Patrick Dillig wird neuer Bürgermeister in Eberstadt
Mit 80,06 Prozent gewinnt Patrick Dillig die Bürgermeisterwahl in Eberstadt. Stephan Franczak ist dagegen chancenlos: Er erhält 19,43 Prozent der Stimmen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 63,67 Prozent.

Eberstadt hat entschieden und Patrick Dillig zum neuen Bürgermeister für die nächsten 8 Jahre gewählt. 80,06 Prozent der Stimmen entfielen auf den 46-Jährigen, das entspricht 1265 Stimmen. 19,43 Prozent der Eberstädter wählen Stephan Franczak, das sind 307 Stimmen. Die Wahlbeteiligung liegt bei 63,67 Prozent.
Schulhaus in Eberstadt als Wahlzentrale
Das alte Schulhaus in Eberstadt fungiert an diesem besonderen Abend als Wahlzentrale. Nach und nach laufen die Ergebnisse aus den einzelnen Wahllokalen ein. Die Spannung ist zum Greifen, zahlreiche Einwohner sind vor Ort, um aus erster Hand zu erfahren, wer ihr Bürgermeister für die kommenden acht Jahre sein wird: Verwaltungsfachwirt Patrick Dillig (46) aus Bad Friedrichshall oder Stephan Franczak (47), von Haus aus Sozialwissenschaftler, und seit 2015 Bürgermeister in Eberstadt? Auch einige Rathauschefs aus den Nachbarorten sind gekommen und warten aufs Endergebnis.
Turbulente Wochen vor der Wahl in Eberstadt
Die zurückliegenden Wochen waren turbulent. Im Juli war das Flugblatt einiger Eberstädter Ortsgespräch, die damit einen Gegenkandidaten für die Wahl am 17. September suchten. Patrick Dillig hatte zu diesem Zeitpunkt seine Bewerbung noch nicht abgegeben. Außerdem kritisierten die fünf Unterzeichner den Führungsstil und die Arbeit von Amtsinhaber Stephan Franczak.
Mitte August sorgte der Bürgermeister selbst für Gesprächsstoff, auch außerhalb der Gemeindegrenzen: Er zog seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit überraschend zurück. Seine Begründung: unter anderem anhaltende Arbeitsüberlastung bei gleichzeitiger Personalknappheit im Rathaus. Nur fünf Tage später und nur wenige Stunden vor Ablauf der Bewerbungsfrist reichte Franczak seine Bewerbungsunterlagen doch wieder ein.
Erst der Rückzug, dann der Rückzug vom Rückzug: ein bis dato regionsweit einmaliges Vorgehen eines Bürgermeisters. Franczaks Erklärung für die erneute Kehrtwende: Viele Eberstädter hätten ihn bestärkt, weiterzumachen, er wolle sich nicht von den Flugblattunterzeichnern „vom Hof jagen lassen“.
Die Wahlkampfzeit in der 3200-Einwohner-Kommune wurde zunehmend emotional, Franczak-Fans und Dillig-Anhänger beäugten sich argwöhnisch. Zuletzt dürfte ein Pro-Dillig-Flyer noch einmal finalen Gesprächsstoff geboten haben: Etliche ortsbekannte Eberstädter warben vor wenigen Tagen mit ihrem Namen für den Herausforderer.
Kommentare öffnen





Stimme.de
Kommentare