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So schnell, wie der alte Mieter den Laden in der Straße Am Wollhaus verlassen hat, so schnell scheint ein neuer Mieter gefunden worden zu sein. Auf der ehemaligen Ladenfläche von Spielwaren Letzel soll zwischen 15. und 20. August ein neuer Supermarkt mit dem Namen „Al Yasmin“ eröffnen.
Davon geht jedenfalls Ahmed Dabko aus. Seit sieben Jahren betreibt er einen Laden für Mobiltelefone in der Kaiserstraße in Heilbronn. Demnächst möchte der 31-Jährige Gemüse, Obst, Fleisch und andere Lebensmittel sowie Elektrogeräte im Laden des ehemaligen Spielwarengeschäfts verkaufen. „Beste Qualität, Sauberkeit – was den Leuten gefällt, nicht, wie es zuvor war.“
Neuer Supermarkt „Al Yasmin“ in ehemaliger Fläche von Spielwaren Letzel: Mehrere Verstöße des Vormieters festgestellt
Der Laden und der Vormieter waren in der Vergangenheit immer wieder in die Schlagzeilen geraten. Nachdem die Stadt dort mehrfach kontrollierte hatte, dauerte es Monate, bis die Verwaltung den Laden schloss. Beharrlich sei dort gegen lebensmittelrechtliche, jugendschutzrechtliche, abfallrechtliche, gewerberechtliche und baurechtliche Bestimmungen verstoßen worden, teilte die Stadt Heilbronn über den vorigen Mieter mit.
Konkret war der Müll nicht vorschriftsmäßig entsorgt worden, verdorbene Lebensmittel seien festgestellt und Tabakprodukte an Jugendliche verkauft worden, erklärte eine Sprecherin der Stadt Heilbronn damals auf Nachfrage. Derzeit sitzt der ehemalige Betreiber in Untersuchungshaft, da er gefälschte Tabakwaren verkauft haben soll.
Für einen arabischen Supermarkt in der Straße Am Wollhaus ist ein neuer Mieter gefunden worden. Foto: Jürgen Kümmerle
Foto: Kümmerle, Jürgen
Neuer Betreiber will mit Sauberkeit und Qualität für besseren Ruf sorgen
Damit soll im „Al Yasmin“ Schluss sein, erklärt Dabko, der vor zehn Jahren aus Syrien nach Deutschland gekommen ist. Er wisse um das, was dort im Laden passierte. Dass der Ruf des Geschäfts darunter nicht gelitten habe, denkt er nicht. Er blicke zuversichtlich auf den Neustart und in die Zukunft. „Unsere Kunden kennen uns. Wir sind sauber und ehrlich.“ Dabko möchte den Supermarkt gemeinsam mit einem Bekannten aus Berlin betreiben, der dort bereits zwei Geschäfte führt und in Kürze eine Shisha-Bar eröffnen möchte.
Historie
1946 beginnt die Firmengeschichte von Spielwaren Letzel in einem Keller eines zerbombten Hauses in der Klarastraße. 1957 entsteht das Gebäude in der Straße Am Wollhaus. Dorthin zieht Spielwaren Letzel und betreibt das Geschäft bis 2020. Drei Jahre lang steht der Laden leer bis im Herbst 2023 ein arabischer Supermarkt eröffnet. Die Stadt Heilbronn schließt das Geschäft im Juli. Mitte August möchte ein neuer Betreiber einen europäisch-arabischen Supermarkt eröffnen.
Arabische und europäische Produkte soll es zu kaufen geben. Das Fleisch soll von einer Metzgerei aus Deutschland bezogen werden, die in Deutschland schlachtet und weiterverkauft, erklärt Dabko. Im Untergeschoss des Ladens sollen Fleisch und Käse verkauft werden. Obst und Gemüse sollen draußen vor dem Geschäft in Regalen aufgebaut werden. „Wenn die Stadt es erlaubt“, sagt Dabko.
Stadt Heilbronn kündigt Kontrollen vor und zum Betriebsstart des Supermarkts an
„Konkrete Aussagen zu einem neuen künftigen Ladengeschäft und dem Betreiber werden von uns nicht getätigt“, teilt eine Sprecherin der Stadt Heilbronn mit. Mit Blick auf die Vorwürfe gegen den Vormieter und die Hygieneverstöße im Laden heißt es aus dem Rathaus, dass für den Verkauf von Fleisch- und Wurstwaren zahlreiche Vorschriften gelten. Damit die eingehalten werden, kontrolliere die Lebensmittelüberwachung des Ordnungsamts. „In begründeten Fällen kann bereits vor oder zum Betriebsbeginn ein Ortstermin erfolgen“, teilt die Sprecherin weiter mit.
Neben der Lebensmittelüberwachung werden möglicherweise weitere Ämter wie die Gewerbebehörde, das Baurechtsamt oder die Arbeitsschutzbehörde an den Kontrollen beteiligt. Der Verkauf von Lebensmitteln im Einzelhandel sei erlaubnisfrei.
Vermieter setzt auf störungsfreien Betrieb und hofft auf Belebung der Innenstadt
Der Eigentümer und Vermieter des Ladens lebt im Landkreis Heilbronn. Namentlich möchte er nicht in der Zeitung stehen. Für das Geschäft habe es mehrere Interessenten gegeben, alle hätten ähnliche Pläne gehabt, erklärt er. Er freue sich über den neuen Mieter. „Es muss Leben in die Stadt kommen. Das ist wichtig für Wirtschaft und Tourismus.“ Er habe im Laden des vorherigen Mieters immer mal wieder vorbeigeschaut.
„Ich verstehe nicht, was die von einem illegalen Betrieb hatten. Der Laden ist doch gut gelaufen.“ Er ist zuversichtlich, dass das Geschäft mit dem neuen Mieter störungsfrei läuft. „Die Jungs wollen das richtig angehen.“
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