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Bürgermeisterwahl Pfedelbach: Vier Kandidaten im Wahlkampf-Endspurt

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Wie die Pfedelbacher Bürgermeisterkandidaten in den letzten Wochen um die Gunst der Wähler buhlen und welche Schwerpunkte sie setzen.


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Am Aschermittwoch wird traditionell auf den politischen Gegner geklopft. In Pfedelbach konnte man in der vergangenen Woche ein ganz anderes Bild erleben. Die Gemeinderats-Fraktionen trafen sich wie jedes Jahr mit Kämmerer Ralf Dobler, um den Haushalt durchzugehen, natürlich ließen sich diesen Termin auch die vier Bewerber um den Bürgermeisterposten nicht entgehen. Statt sich gegenseitig argwöhnisch zu beäugen, herrschte eine lockere Atmosphäre unter den Kontrahenten. Auf direkte Konfrontation geht keiner, ab und an sind nur leichte Spitzen zu erahnen.

Ina Krone und Mark Dürr sitzen zusammen und unterhalten sich munter. Die beiden Ur-Pfedelbacher eint so manches. Beide sind in Teilorten der Gemeinde aufgewachsen, waren gemeinsam in der Ausbildung und haben Kinder im gleichen Alter. Auch manche ihrer Ziele liegen eng beieinander. Zuschüsse beantragen, das ist das Credo von Krone und Dürr, ebenso wie die interkommunale Zusammenarbeit fördern. 

Bürgermeisterwahl in Pfedelbach: Wahlkampf der Kandidaten 

Ihr Wahlkampf unterscheidet sich indes. Die Buchhornerin Ina Krone gibt vor allem am Anfang sehr persönliche Einblicke in ihr Leben und Familie, in den folgenden Wochen geht es vor allem um Themen und Besuche in Gewerbe und Vereinen. Ihren Wahlkampf gestaltete sie in zwei Phasen.

Countdown: Noch zwei Wochen, dann entscheiden die Wähler in Pfedelbach, wer künftig auf dem Chefsessel im Rathaus sitzt.
Countdown: Noch zwei Wochen, dann entscheiden die Wähler in Pfedelbach, wer künftig auf dem Chefsessel im Rathaus sitzt.  Foto: Tscherwitschke, Yvonne

Bei den Bürgerdialogen verteilt sie zunächst Zettel, um Vorschläge noch ins Wahlprogramm einzuarbeiten. Diese startet sie mit einem Heimspiel in der Buchhorner Seeklause. Krone berichtet dort über ihren Werdegang und schwärmt vor allem von Spiegelberg, wo sie Kämmerin war. Aus der Arbeit in der kleinen Gemeinde will sie einige Punkte auch in der Gemeinde umsetzen. 

Ina Krone setzt im Wahlkampf auf Bürgerdialoge

Sie habe ein Wahlprogramm, berichtet sie in dem Bürgerdialog, doch aus Wertschätzung wollte sie in jedem Ortsteil erst Gespräche führen, bekräftigt sie. Nach anfänglichem Zögern folgen bei der Veranstaltung die Vorschläge der Gäste. Krone zeigt, dass sie ortskundig ist und die Themen kennt. Sie ist souverän, gibt aber auch zu, wenn sie sich einarbeiten muss.

In der späteren Phase folgen Besuche bei Firmen und Vereinen, alle dokumentiert in den sozialen Medien. Der Flyer Nummer zwei mit ihrem Sechs-Punkte-Plan ist seit Anfang Februar im Umlauf. 


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Mark Dürr wirbt mit Authentizität, Landkreis-Erfahrung und Abbau von Bürokratie

Der Untersteinbacher Mark Dürr betont von Anfang an, er wolle auf Authentizität setzen – „wie ich halt bin“ – und das zeigt sich in seinem Auftritt in den sozialen Medien, wo er zur Faschingszeit im Faschingskostüm in die Kamera linst. Trotz Wahlkampfstress betont er: Die letzte Schicht an der Kasse gehe immer. Vereinsheim, Bürgerhaus oder Gaststätte: Bei seiner Tour setzt er darauf, die Menschen überall abzuholen.

Inhaltlich punktet er mit Erfahrung und Beispielen aus der Arbeit im Landkreis. Er hat Ideen, wie man den Personalmangel im Oberohrner Freibad angehen könne – und die spricht er bei seiner Veranstaltung im dortigen Schulhaus an. Denkbar wäre, dass sich jemand um die Badeaufsicht kümmert und eine andere Person um die Technik. 

Wie die anderen Kandidaten gibt er einen persönlichen und beruflichen Einblick, der zeigt wie er tickt. Es folgen Fragen und Einzelspräche am Tisch auf Augenhöhe, das ist dem Untersteinbacher wichtig. Ebenso wie der Abbau von Bürokratie, damit das Rathaus sich wieder der Beziehung zu den Bürgern widmen könne und nicht nur verwalten. Auch kritische Fragen, etwa ob es ein Vorteil sei, wenn ein Bürgermeister so nah dran sei, meistert er souverän.


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Daniel Vogelmann bevorzugt Outdoor-Wahlkampf und spontane Gespräche im Ort

Ganz anders geht es Daniel Vogelmann an, der schon etwas Wahlkampferfahrung mitbringt. Schon vor dem offiziellen Bewerberstart setzt er jeglichen Wettereinflüssen des Winters zum Trotz auf den Outdoor-Wahlkampf. Egal ob Bushaltestelle, vor der Kirche oder Marktplatz in den Teilorten – seine Devise ist: Wo die Bürger sind, ist auch er. Wer sich aufwärmen möchte, bekommt Tee und Gespräche. Ein Programm oder Präsentation hat er nicht vorbereitet, dafür punktet er bei den Besuchern mit Spontanität. Bewusst hören, wo der Schuh drückt, das gehört zu den Zielen. Wie man Vereine unterstützen könne, werde er oft gefragt. Rund ums Bauen geht es zum Beispiel bei einem seiner Ortstermine im Teilort Untersteinbach – und hier trumpft der Bauexperte auf.

Gerade in Untersteinbach prägen viele Leerstände die Ortsmitte, da freuen sich die Bürger über Lösungen. In den sozialen Medien setzt Vogelmann ähnlich wie Dürr auf lockere persönlichen Beiträge, die zeigen was er für ein Typ ist. Und für alle, die lieber im Warmen über Politik sprechen, diskutierte er in den Bürgerdialogen mit den Menschen in Gaststätten oder im Alten Schulhaus in Oberohrn. 


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Jens Müller punktet mit Wirtschaftsbesuchen, Ehrlichkeit und Fokus auf Mittelstand

Jens Müller ist in den vergangenen Wochen vor allem auf Aufholjagd. Als einziger Nicht-Pfedelbacher macht sich der Öhringer von Menschen und vor allem von den Betrieben in der Gemeinde ein Bild und setzt damit deutliche Akzente beim Thema Wirtschaft. Er wird meist von einem professionellen Kamerateam begleitet. Über die Vielfalt der gezeigten Betriebe staunt sogar der eine oder andere Pfedelbacher. Doch nicht nur an Türen der Betriebe klopft der Lehrer. Auch in der Kirche schaut er vorbei und er hilft beim Spülen im Windischenbacher Keltercafé, wie in den sozialen Medien zu sehen ist.

Seine Ziele erklärt er bei sechs Vor-Ort-Termine mit den Bürgern in Besenwirtschaften oder Gaststätten. Im Gasthaus Dreher in Harsberg ist die Veranstaltung sehr gut besucht. Müller erzählt viel von sich persönlich, von den Kindern und seiner Ehefrau, bevor er an die Themen geht – und punktet mit Ehrlichkeit. Angst vor unpopulären Themen hat er nicht. Er betont, wie wichtig Sparen sei und dass der Mittelstand wieder in den Fokus rücke. 


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Wahlforum Hohenloher Zeitung 

Vier Kandidaten mit ganz unterschiedlichen Charakteren: Hört man sich um, fällt einigen Wählern die Entscheidung nicht leicht. Die Hohenloher Zeitung fühlt den vier Kandidaten beim traditionellen Wahlforum auf den Zahn. Die zwei HZ-Redakteurinnen Yvonne Tscherwitschke und Stefanie Jani moderieren die Veranstaltung. Sie findet am Montag, 2. März, ab 19 Uhr in der Gemeinde- und Festhalle Nobelgusch in Pfedelbach statt.

Leserfragen werden berücksichtigt, wenn sie bis Freitag, 27. Februar, 18 Uhr, eingehen. Mail an: stefanie.jani@stimme-mediengruppe.de

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