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Bürgermeisterwahl Pfedelbach: Ina Krone will Ortskern stärken

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„Ein Bürgermeister muss vor Ort in der Gemeinde sein“: Ina Krone bewirbt sich um das Bürgermeisteramt in Pfedelbach. 

Kämmerin mit Liebe für Garten und Natur: Ina Krone möchte Pfedelbachs erste Bürgermeisterin werden. In Pfedelbach hat ihre berufliche Laufbahn begonnen
Kämmerin mit Liebe für Garten und Natur: Ina Krone möchte Pfedelbachs erste Bürgermeisterin werden. In Pfedelbach hat ihre berufliche Laufbahn begonnen  Foto: Jani, Stefanie

Mit Zahlen kann Ina Krone gut, das hat sie über 20 Jahre in ihrer Tätigkeit als Kämmerin bewiesen. Mit Menschen in Kontakt treten, Gespräche führen und nach Lösungen suchen, das ist ebenfalls ihre Leidenschaft. Und das ist nur ein Grund, warum sie sich gerade jetzt für das Bürgermeisteramt in Pfedelbach bewirbt. 

In Pfedelbach startete Laufbahn

Die 47-Jährige ist ein Kind Pfedelbachs. Geboren in Öhringen, aufgewachsen in Buchhorn. Zwischendrin hat Krone auch mal im Kernort selbst gelebt, weiß wo manchmal der Schuh drückt. „Ein Bürgermeister muss direkt im Ort leben, anders geht es nicht.“ Das ist ihre Devise.Tatsächlich hatte sie bereits vor einigen Jahren eine Chance auf einen Chefposten, an ihrer ehemaligen Wirkungsstätte in Spiegelberg, wo sie über 20 Jahre Kämmerin war.

„Für mich ist klar, wenn man nicht vor Ort ist, kann ich dem nicht gerecht werden“, erinnert sie sich. „Mein Chef kam immer montags mit einem Zettel ins Büro, da hat er sich die Sachen aufgeschrieben, die er am Wochenende aufgeschnappt hat.“

Guter Zeitpunkt für die Bewerbung 

Und es gab noch einen weiteren Grund, warum sie sich damals nicht beworben hat: „Die Kinder waren noch zu jung, sie hatten Vorrang“, Heute sind die beiden Kinder 11 und 14 Jahre alt und helfen eifrig beim Wahlkampf mit. Sei es Plakatieren oder Videos schneiden. Vor allem im Bereich soziale Medien ist sie für Unterstützung dankbar: Das ist für Krone bisher ungewohnt, gibt sie zu.

„Es ist schon auch wichtig, doch ich brauche einfach den Kontakt.“ Auf sozialen Netzwerken sei die Kommunikation einseitig. „Meine Familie steht hinter mir und auch mein Mann hat mich ermutigt“, so Krone. Mit so viel familiärer Unterstützung sei es der ideale Zeitpunkt, sich in Pfedelbach zu bewerben. 

Werdegang 

Es ist auch wie eine Rückkehr zu den Wurzeln. Mit 16 Jahren begann die zweifache Mutter ihre berufliche Laufbahn in Pfedelbach und absolvierte eine Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten. Im Backsteingebäude nur einen Steinwurf entfernt, wo der Vater schon die Schulbank drückte, verbrachte Krone ihre ersten Schuljahre.In Spiegelberg habe sie nicht nur den Blick von außen gehabt, sondern war Mädchen für alles. Anfangs mit wenig Personal, „da geht es nur mit 150 Prozent“, sagt sie, „aber das ist irgendwie auch mein Naturell, immer alles zu geben“.

Das vollständige Wahlprogramm präsentiert die zweifache Mutter in den kommenden Wochen. Bisher hat sie im Wahlkampf viel zugehört und Ideen in ihren Sechs-Punkte-Plan einfließen lassen. Dazu gehört unter anderem die Ortskernentwicklung. Senioren in die Stadtmitte, damit alles barrierefrei erreicht werden kann, und eben nicht außerhalb, das ist ihr Ziel. Gerade im Bereich Städtebauförderung gebe es neue Zuschussmöglichkeiten. Eine Vision wäre auch ein Ärztehaus im Kernort. 

Pläne für die Gemeinde

Wichtig sei zudem, die fitten Senioren auch einzubinden. Das Ehrenamt mit „Senioren für Senioren“ müsse man dringend am Leben erhalten und sogar das Potenzial noch stärker nutzen. Die Kommunikation möchte sie auch nach der Wahl aufrecht erhalten. Ein Unternehmer-After-Work etwa schwebt ihr vor.

Optimistisch ist sie beim Sorgenkind der Gemeinde, der Mensa. Es sei gut und wichtig gewesen, sie zu bauen. Gerade im Zuge der Ganztagsbetreuung an Grundschulen ist sie zuversichtlich, dass die Nachfrage noch anreiht. 

Aktivurlaub in der Freizeit 

In ihrer Freizeit sitzt die Buchhornerin ungern im stillen Kämmerlein. Der Natur- und Nutzgarten mit Zwetschgen-, Apfel und Kirschbäumen ist ihr Rückzugsort, wo sie zur Ruhe kommt. Mehr Bewegung braucht die Familie in der Freizeit.

Allesamt machen am liebsten Aktivurlaub. Campen oder eine Safari in Tansania waren Reiseziele. Angst, dass sich etwas ändert, vor allem wenn die neue Nachbarin Bürgermeisterin werde, hat sie nicht. Auch dann, sagt sie lachend, würde der Nachbar ihr noch gerne weiter erklären, wie man die Obstbäume fachgerecht schneidet. 

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