DLRG warnt: Hunderte Schwimmbäder vor Aus – Blick auf Lage in der Region Heilbronn
Jedes siebte Schwimmbad in Deutschland ist von der Schließung bedroht. Davon geht die DLRG aus. So reagieren Städte und Kommunen in der Region Heilbronn darauf.
Ohne umfassende Sanierungen schließt nach Erwartungen der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) jedes siebte öffentliche Schwimmbad in Deutschland in den kommenden drei Jahren. Es geht laut einer Pressemitteilung um 800 Einrichtungen. Die Region Heilbronn ist hingegen gut aufgestellt.
Das Soleo in Heilbronn soll durch einen Neubau ersetzt werden, weil der Bildungscampus in den kommenden Jahren in Richtung Innenstadt wächst und unter anderem Sauna und Hallenbad im Weg sind. Leingarten hat in seine Attraktion genauso investiert wie Oedheim, und Bad Rappenau bekennt sich zu seinem geplanten Ausgaben ins Rappsodie.
Hallenbäder vor dem Aus? Möckmühls Bad ist laut Bürgermeister in einem guten Zustand
Andere Kommunen in der Region stehen hinter ihren Hallenbädern, selbst wenn sie derzeit keine Millionen-Beträge in die Substanz stecken. Dazu gehört Möckmühl. Die Stadt hat vor etwa eineinhalb Jahrzehnten ihr Hallenbad auf Vordermann gebracht. „Es ist in einem guten Zustand“, sagt Bürgermeister Simon Michler. Größere Investitionen in absehbarer Zeit erwartet er deshalb nicht.
Großes Sorgenkind in Möckmühl ist das Personal. Der Bademeister geht in den Ruhestand, eine Bewerbung für die Nachfolge habe es gegeben, sagt Simon Michler. Für dieses Mal sei die Nachfolge geregelt. Er will sich mittelfristig mit Nachbarkommunen zusammensetzen, ob beim Personal gemeinsame Lösungen denkbar sind. „Daran muss man arbeiten.“

Bäder in Möckmühl und Neudenau setzen auf Ehrenamtliche
Möckmühls Bürgermeister Simon Michler hat sich zum gemeinsamen Bademeister bereits mit Adelsheim unterhalten. Mit Neudenau kann er sich ein solches Gespräch ebenfalls vorstellen. Möckmühl setzt auf ehrenamtliche Rettungskräfte beim Badebetrieb, Neudenaus Freibad ist ohne Ehrenamt nicht vorstellbar.
In Neudenau betreiben die Freibadfreunde das Freibad. Vor Monaten hat es bereits Überlegungen gegeben, ob man sich in Sachen Bademeister mit anderen Bädern zusammentun sollte. Vor allem mit Gundelsheim wollten die Verantwortlichen in Neudenau reden. Entschieden ist in Neudenau nichts.
Öhringen investiert: So steht es um Sauna, Freibad und Hallenbad
Öhringens Kämmerer Patrick Müller bewertet den Bäder-Zustand als gut. Die Stadt nimmt fürs Freibad im Stadtteil Michelbach 3,5 Millionen Euro in die Hand. In der Kernstadt wird ebenfalls gehandelt. Nach dem Saunabrand im Rendelbad übernehme die Versicherung die Kosten, im Badebereich seien unter anderem Elektronik und Dämmung durch den Brand in Mitleidenschaft gezogen und deshalb erneuert worden, sagt der Kämmerer.
Generell aber gilt für ihn: Es gebe keinen grundlegenden Investitionsstau.
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