Bürgermeisterwahl Pfedelbach: Mark Dürr mit Visionen für Verwaltung
Wie es im Hohenlohekreis läuft, das weiß er schon, nun möchte Mark Dürr Erfahrung und Ideen in die Kommunalverwaltung bringen.

Wer in Pfedelbach schon mal mit Vereinsfußball in Berührung gekommen ist, dem ist Mark Dürr kein Unbekannter. Als rühriger Trainer und Organisator mischt er seit Jahren beim Sportverein in Untersteinbach mit. Was viele nicht wissen: Sein zweites Herz schlägt für die Verwaltung, schon genauso lange. Deshalb möchte er nun sein Engagement auf eine „höhere Ebene“ bringen, beschreibt der Untersteinbacher und hat sich für den Posten des Bürgermeisters beworben. Der Gedanke, einmal an die Verwaltungsspitze zu gehen, ist nicht neu.
Schon während des Studiums habe er sich das für später einmal vorstellen können. Dass jetzt der Posten in Pfedelbach ausgeschrieben wurde, sei vom Zeitpunkt ideal gewesen, meint er. Dürr ist Vater von zwei Töchtern und hat sich in früheren Jahren mit der Familie und kleinen Kindern einfach noch nicht bereit gefühlt: „Ich wollte auch nicht zu jung in so ein Amt und erst Berufserfahrung sammeln.“ Und er wollte für seine Töchter da sein. Nun sind sie zwölf und 15 Jahre alt, unterstützen den Vater eifrig. Für Dürr klar: Wenn er kandidieren würde, dann in seiner Heimat.
Gemeinschaft am Leben erhalten
Geboren ist Dürr in Nordrhein-Westfalen, doch er zog schon früh nach Untersteinbach. Die ganze Familie war immer aktiv am Ortsleben beteiligt. Der Onkel ist bis heute Ortsvorsteher. „Ich bin so aufgewachsen, etwas für andere zu tun. Das ist so in mir drin“, meint der 48-Jährige.
Die Liste seiner Ämter im Verein ist lang, und wenn es mal klemmt, ist er zu Stelle. Oft seien es auch nur Kleinigkeiten, die eine Gemeinschaft am Leben erhalten, etwa am Grill zu stehen beim Schlossfest.
Erfahrungen gesammelt
Während seiner Ausbildung hat er Einblick in die Pfedelbacher Verwaltung bekommen. Auch beruflich habe er sich immer mehr engagiert als er musste. „Ich glaube, ich war nie schnell genug im Nein sagen“, scherzt er. In der Coronazeit sammelte er Erfahrung als einer der Leiter des Impfzentrums.
Er erinnert sich: „Da ging es noch darum, dass die Leute nicht verstanden haben, warum sie noch nicht dran sind. Da musste man viel vermitteln.“ Und zu der Zeit ist er zur Einsicht gekommen: Die Bürger würden auch negative Entscheidungen verstehen, wenn man diese gut vermittelt und so könne man wieder mehr Verständnis und Vertrauen in der Politik schaffen, findet der.
Ziele für Pfedelbach
Photovoltaikanlagen auf öffentlichen Gebäuden sind zum Beispiel ein Thema, für das er sich stark macht. Die Gemeinde könnte sich hier deutlich besser aufstellen, vielleicht sogar einzelne Räume in Kindergärten und Schulen dann mit dem Strom klimatisieren. Als Untersteinbacher liegen ihm alle Bäder der Gemeinde am Herzen. Bei den Bädern könnte man auch eine Kooperation mit Öhringen anstreben und gemeinsam Stellen oder Leistungen gebündelt ausschreiben.
Einfach bei Lösungen um die Ecke denken, schlägt er vor, das gelte für viele Themen. Auch Verwaltungsprozesse so zu verändern, dass „sich Verwaltung nicht mit sich selbst beschäftigt“ und wieder mehr Zeit für die Bürger hat, ist für Dürr ein großes Thema. Kinder und Jugend seien ihm darüber hinaus ein Herzensthema. Denn er hat sich im Laufe der vergangenen Wochen umgesehen und festgestellt, dass einige Spielplätze renovierungsbedürftig sind.
Viel Vereinsarbeit in der Freizeit
In seiner Freizeit dreht sich bei ihm viel um den Verein. „Ich mag Kinder einfach unheimlich gerne“, sagt er. Deshalb ist er derzeit neben seinem Engagement in verschiedenen Vereinsposten Trainer in der Fußballjugend. Seit einigen Jahren gibt es in der Jugend eine Spielgemeinschaft zwischen Untersteinbach und Pfedelbach. Diese Zusammenarbeit hat Dürr vor acht Jahren mit vorangetrieben.
Beiden Mannschaften in einem Team? Das wäre früher undenkbar gewesen. Dass man als Bürgermeister Grenzen ziehen muss im Privaten, ist ihm bewusst. Natürlich kann jeder kommen, und „wenn ich da mal gerade am Rasenmähen bin, sag ich sorry, aber ich kümmere mich später drum. Das wird sich einspielen“.
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