Bad Rappenau feiert Kerwe und verkaufsoffenen Sonntag

Bad Rappenau  Das schöne Wetter hat viele Besucher nach Bad Rappenau gelockt. Die Geschäfte bei der Kerwe mit verkaufsoffenem Sonntag liefen gut. Dazu gab es verschiedene Platzkonzerte.

Von Nicole Theuer
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Gemütlich stöbern und bummeln

Verkaufsoffener Sonntag: Zahlreiche Besucher bevölkerten die Innenstadt, bummelten durch die Geschäfte, schauten sich die Stände und Ausstellungen in der Fußgängerzone an.

Fotos: Franz Theuer

Viele Besucher nutzen das schöne Herbstwetter, um der Bad Rappenauer Doppelveranstaltung - Kerwe mit verkaufsoffenem Sonntag und Oktoberfest - einen Besuch abzustatten. Schon zur Mittagszeit ist das große Zelt am Festplatz gut besucht, und auch die Fußgängerzone füllt sich nach und nach, zumal auf der Freilichtbühne am Kirchplatz auch musikalische Highlights geboten werden.

Der Nachwuchs der Rappenauer Stadtkapelle ist an diesem Sonntag nicht nur musikalisch ein Highlight, sondern auch in optischer Hinsicht, denn die Jungmusiker tragen selbstgestaltete T-Shirts. "Wir haben uns überlegt, dass wir für die Auftritte eine einheitliche Kleidung brauchen", erzählt Robin Hermann. Kaufen wollte der Vorsitzende der Kapelle die neue Kleidung aber nicht. Und so erinnerte man sich an die eigene Jugend und die Batik. "Wir haben weiße T-Shirts gekauft und bei einem Probenwochenende mit den Kindern gebatikt."

Mit dem kleinen Platzkonzert machen die Jugendlichen nun auf das Jahreskonzert der Stadtkapelle aufmerksam. "Da viele Musikvereine Nachwuchsprobleme haben, hat unsere Dirigentin Isabel Gonzàles Villar ein gemeinsames Projekt mit Grombach, Bonfeld und Siegelsbach ins Leben gerufen", so Hermann. Unter dem Titel "Ton & Co" treffen sich Kinder und Jugendliche aus den Vereinen und Kinder, die ein Instrument spielen, aber keinem Verein angehören zu einer Projektband. "Der Rhythmus lautet dreimal Proben, ein Probenwochenende, danach ein Auftritt."

Spenden sammeln für gemeinnützige Organisationen

Nur wenige Schritte weiter hat die ÖDP ihren Bücherflohmarkt aufgebaut. Von einem Traktoranhänger herunter werden gebrauchte, gut erhaltene Bücher gegen eine Spende an den Mann oder die Frau gebracht, die Erlöse fließen an gemeinnützige Einrichtungen.

Voriges Jahr wurden etwa Albert-Schweitzer-Schule, Obst- und Gartenbauverein Grombach und die Pfadfinder der Freien evangelischen Gemeinde unterstützt, erzählt Klaus Ries-Müller. "Und dieses Jahr haben wir bereits 500 Euro an das DLRG und 500 Euro an den Waldkindergarten ,Die Buntspechte" gegeben."

Und das, obwohl noch gar kein Geld in der Kasse war. "Wir haben bislang immer mindestens 1500 Euro eingenommen", weiß Ries-Müller aus Erfahrung. Angesichts des schönen Wetters hofft er, dass noch mehr Besucher kommen. "Vielleicht bekommen wir um die 2000 Euro zusammen."

Auch in den Geschäften, und vor allem im Café im Stadtcarré, tummeln sich viele Besucher. "Es ist einfach herrlich, so spät im Jahr noch im T-Shirt einen Stadtbummel zu machen", findet Lieselotte Klein, die mit ihrem Mann in die Kurstadt gekommen ist. "Wir waren mit den Enkeln schon auf dem Rummel", erzählt die Schwäbin. Jetzt wollen sie mal in die Geschäfte schauen. Der Stand eines örtlichen Optikers erregt sofort ihre Aufmerksamkeit. "Vielleicht finde ich fürs kommende Jahr ja noch eine schöne und vor allem günstige Sonnenbrille."

Zum Stadtbummel gehört Musik

Gemütlich stöbern und bummeln

Jazz und Swing auf dem Kirchplatz: Die Big Band des Musikvereins Grombach legte sich nach ihrem Workshop so richtig ins Zeug.

Anna Brecht ist mit der Absicht gekommen, sich in Bekleidungsgeschäften umzuschauen. "Ich möchte meine Wintergarderobe umstellen." Konkrete Vorstellungen hat die Offenauerin aber nicht. Annalena Gärtner hat Freund Mario Schmidt zum Stadtbummel überredet. Nicht ohne Hintergedanken, wie sie verrät. "Der Juwelier lockt mit einem Rabatt, ich möchte meinem Freund Trauringe zeigen." Denn: "Ich hoffe, dass er mir Weihnachten oder Silvester einen Heiratsantrag macht."

Während die Jugendlichen der Bad Rappenauer Stadtkapelle das Platzkonzert auf dem Kirchplatz als Appetitanreger fürs Jahreskonzert am 9. Dezember nutzten, zeigte die Big Band des Musikvereins Grombach an gleicher Stelle, was sie im Eintagesworkshop mit Profiposaunist Benjamin Gerny erarbeitet hatte. Gerny bot Kostproben seines Könnens und übernahm auch den Taktstock von Thomas Fleck, um ein Stück selbst zu dirigieren. Flankiert wurden Oktoberfest und Kerwe von einem Vergnügungspark.

 

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