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ChatGPT-Konkurrent aus Heidelberg

Aleph Alpha: Welche Mission das KI-Startup verfolgt

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Aleph Alpha, der neue Partner des Heilbronner KI-Parks möchte sich bewusst von den US-Konkurrenten abgrenzen. Welche Ziele das Heidelberger Start-up verfolgt und warum bei der Kooperation nicht kommerzielle Interessen im Vordergrund stehen.

Das ist er: Heilbronns OB Harry Mergel (links) und Bundesdigitalminister Volker Wissing (rechts) plaudern mit Aleph-Alpha-Gründer Jonas Andrulis.
Foto: Seidel
Das ist er: Heilbronns OB Harry Mergel (links) und Bundesdigitalminister Volker Wissing (rechts) plaudern mit Aleph-Alpha-Gründer Jonas Andrulis. Foto: Seidel  Foto: Seidel, Ralf

"Wir sind ein missionsgetriebenes Unternehmen", sagt Jonas Andrulis gleich zu Beginn seiner Ausführungen am Montag auf dem Heilbronner Bildungscampus. Der Gründer und Geschäftsführer des Heidelberger Start-up-Unternehmens Aleph Alpha will damit klarstellen, dass er anders tickt als seine US-Rivalen wie etwa Open-AI.

Aleph Alpha: Einziger echter Konkurrent zu ChatGPT

Die Amerikaner haben es mit ihrem Chatbot ChatGPT geschafft, weltweite Aufmerksamkeit für das sperrige Thema Künstliche Intelligenz (KI) zu erzeugen. Seit Ende 2022 können Nutzer das KI-Sprachmodell GPT-3 und dessen Nachfolger mit Fragen oder Aufgaben füttern, deren Antworten und Ausführungen von Version zu Version immer besser und genauer werden. Wie diese Antworten konkret zustande kommen, bleibt aber unklar.

 


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Jeder Nutzer soll die Quellen überprüfen können

Das wollen Jonas Andrulis und seine mittlerweile 60 Mitstreiter von Aleph Alpha ändern. Das 2019 gegründete Unternehmen hat im April 2022 sein KI-basiertes Sprachmodell Luminous auf den Markt gebracht, das von der Funktionsweise mit GPT-3 vergleichbar ist, allerdings einen großen Unterschied hat. Laut Andrulis ist Luminous weltweit das erste KI-Sprachmodell, das Erklärbarkeit und Nachvollziehbarkeit bietet. Das heißt, jeder Nutzer kann überprüfen, aus welchen Quellen das Sprachmodell seine Inhalte generiert. "Man kann bei jeder faktischen Aussage sehen, woher die Belege dafür kommen. Aber auch, was dagegen spricht", sagte Andrulis im Juni dieses Jahres der "Wirtschaftswoche".

Einsatz in Verwaltungen und Unternehmen

Die Heidelberger sehen in dieser Transparenz einen Wettbewerbsvorteil, weil sie als Kunden ihrer KI-Anwendungen vor allem öffentliche Verwaltungen und Branchen wie Banken, Versicherungen und Gesundheit im Fokus haben - "Bereiche, die in hohem Maße auf vertrauenswürdige Informationen angewiesen sind", wie Andrulis betont. So testen beispielsweise die Stadtverwaltung von Heidelberg und das Land Baden-Württemberg KI-Anwendungen von Aleph Alpha.

 


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Hohe Nachfrage nach den Anwendungen sorgt für Kapitalbedarf

Die Nachfrage nach den Dienstleistungen der Heidelberger wächst rasant, und damit auch der Finanzbedarf. Bis etwa Mitte des Jahres hatte Aleph Alpha gerade mal 28,8 Millionen Euro eingesammelt - zu wenig, um das Geschäftsmodell nennenswert zu skalieren. Zuletzt investierten unter anderem die Tech-Riesen SAP, Intel und Nvidia in das Start-up, die Rede ist von 100 Millionen Euro. Zum Vergleich: Open-AI, der Erfinder von ChatGTP, hat von Microsoft eine Zusage über zehn Milliarden Dollar.

Geld ist wichtig, aber nicht alles, wie Andrulis in Heilbronn klarmacht, als er die Kooperation mit dem KI-Park Ipai erläutert. "Wir haben uns hier nicht kommerziellen Interessen verschrieben, sondern der gemeinsamen Mission."

 


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