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Europäisches Chat-GPT

Knapp 500 Millionen Dollar von Schwarz-Gruppe, Bosch und anderen für KI-Start-up Aleph Alpha

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Die Schwarz-Gruppe, der Innovationspark Künstliche Intelligenz, Bosch und SAP geben fast eine halbe Milliarde Euro für die große europäische KI-Hoffnung. Es ist der zweitgrößte KI-Deal bislang in Deutschland.

von Jürgen Paul und dpa
Eingerahmt von viel Prominenz verkündete Aleph-Alpha-Gründer Jonas Andrulis (zweiter von links) am 28. August in Heilbronn die Partnerschaft mt dem Ipai.
Foto: Ralf Seidel
Eingerahmt von viel Prominenz verkündete Aleph-Alpha-Gründer Jonas Andrulis (zweiter von links) am 28. August in Heilbronn die Partnerschaft mt dem Ipai. Foto: Ralf Seidel  Foto: Seidel, Ralf

Ende August hatten der Innovationspark Künstliche Intelligenz (Ipai) und das Heidelberger KI-Start-up Aleph Alpha eine Zusammenarbeit angekündigt. Nun beteiligen sich die Schwarz-Gruppe und die Dieter-Scharz-Stiftung über den Ipai an der nächsten Finanzierungsrunde für den deutschen Hoffnungsträger im Bereich Künstlicher Intelligenz.

Knapp 500 Millionen Dollar von Schwarz-Gruppe, Bosch und anderen für KI-Start-up Aleph Alpha

Mehr als eine halbe Milliarde US-Dollar (486 Millionen Euro) wird Aleph Alpha von Schwarz-Gruppe, der Dieter-Schwarz-Stiftung, dem Stuttgarter Technologiekonzern Bosch und weiteren Unternehmen erhalten.


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Auch der Software-Riese SAP, das US-Unternehmen Hewlett Packard Enterprise, der Berliner Investor Christ & Company und Burda Principal Investments sind bei der mit Spannung erwarteten zweiten Finanzierungsrunde mit an Bord. Auch bestehende Investoren beteiligen sich an der Finanzierungsrunde. Das teilte Aleph-Alpha-Gründer Jonas Andrulis am Montag in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin mit.

Die europäische Variante von ChatGPT?

Das Heidelberger KI-Unternehmen entwickelt ein Sprachmodell, ähnlich wie das amerikanische Start-up OpenAI mit ChatGPT. Das selbst entwickelte Sprachmodell Luminous ist in der Lage, Informationen und Zusammenhänge auf Korrektheit und Nachvollziehbarkeit zu überprüfen und damit auch eine Variante der "vertrauenswürdigen KI", auf die man in Europa viel Wert legt.

Aleph Alpha hat sich dabei auf die Bereiche Öffentliche Verwaltung und Industrie spezialisiert. Bei seinem Auftritt am 28. August in Heilbronn hatte Andrulis betont, dass die regionalen Mittelständler ein entscheidender Partner in der künftigen Kooperation mit dem Ipai seien.


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"Mit dieser jüngsten Investition werden wir unsere Fähigkeiten weiter ausbauen und unseren Partnern ermöglichen, an der Spitze dieser technologischen Entwicklung zu stehen", sagt Aleph-Alpha-Chef Andrulis. Sein Unternehmen werde das Angebot an KI-Anwendungen kontinuierlich erweitern. In sensiblen Bereichen und in strategischen Umgebungen, für die Souveränität eine zentrale Rolle spiele, werde Aleph Alpha "weiterhin die beste Option sein", versprach Andrulis.

Andrulis warnt: Nicht zu viel regulieren!

Derzeit beschäftigt das 2019 gegründete Heidelberger Start-up rund 60 Mitarbeiter. In Richtung Politik appellierte der Gründer, es bei der KI-Regulierung nicht zu übertreiben. "Wir brauchen auch noch ein paar Feldspieler, nicht nur Schiedsrichter", sagte Andrulis.


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Wie das "Manager Magazin" schreibt, übernimmt die Schwarz-Gruppe mehr als zehn Prozent der Aleph-Alpha-Anteile. Die Neckarsulmer hätten bei der Finanzierungsrunde zudem die US-Techkonzerne Intel und Nvidia ausgestochen, die bereits vor vielen Wochen ihr Interesse an Aleph Alpha bekundet hatten, schrieb das Magazin.

Das sagt die Schwarz-Gruppe Schwarz IT über das KI-Start-up

"Aleph Alpha wird die Zukunft der generativen KI gestalten und neue Standards für diese Schlüsseltechnologie setzen", sagt Rolf Schumann, Co-Vorstand von Schwarz Digits, der Digital-Sparte der Schwarz-Gruppe. Damit passe das Start-up perfekt zu den souveränen Cloud- und Cyber-Security-Angeboten Stackit und XM Cyber der Neckarsulmer. "Mit dieser Technologie können wir unsere digitalen Services weiter optimieren - sowohl für die Unternehmen der Schwarz-Gruppe als auch für unsere externen Kunden", erläutert Schumann.


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Der zweitgrößte KI-Deal

Der Aleph-Alpha-Deal ist der bislang zweitgrößte KI-Deal in Deutschland. Im Mai dieses Jahres waren es wohl noch ein paar Millionen mehr: Damals kaufte der US-Konzern Service Now das Berliner Start-up G2K – angeblich für einen hohen dreistelligen Millionenbetrag. Die G2K-Software analysiert riesige Datenbestände.

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