An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von Glomex, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in der Datenschutzerklärung.
Externer Inhalt
Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.
Wenn bei der Mannschaftsvorstellung der Ruf „Eishockey-Gott!“ durch die Halle schallt, dann ist klar, wer gemeint ist: Corey Mapes. Der Verteidiger geht in seiner Heimatstadt bei den Heilbronner EC Falken in seine zehnte Saison. In einer Phase des Umbruchs nach turbulenten Monaten rund um die Insolvenz ist Mapes einer der Fixpunkte. Im Gespräch mit der Heilbronner Stimme spricht der Routinier über Fanliebe, Vereinstreue und realistische Ziele für den Neustart.
Corey Mapes über Fanrufe als „Eishockey-Gott“ und seine Bedeutung für die Heilbronner Fans
Herr Mapes, „Eishockey-Gott“ – was geht Ihnen durch den Kopf, wenn die Fans Sie so feiern?
Corey Mapes: Das ist natürlich eine Anerkennung, auf jeden Fall. Ich glaube aber nicht, dass sie das rufen, weil ich die meisten Tore schieße. Es geht eher darum, dass ich schon lange hier bin und mich immer reinhänge, mit Herz und Leidenschaft dabei bin. In der Kabine, mit den Jungs wird darüber auch mal geschmunzelt – ich nehme mich da selbst nicht zu wichtig. Aber es ehrt einen, macht einen stolz.
Zehnte Saison in Heilbronn – war es für Sie überhaupt eine Option, noch einmal woanders hinzugehen?
Mapes: Nein. Es wäre dann wohl vorbei gewesen. Ich bin schon lange hier, spiele für Heilbronn – das ist eine gewisse Erfüllung für mich. Ich glaube nicht, dass ich bei einem anderen Verein noch einmal mit derselben Hingabe spielen könnte. Und einfach zu gehen, wenn es mal schwierig wird, wäre nicht mein Ding. Man hat sich bei den Fans ja auch einen gewissen Ruf aufgebaut.
Corey Mapes (rechts) freut sich, ein Teil des Neustarts der HEC Falken zu sein. „Es ist jetzt wichtig, dass wir auch sportlich zu überzeugen wissen“, sagt er im Gespräch.
.Foto: Christiana Kunz
Foto: Kunz, Christiana
Heilbronner EC Falken: Kontakt zur neuen Vereinsführung nach Insolvenz und Neustart
Wie lief der Kontakt zur neuen Vereinsführung?
Mapes: Das hat sich ein bisschen angebahnt. Es hat sich abgezeichnet, wie es mit der Insolvenz laufen könnte. Man kennt sich ja – gerade mit Kai Sellers habe ich immer Kontakt. Als klar war, wohin die Reise geht, ging es dann aber relativ schnell.
Der Kader nimmt Form an. Was trauen Sie der Mannschaft in der kommenden Saison zu?
Mapes: Als Sportler will man immer das Maximum. Realistisch gesehen, muss man sagen: Es gibt ein paar Teams, die sehr stark sind. Die ersten vier Plätze sind weg. Aber dahinter können wir uns einordnen. Die Pre-Playoffs sollten auf jeden Fall das Ziel sein. Wichtig ist erst mal, dass wir eine stabile Basis schaffen, dass alles solide aufgezogen wird – der Rest kommt dann.
Neuanfang nach turbulenten Monaten: Warum der Falken-Umbruch Zeit und Geduld erfordert
Also eher ein Übergangsjahr?
Mapes: Ja, so kann man es sehen. Ein Neuanfang braucht Zeit. Aber wenn wir das sauber aufziehen, kann sich daraus etwas entwickeln.
Wie haben Sie die vergangenen Monate rund um die „alten Falken“ erlebt? Wann dachten Sie, dass es weitergehen kann?
Mapes: Es hat sich gezogen, auch bis klar war, wie es weitergeht. Aber ich hatte immer das Gefühl, dass es weitergeht. Ich habe nur gehofft, dass es schon der Weg wird, den man jetzt eingeschlagen hat, dass nicht ein externer Investor kommt. Das funktioniert nicht immer unbedingt. Mit dem HEC baut man ein Stückweit auf die Tradition. Und seit das bekannt ist, herrscht eine gewisse Euphorie unter den Leuten. Und was die Fans geleistet haben – Chapeau. Erst die 100.000 Euro, die sie zusammengekratzt haben und dann, dass sie trotz der bescheidenen Kommunikation zu uns standen. Jetzt spürt man eine gewisse Aufbruchstimmung.
Zur Person
Corey Mapes ist in Heilbronn geboren und spielte schon in der Jugend beim HEC, aber auch bei den Jungadlern Mannheim. Bisher bestritt der Verteidiger 81 Spiele in der DEL (Mannheim., Düsseldorf), 133 Partien in der DEL2 (Heilbronn, Bad Nauheim). Allein für Heilbronn stand er insgesamt mehr als 650 Mal auf dem Eis. Außerdem war Mapes Jugend-Nationalspieler und spielte bei der U18-WM, sowie zwei Mal bei der U20-WM.
Man hatte immer das Gefühl, dass auch die Fans froh sind, dass es weitergeht und sie hinter der Entscheidung stehen …
Mapes: Es ist jetzt wichtig, dass wir auch sportlich zu überzeugen wissen. Das ist die Hauptsache. Die Leute bezahlen schließlich Geld und wollen eine gute Leistung von uns sehen. Zumindest kann man immer kämpfen und ordentlich Gas geben, das ist schon die halbe Miete.
Identifikationsfiguren im Falken-Team: Die Rolle von Mapes und Cabana im Verein
Sie gehören mit mehr als 650 Spielen für Heilbronn zu den prägenden Figuren. Spürt man diese Rolle?
Mapes: Ein Stück weit schon. Gerade zusammen mit Spielern wie Freddy Cabana, mit dem ich auch privat viel Kontakt habe. Wir tauschen uns viel aus. Er ist auch zu einer Identifikationsfigur geworden in Heilbronn und ist in Obersulm daheim. Wir tauschen uns viel aus. Wir sind beide schon lange da und identifizieren uns mit dem Verein. Das ist wichtig – für die Mannschaft und für die Fans.
Wie sieht Ihr Sommer aus?
Mapes: Ganz klassisch: Sommertraining. Das wird ganz normal abgespult werden. Jetzt habe ich erst mal die freie Zeit mit meiner Familie genossen, vor allem mit meiner Tochter. Es war ja ein bisschen mehr als sonst. Aber jetzt geht es wieder los mit der Vorbereitung. Und irgendwann freut man sich, im August auch wieder aufs Eis zu dürfen. Es macht dann schon wieder Spaß, wenn man mit den Jungs zusammen in der Kabine sitzt.
Traurig, aber keine Sorge: Sie können natürlich trotzdem weiterlesen.
Schließen Sie einfach diese Meldung und sichern Sie sich das andere exklusive Angebot auf der Seite. Bei Fragen hilft Ihnen unser Kundenservice unter 07131/615-615 gerne weiter.
Kommentare