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Sperrungen und Umleitungen

Straßenbaustellen im Hohenlohekreis: Hier wird in den Sommerferien gebaut

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Drei Baustellen gibt es alleine auf der B19 von Schwäbisch Hall bis Künzelsau. Wo und wie lange jeweils gearbeitet wird.


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Wenn die Schulferien starten, beginnt für die Straßenbauer die heiße Zeit des Jahres. Dann werden Bundes-, Landes- und Kreisstraßen beinahe im Akkord saniert – vom Flicken einzelner Löcher auf wenigen Metern bis zum Komplettneubau kilometerlanger Fahrbahntrassen.

Nicht nur im Raum Heilbronn in der Ferienzeit wichtige Verkehrsachsen und eine Ortsdurchfahrt gesperrt, sondern auch im Hohenlohekreis.

Hierfür gilt das Gleiche, was das Landratsamt in Künzelsau bereits vor einem Jahr auf Nachfrage der Redaktion gesagt hat: „In den Ferienzeiten ist grundsätzlich mit weniger Verkehr auf den Straßen zu rechnen. Daher ist es oft sinnvoll, größere Baumaßnahmen in die Ferienzeit zu legen“, hatte Madleen Federolf, Sprecherin des Landratsamts, damals gesagt. Für Daheimgebliebene, die weiter zur Arbeit müssen, bedeutet das häufig: Stau, kilometerlange Umwege und viel Zeitverlust.

Straßenbaustellen in Hohenlohe: Welche Baustellen für die größten Umwege sorgen

Leidvoll erfahren das gerade die Verkehrsteilnehmer, die aus Richtung Künzelsau und Kupferzell nach Schwäbisch Hall wollen: Die B19 ist zwischen Untermünkheim und Gelbingen voll gesperrt. Auf rund 2,3 Kilometern Länge wird hier die schadhafte Fahrbahn saniert. Ersatzweise muss sich nun der ganze Verkehr, der nach Norden aus Hall heraus will, in entgegengesetzte Richtung durch die Stadt quälen und dann über die Westumfahrung tingeln, die unweit des Steigenhauses wieder in die B19 mündet.

Die Gehwegsanierung auf der Künzelsauer Kocherbrücke macht eine halbseitige Sperrung nötig. Zu Stoßzeiten sorgt das für ordentlich Rückstau.
Die Gehwegsanierung auf der Künzelsauer Kocherbrücke macht eine halbseitige Sperrung nötig. Zu Stoßzeiten sorgt das für ordentlich Rückstau.  Foto: Ludwig, Tamara

Ächzen über halbseitige Sperrung der Künzelsauer Kocherbrücke

Doch auch um den Hohenlohekreis machen die Baukolonnen keinen Bogen. Künzelsauer ächzen seit Ferienbeginn über eine halbseitige Sperrung der B19 über die Kocherbrücke. Der Verkehr kann nur Richtung Norden fließen; Richtung Süden gen Schwäbisch Hall ist die Brücke gesperrt. Leser schreiben auf Facebook bereits von „ewigen Staus“. Dabei wird hier „nur“ auf einer Seite die Gehwegbeschichtung erneuert – an der Fahrbahn selbst wird gar nichts gemacht. Fußgänger kommen weiter einfach rüber, wenn sie die andere Gehwegseite nutzen. Das Ganze wird voraussichtlich bis 19. September dauern und ist auch von der Witterung abhängig – der Gehwegbelag besteht nämlich aus einem speziellen Kunststoff, der nur bei trockenem Wetter aufgebracht werden kann. In den ersten Tagen der Sperrung Ende Juli wurde wegen des ausgeprägten Regens erstmal gar nicht gearbeitet.

Landesstraße bei Neufels wird seit März saniert 

Sie war eine der gefährlichsten Pisten im Kreis – steil, eng, kurvig und in furchtbar schlechtem Zustand: die L1051 an der Neufelser Mühle, also von Kirchensall kommend ab dem Abzweig nach Wohlmuthausen bis hinauf nach Neufels. Seit März läuft nun die Sanierung. Neun Monate lang wird hier alles gemacht, was man nur machen kann: Fahrbahn, Hangsicherung, Wasserleitungen unter der Straße – und besagte Kreuzung Richtung Wohlmuthausen und Hohebuch, die als Unfallschwerpunkt gilt, wird zum Kreisverkehr. Diese Sperrung begleitet die Hohenloher bis Jahresende. So lange müssen Autofahrer, die vom Salltal nach Gaisbach und Niedernhall wollen, Umwege fahren

Mehrere Hangrutsche und drohendes Chaos in Cappel

Noch die ganzen Ferien gesperrt ist weiterhin die K2373 von Künsbach hinunter nach Morsbach. Seit Monaten laboriert das Landratsamt hier an einem Hangrutsch. Die gute Nachricht: Ende September soll die Böschungssicherung beendet sein. Ein weiterer Hangrutsch sorgt seit Ende Juli dafür, dass die L1048 von Zweiflingen nach Orendelsall auf 25 Metern nur einspurig befahrbar ist. Eine Bauampel regelt den Verkehr. Ebenfalls ein Hangrutsch ist der Grund, warum ab Ende August für drei Wochen die L515, die Bergstraße in Krautheim, voll gesperrt sein wird. Außerdem soll bald der lange angekündigte Neubau der Epbachbrücke an der Ortsdurchfahrt in Öhringen-Cappel (L1036) beginnen. Ab dem Frühherbst wird hier der Verkehr weiträumig umgeleitet.

Warum sich die Kupfersenke weiter verzögert

Weiterhin zu den größten Baustellen im Kreis gehören die neuen Brücken an der B19 zwischen Kupferzell und Gaisbach – seit über einem Jahr. Da es durch die Kupfersenke eine Behelfsumfahrung gibt, kann man sie in geringerem Tempo passieren. Die Baustelle wird nach den Sommerferien weitergehen – und sich womöglich ein weiteres Mal verzögern, da Diebe vor einigen Tagen ein Holzgerüst von der Baustelle gestohlen haben, das fürs Betonieren benötigt worden wäre.

An welchen Straßen sonst noch gebaut wird

Jeweils für einzelne Tage sind manche Kreisstraßen wegen kleinerer Fahrbahndeckenmaßnahmen geschlossen – das betrifft hauptsächlich Strecken, auf denen Rollsplitt gestreut wird. Diese Sperrungen zwischen Bodenhof und Buchenbach, Hohenrot und Hohebach, Oberkessach und Aschhausen, Kocherstetten und Vogelsberg, Dimbach und Wimmental sowie von Unter- nach Obermaßholderbach dauern je ein bis drei Tage und sind zum Teil schon vorbei.

Aufatmen können die Jagsttäler: Zu Ferienbeginn ist die Jagsttalstraße zwischen Westernhausen und Winzenhofen fertig geworden. Und auch nach den Ferien geht den Baukolonnen die Arbeit nicht aus: Dann soll der Ausbau der K2379 von Dimbach hinauf zur Landesstraße Schwabbach-Weinsberg starten. Sie soll verbreitert werden.

Auf der A6 wird bis Ende August die Fahrbahn zwischen Ilshofen/Wolpertshausen und Kupferzell in Fahrtrichtung Heilbronn gemacht. Hier stehen trotzdem zwei Fahrstreifen je Richtung zur Verfügung. Seit Ferienbeginn und bis in den Herbst werden die Jagsttalbrücke und die Gronachtalbrücke der A6 saniert. Zunächst Richtung Nürnberg und danach Richtung Heilbronn steht jeweils nur ein Fahrstreifen zur Verfügung

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