Bürgermeisterwahl in Eberstadt: Stephan Franczak wirkt seltsam blass
An Franczaks Niederlage sind nicht andere schuld. Der Rathauschef hat sich mit seinem Zickzackkurs selbst demontiert, findet unsere Autorin.
Dass ein Bürgermeister nach nur einer Amtszeit herausgefordert wird, kommt nicht allzu oft vor. Dass der Herausforderer den Sieg davonträgt − noch dazu einen so deutlichen − hat Seltenheitswert. Patrick Dillig hat es geschafft. Gegen den Sozialwissenschaftler Stephan Franczak punktete Dillig mit Fachkompetenz. Er war in den vergangenen Wochen ein unermüdlicher Trommler in eigener Sache, stets präsent und gut informiert. Dagegen blieb der Wahlkampf von Stephan Franczak seltsam blass − obwohl doch gerade er nach seinem Rückzug vom Rückzug allen Grund gehabt hätte, Boden gutzumachen.
Franczaks hat sich mit Zickzackkurs selbst demontiert
Von einem Bürgermeister erwartet man, dass er berechenbar, weitsichtig, reflektiert und verlässlich ist. Franczaks Zickzackkurs bei der Kandidatur war genau das Gegenteil davon. An seiner Niederlage sind nicht andere schuld, nein, der Rathauschef hat sich selbst demontiert − auch weil es ihm in den vergangenen acht Jahren immer wieder an Verlässlichkeit mangelte.
Patrick Dillig hat viele Hoffnungen geschürt − sowohl bei Sachthemen als auch im Miteinander. Nun muss er den Beweis erbringen, dass er sie erfüllen kann. Er selbst hat die Messlatte hoch gelegt.
Kommentare öffnen



Stimme.de
Kommentare