Kreisumlage steigt „nur“ um zwei Punkte an
Am Montag, 4. Mai, wird in der Sitzung des Kreistags in Neckarsulm der Haushaltsplan verabschiedet. Die Ertragslage hat sich leicht verbessert, daher steigt die Abgabe der Kommunen weniger.

Der Landkreis muss wie die Kommunen auch den Gürtel deutlich enger schnallen. Im Kreishaushalt 2026 klafft ein Defizit von 8,2 Millionen Euro. Das Finanzloch ist auch nur deswegen nicht so groß ausgefallen, weil Landrat Norbert Heuser und Kreiskämmerer Thomas Schuhmacher allen Dezernaten eine eiserne Sparrunde auferlegt haben. Die Folge wäre für die Kreiskommunen gewesen, dass die Kreisumlage um drei Punkte auf 31 Prozent steigen sollte. Dies hat zu Kritik bei Bürgermeistern und den Fraktionen geführt.
Nun rudert die Kreisverwaltung zurück: Bei der Sitzung am Montag, 4. Mai, ab 14 Uhr in der Franz-Binder-Verbundschule in Neckarsulm soll der Kreistag eine Erhöhung lediglich um zwei Prozentpunkte beschließen. Hauptgrund sind die Schlüsselzuweisungen des Landes, die um 4,8 Millionen Euro gestiegen sind.
Personal- und Sozialkosten steigen weiter an
Auch andere Zuweisungen fallen besser aus, als im Oktober 2025 noch angenommen. Daher kann bei der Erhöhung der Kreisumlage auf einen Punkt verzichtet werden, was Weniger-Einnahmen von 7,3 Millionen Euro bedeutet. Dennoch erzielt der Kreishaushalt eine Verbesserung auf der Ertragsseite von insgesamt rund 3,2 Millionen Euro.
Allerdings steigen die Personalaufwendungen um zwei, die Kosten für die Eingliederungshilfe um 3,5 Millionen Euro. Insgesamt verschlechtert sich die Ausgabenseite um 6,7 Millionen Euro. Größte Investition 2026 wird eine Rate für den Neubau des Kreisberufsschulzentrums in Heilbronn-Böckingen über zwölf Millionen Euro sein. Der Fehlbetrag im Kreishaushalt 2026 wird sich auf 11,7 Millionen Euro erhöhen, was durch Rücklagen bisher noch ausgeglichen werden kann.
Kommentare öffnen
Stimme.de
Kommentare