Mehr Gesprächskultur auf beiden Seiten nötig
Der Start ins neue Jahr war für Oberbürgermeister Steffen Hertwig und das Rathaus-Team holprig. Inhalte bleiben hinter dem manchmal selbstherrlichen Tonfall auf der Strecke.

Der Start ins neue Jahr war für Oberbürgermeister Steffen Hertwig und das Rathaus-Team holprig. Erst gab es die Datenpanne beim Verschicken der Grundsteuerbescheide, dann den Brandbrief einiger Händler in der Innenstadt. Dass es im Gemeinderat bei der Haushaltsdebatte statt Kritik aber eher Lob für die Verwaltung gab, verwundert nur auf den ersten Blick.
In „Meckersulm“ wird mitunter schweres Geschütz aufgefahren
Für die Datenpanne hat sich Hertwig zwar entschuldigt, der Fehler war aber bei dem beauftragten externen Dienstleister zu suchen. Und dem Brandbrief der Händler hat beispielsweise Grünen-Fraktionssprecher Stefan Müller den „irritierenden Charakter einer Generalabrechnung“ attestiert.
Beides taugt also nicht dazu, dem OB an den Karren zu fahren. In „Meckersulm“, wie es CDU-Sprecher Eberhard Jochim bezeichnet hat, wird auf Socialmedia und in persönlichen Zuschriften mitunter schweres Geschütz aufgefahren. Zuletzt musste der OB sogar Strafanzeige wegen Beleidung stellen.
Man kann durchaus anderer Meinung sein, was zum Beispiel die Zukunft des Aquatoll oder des Schlossplatzes anbelangt. Statt aber nur zu schimpfen, sollte man gelegentlich auch zuhören. Etwas mehr Offenheit und Gesprächskultur würde beiden Seiten gut tun. Dann würden Inhalte gegenüber dem manchmal selbstherrlichen Tonfall wieder mehr in den Vordergrund rücken.
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