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Schnelles Internet: Möckmühls Sonderweg beim Breitbandausbau ist richtig

  
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Ist es eine Kernaufgabe der Kommunen, für schnelles Internet zu sorgen? Ja, und wenn die Planung und die Aufsicht über die Baustellen in Eigenregie erfolgt ist das zwar teuer, funktioniert aber besser.

Vielerorts werden Glasfaser-Kabel verlegt, wie hier in Neudenau. Nicht immer verläuft der Ausbau reibungslos.
Vielerorts werden Glasfaser-Kabel verlegt, wie hier in Neudenau. Nicht immer verläuft der Ausbau reibungslos.  Foto: Wittmer, Frank

Möckmühl ging in der Vergangenheit gerne mal einen Sonderweg: Bei der Wärmeplanung im Konvoi ist die Stadt als einzige Jagsttalgemeinde nicht an Bord, auch bei anderen wichtigen Dingen wie dem Flächennutzungsplan oder der Planung von Öko-Ausgleichsmaßnahmen hängt man hinterher. 

Beim Breitband hat Möckmühl aber – im Nachhinein gesehen – vieles richtig gemacht. Statt den Ausbau komplett einem Netzanbieter zu überlassen, hat man die Infrastruktur lieber selbst auf Vordermann gebracht. Der Vorteil: Wann und wie Straßen aufgerissen, Gräben gezogen und wieder zugeschüttet werden und Anwohner nicht oder nur erschwert zu ihren Häusern kommen, hat man selbst in der Hand. Zudem lassen sich ohnehin anstehende Straßensanierungen mit dem Verlegen von Glasfaser besser koordinieren. 

Breitband-Ausbau: Wochenlanger Ärger über Baustellen blieb Möckmühl erspart

Der wochenlange Ärger vieler anderer Kommunen blieb den Möckmühlern und Züttlingern erspart. Finanziell ist der 20-Millionen-Ausbau zwar ein schweres Pfund – wenn über die Förderung 90 Prozent wieder zurückfließen, aber auch für eine Stadt wie Möckmühl machbar. Wichtig dabei ist die Aussage des Bürgermeisters Simon Michler, dass schnelles Internet mittlerweile ebenso zu den Kernaufgaben der Kommunen gehört wie Strom oder Wasser.

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