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Mehr Sicherheit erhofft: Schaltet Heilbronn das WLAN in der Innenstadt ab?

  
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Gratis-WLAN am Heilbronner Marktplatz lockt Problemgruppen an: Davon ist die CDU überzeugt und will den freien Internetzugang am Marktplatz versuchsweise abschalten. Eine Entscheidung sollte am Donnerstag im Gemeinderat fallen, doch der Tagesordnungspunkt wurde kurzfristig abgesetzt.


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Das Energieunternehmen Zeag betreibt am Marktplatz und an weiteren zentralen Stellen in der Heilbronner Innenstadt WLAN-Hotspots, die kostenlose Internetnutzung ermöglichen. Die CDU im Heilbronner Gemeinderat hat das selbst erklärte Ziel, den Marktplatz zum „sichersten Ort der Innenstadt“ zu machen, und sieht die Gratis-Surferei dabei als kontraproduktiv an.

„Das frei zugängliche WLAN wirkt dabei als unbeabsichtigter Magnet für Gruppen, die den öffentlichen Raum nicht nutzen, sondern dominieren“, heißt es in einem Antrag der Fraktion, der ursprünglich für die Gemeinderatssitzung am Donnerstag geplant war, jedoch als Tagesordnungspunkt kurzfristig gestrichen wurde. „Aufenthaltsqualität darf sich nicht gegen die Allgemeinheit richten.“ 

Freies Internet am Heilbronner Marktplatz: CDU will WLAN abschalten

Die Heilbronner Union fordert, das Netz am Marktplatz versuchsweise abzustellen. Die Verwaltung ist dagegen. Man habe dargelegt, „dass es keinen kausalen Zusammenhang zwischen der Verfügbarkeit von öffentlichem kostenfreien WLAN am Marktplatz und einer vermeintlichen Magnetwirkung oder dem Verweilen von Personengruppen im Umfeld des Marktplatzes gibt“.

Das Rathaus führt auch eine Statistik ins Feld. Demnach liegt die durchschnittliche Nutzungszeit bei sieben Minuten. Schon deshalb könne das Frei-Surfen kein relevanter Faktor sein. Einen ganz anderen Weg gehen SPD, Grüne, Freie Wähler (FWGHN) und FDP. Sie fordern in einem eigenen Antrag „eine flächendeckende Bereitstellung von kostenfreiem WLAN in der Innenstadt“.

Heilbronner Gemeinderat diskutiert am Donnerstag über WLAN 

Wird das Funknetz also eher aus- als abgebaut? Nicht, wenn es nach der Verwaltung geht. Sie will keinen Ausbau, aber auch keine weitere Einschränkung. Die maximale Nutzungszeit soll bei einer Stunde bleiben. Angesichts der Statistik zur durchschnittlichen Nutzung ist das üppig, Ausreißer nach oben gibt es nur während dem Weindorf.

Welchen Weg Heilbronn beim WLAN geht, bleibt vorerst weiter offen.




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