Mit Volldampf Richtung Klimaneutralität
Mit Möckmühl ist die letzte Kommune im Landkreis auf den Zug aufgesprungen. Besonders in den historischen Altstädten ist die Umstellung auf regenerative Heizungen schwierig. Die Klimaagentur des Landkreises muss hier helfen.

Spät, aber noch nicht zu spät, ist Möckmühl als letzte Kommune im Landkreis auf den Zug kommunale Wärmeplanung aufgesprungen. Bedauerlich ist nur, dass die Kommunen im Jagsttal im Konvoi schon unterwegs sind, bei dem Möckmühl als einwohnerstärkste Stadt nun fehlt. Die Probleme sind ja die gleichen: Überwiegend ältere Häuser, teilweise sogar denkmalgeschützt, sollen eine Wärmequelle bekommen, die bestenfalls klimaneutral ist. Das kommt der Quadratur des Kreises gleich. Private Häusles-Besitzer sind mit der Frage oft überfordert: Macht eine Wärmepumpe Sinn, oder schafft eine Pelletheizung wohlige Wärme, ohne das Klima zu belasten?
Die Hoffnung auf ein flächendeckendes Wärmenetz hat sich vielerorts schon zerschlagen: Die Kosten sind hoch, sowohl für den Leitungsbau als auch für den Endabnehmer. Dabei macht die externe Versorgung gerade in den historischen Stadtkernen mehr Sinn als in Neubaugebieten, wo die Häuser energetisch schon auf dem neuesten Stand sind. Externe Expertise tut also Not. Hier muss die Klimaschutzagentur des Landkreises die Richtung vorgeben. Mittlerweile sind alle Kommunen durchgestartet. Das Ziel der Klimaneutralität im Jahr 2040 ist außerordentlich ehrgeizig. Wenn alle in den nächsten Jahren Volldampf auf den Kessel geben, ist das aber zu schaffen.
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