wir direkt offensiv gegangen sind.“
Dass Pascal Widmann viel Potenzial mitbringt, hat Niko Eronen schon in den wenigen Trainingseinheiten gesehen, die der 19-jährige Verteidiger und sein Steelers-Mannschaftskamerad Philipp Nuss, der ebenfalls eine Förderlizenz erhalten hat, in Heilbronn seit Mittwoch absolviert hat. „Er hat mich positiv überrascht, wie gut er Situationen erkennt und diese lösen kann. Er liest das Spiel sehr gut“, lobt der finnische Falken-Trainer den Youngster nach dessen erstem Spiel bei den Erwachsenen überhaupt. „Auch wenn wir ihm etwas während des Spiels sagen, nimmt er das an und kann es sofort umsetzen.“
Pascal Widmann (von links) bejubelt mit Leon Fern, Calder Anderson, Nolan Ritchie und Thore Weyrauch das 1:0.
Foto: Mario Berger
Puck erhält in Pascal Widmanns Schlafzimmer ganz besonderen Platz
Nach der Partie erhielt Pascal Widmann von seinen neuen Mannschaftskameraden den Puck als Erinnerung an seinen ersten Scorerpunkt. Der bekommt einen Ehrenplatz. „Ich stelle ihn auf meinen Nachttisch. Damit ich immer an mein erstes Profispiel erinnert werde – und glücklicherweise auch an meinen ersten Scorerpunkt. Diesen Tag werde ich nie vergessen – auch, weil es etwas Besonderes für mich war“, berichtet der 19-Jährige.
Reiko Widmann hat seinen Sohn Pascal Widmann mit dem Eishockey-Virus infiziert. Schon als kleiner Bub war der heute 19-Jährige als Fan auf der Tribüne im Eisstadion am Europaplatz dabei, Schornsteinfegermeister Reiko Widmann ist seit Jahrzehnten im Fanclub „Die Treuen“ aktiv. Irgendwann wollte Pascal Widmann selbst die Schlittschuhe schnüren. Seine ersten Schritte machte er beim Heilbronner EC. Als Teenager wechselte er zum Unterländer Erzrivalen Bietigheim Steelers, spielte dort in der U 15, U 17 und zuletzt in der U 20 in der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL). Nun der Sprung zu den Profis der Heilbronner Falken per Förderlizenz. „Für meinen Vater war dieser Tag auch etwas ganz Besonderes“, sagt der 19 Jahre alte Horkheimer. „Er hat mich tagtäglich unterstützt, hat mich immer abends nach der Arbeit vom Training abgeholt. Zuletzt, als ich noch keinen Führerschein hatte, hat er mich auch vier Mal in der Woche zum Training und am Wochenende zu den Spielen nach Bietigheim gefahren.“
Dem Bayreuth-Spiel drückt das Kanadier-Duo der Falken Stempel auf
Dem Spiel gegen Bayreuth drückte vor allem das Kanadier-Duo der Falken den Stempel auf. Nolan Ritchie feierte nach 47 Tagen Pause aufgrund einer Knieverletzung ein fulminantes Comeback. Der Spieler des Jahres der vergangenen Saison erzielte das 8:1 selbst und bereitete sechs weitere Treffer vor – fünf davon erzielt von seinem besten Kumpel und kongenialen Partner auf dem Eis, Calder Anderson. Der ebenfalls 23-Jährige traf zum 1:0, 4:0, 5:1, 6:1 und in doppelter Überzahl zum 10:3. Die weiteren Heilbronner Tore erzielten Thore Weyrauch zum 2:0, Niklas Jentsch zum 3:0 und zum 9:3, Leon Fern zum 7:1 und Gunars Skvorcovs in Überzahl zum Endstand von 11:3.
„Heilbronn war wieder Heilbronn – saugefährlich und eins der besten Teams in der Liga“, zollte Tigers-Coach Larry Suarez den Falken Respekt, nachdem ihnen zuletzt aufgrund der Insolvenz des Unterländer Drittligisten die Konzentration gefehlt hatte. Dass Michal Spacek, Sam Verelst und Dominik Piskor für Bayreuth trafen, war nur Ergebniskosmetik.
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