Stimme+
Am ehemaligen Kernkraftwerk
Zur Merkliste Lesezeichen setzen

Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz geplant – Neckarwestheim stimmt für weitere Schritte

   | 
Lesezeit  1 Min
Erfolgreich kopiert!

Neben dem ehemaligen Kernkraftwerk in Neckarwestheim könnte ein Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz entstehen. In der Gemeinderatssitzung wurde ein Grundstein für die Planung des KI-Rechenzentrums der Netze BW gelegt.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Mit einem Abschaltfest ging das Kernkraftwerk Neckarwestheim 2023 vom Netz. Zwei Jahre später ist weiterhin unklar, wie das Grundstück nach dem Rückbau genutzt werden könnte. Für ein rund 2,5 Hektar großes Gelände nordöstlich des Energieparks im Steinbruch bestehen nun allerdings Pläne.

Die Dienstleistungssparte der Netze BW plant, dort ein Rechenzentrum zu bauen. Damit soll die nötige Infrastruktur für die Nutzung von Künstlicher Intelligenz geschaffen werden. Das „Pilotprojekt“, wie es in Unterlagen der Gemeinde genannt wird, befindet sich allerdings noch am Anfang der Planung. Zunächst muss der Gemeinderat in Neckarwestheim dem nächsten Schritt zustimmen: der Erstellung eines Bebauungsplans.

Nächster Schritt für KI-Rechenzentrum in Neckarwestheim: Gemeinderat stimmt zu

In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch, 7. Mai, geht es um einen Aufstellungsbeschluss für ein mögliches Baugebiet. „Er ist daher ein erster und wichtiger Schritt für den Start der weiteren Bebauungs-, Vorhabens- und Erschließungsplanungen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Netze BW.

Die Entscheidung der Gemeinderäte fällt am Mittwoch positiv für das Projekt aus: Der Aufstellungsbeschluss ist einstimmig beschlossen worden. Allein mit der Zustimmung der Gemeinde für die Aufstellung eines Bebauungsplans ist das KI-Rechenzentrum aber noch keine beschlossene Sache. In der aktuellen, frühen Planungsphase müsse die „generelle Machbarkeit“ erst noch geprüft werden.

KI-Rechenzentrum in Neckarwestheim: Das ist der Zeitplan

Erst wenn eine endgültige Baugenehmigung vorliege und alle Rahmenbedingungen stünden, will die Netze BW über die Investition entscheiden, so das Tochterunternehmen der EnBW. Bei einem idealen zeitlichen Verlauf könnte das 2026 der Fall sein. Daraufhin sei die Inbetriebnahme des KI-Rechenzentrums Anfang 2028 möglich. Zuvor seien auch noch Umweltgutachten nötig, die teilweise schon angestoßen wurden, so Netze BW.

„Grünes“ KI-Rechenzentrum in Neckarwestheim

Die Netze BW hat laut eigenen Angaben die Vision von einem grünen Rechenzentrum. Im Energiekreislauf soll der gesamte Strom aus erneuerbarer Energie wie Windkraft und Photovoltaikanlagen kommen. Außerdem solle das Pilotprojekt möglichst effizient sein, auch die Abwärme solle genutzt werden, heißt es in der Pressemitteilung. 

Ein Schritt in der Planung sei auch, zu prüfen, wo die Abwärme genutzt werden könnte. Netze BW kann sich neben der kommunalen Wärmeversorgung auch landwirtschaftliche oder gewerbliche Anwendungen vorstellen. Im Energiepark mit dem Kernkraftwerk, das zurückgebaut wird, könnte sich demnach auch weiter ein Nutzen finden.

Aber warum wird das Rechenzentrum für Künstliche Intelligenz gerade in der Nähe des alten Atomkraftwerks geplant? Die Netze BW argumentiert mit der vorhandenen Infrastruktur durch das GKN. Außerdem ist das Gebiet mit der Kreisstraße 2081 auch verkehrstechnisch gut erschlossen.

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben