Sperrmüll-Haufen blockiert Gehweg – wie die Stadt Heilbronn auf solche Fälle reagiert
Eine große Menge Sperrmüll blockiert einen Gehweg in Heilbronn. Immer wieder sorgt illegal abgelagerter Müll für Ärger. Was unternimmt die Stadt in solchen Fällen?
Es ist eine enorme Menge Sperrmüll, die am Dienstag in der Rosenbergstraße in Heilbronn zu sehen ist: Stühle, ein Regal, Matratzen, Teppiche und weitere Möbel. Der Müllhaufen blockiert sogar den Gehweg auf dem Foto, das unserer Redaktion übermittelt wird. Was unternimmt die Stadt in solchen Fällen?
Sperrmüll-Haufen blockiert Gehweg in Heilbronner Rosenbergstraße
Nur anhand des Fotos sei nicht klar, ob es sich um illegalen Müll handelt, erklärt Stadtsprecherin Claudia Küpper. „Da weder der Zeitpunkt der Aufnahme noch die genaue Adresse bekannt sind, konnte dies von den Entsorgungsbetrieben nicht überprüft werden.“

Allerdings sei der Haufen deutlich zu groß. Denn grundsätzlich gilt, dass nur eine Menge von drei Kubikmetern Sperrmüll abgeholt wird oder beim Recyclinghof abgegeben werden kann. Das entspricht praktisch einer Menge von drei neben- oder übereinander stehenden Würfeln, die jeweils eine Kantenlänge von einem Meter haben.
Sperrmüll in Heilbronn: Fängt einer an, wächst der Müllberg immer weiter
Klar ist, dass im Stadtgebiet immer wieder illegal Müll entsorgt wird. „Illegale Sperrmüllablagerungen entstehen häufig sehr kurzfristig und meist in den Abend- oder Nachtstunden“, erklärt Küpper. Oft wachse der Berg noch, weil weitere Menschen ihren Müll dazustellen.
„Dadurch kann sich innerhalb kurzer Zeit eine größere Menge ansammeln, bevor diese entdeckt oder gemeldet wird.“ Auch komme es oft vor, dass Sperrmüll teils viel zu früh vor der Abholung rausgestellt wird – die Stadt gibt vor, dass Sperrmüll ab 7 Uhr am Tag der Abholung rausgestellt werden soll.
Wird illegaler Müll in Heilbronn gemeldet, wird das vor Ort überprüft
Illegaler Müll werde der Stadt meist von Bürgern gemeldet oder über die städtische Webseite oder App „Mängelmelder“. Der Kommunale Ordnungsdienst oder die Waste Watcher würden die Hinweise dann vor Ort überprüfen und nachforschen, ob ein Sperrmülltermin angemeldet wurde.
Gibt es Hinweise, wer einen illegalen Müllberg verursacht hat, droht demjenigen ein Bußgeld. „Illegale Ablagerungen werden konsequent zur Anzeige gebracht“, betont Küpper. Wenn Sperrmüll Gehwege blockiert, müssen die Verantwortlichen die Hindernisse beseitigen.
Videoüberwachung gegen Müllsünder – Stadt Heilbronn verzichtet aktuell darauf
In der Vergangenheit hat die Stadt auch mobile Videoüberwachungsanlagen eingesetzt, um Müllsünder aufzuspüren. Die Kameratürme wurden an Standorten von Altglascontainern aufgebaut und haben zu einigen Anzeigen geführt.
Aktuell werde jedoch keine Videoüberwachung für diesen Zweck eingesetzt, teilt Stadtsprecherin Claudia Küpper mit. Der Grund sind „datenschutzrechtliche Anforderungen“ und rechtliche Voraussetzungen. Das Land hatte die Möglichkeiten für Städte und Gemeinden, Videoüberwachung zu nutzen, kürzlich deutlich ausgeweitet.
Sperrmüll-Abholung in Heilbronn dauert etwas länger – wegen Personalausfällen
Zeitweise war es selbst rechtschaffenden Heilbronnern nicht möglich, einen Termin für die Sperrmüll-Abholung zu vereinbaren. Denn ab Anfang April soll ein anderes Entsorgungsunternehmen den sperrigen Müll abholen, daher konnten Bürger für kurze Zeit keine Termine buchen.
„Online-Termine stehen inzwischen wieder ausreichend zur Verfügung“, erklärt Küpper. Allerdings gebe es aktuell viele Krankheitsfälle beim aktuellen Entsorger, weshalb es zu „geringfügigen Verzögerungen“ bei der Sperrmüllabholung komme. Für Fußgänger in der Rosenbergstraße gibt es derweil gute Nachrichten: Der Müllberg ist zum Ende der Woche verschwunden.
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Kommentare
Günther Knapp am 14.03.2026 16:45 Uhr
Müllsünder! Es ist üblich in einigen Stadtgebieten, dass jemend seinen Sperrmüll vor seinem Wohngebäude abstellt und einige Nachbarn meinen sie müssten ihren Müll, nicht nur Sperrmüll dazustellen. Meldet man dann tagelang vor dem Gebäude stehenden Müll dem zuständigen Amt, bleibt der Müll liegen obwohl auch in einem Müllbehältnis liegender Adressaufkleber zumindet einen Hinweis auf einen Müllsünder geben könnte. Es wäre in diesem Fall sehr einfach gewesen mit der Entsendung der von der Stadt organisierten sogenannten "Müllwatcher" einen der Verursacher zr Kasse zu bitten und so etwas zu erziehen! Wer zeigt schon gerne jemaden aus der Nachbarschaft an?
Leider gibt es immer mehr Menschen denen es egal ist, wie es in den Straßen ihrer Wohnumgebung aussieht und die offensichtlich erst zumindest etwas mit Bußgeldern erzogen werden müssen!