Weniger Homeoffice in Teilen der Schwarz-Gruppe – auch bei Lidl und Kaufland?
Die Homeoffice-Regeln werden in drei Bereichen der Schwarz-Gruppe verschärft, während sie in anderen bleiben. So ist die Situation bei Kaufland und Lidl.
Die Homeoffice-Regelungen bei der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe sorgen für Unruhe in der Belegschaft. Denn nicht zum ersten Mal wird dieses Thema in der Gruppe kontrovers diskutiert. Auch künftig dürfte es in den verschiedenen Unternehmen der Gruppe zu unterschiedlichen Regelungen der Arbeitsweise kommen.
Homeoffice: Mitarbeiter von drei zentralen Bereichen der Schwarz-Gruppe müssen wieder häufiger ins Büro
Wie berichtet hat die Neckarsulmer Unternehmensgruppe die großzügigen Regelungen zum mobilen Arbeiten in einigen Bereichen gekippt. Betroffen sind die Mitarbeiter von Schwarz Corporate Solutions, Schwarz Corporate Affairs und Sportmarketing.
Ab 1. März, also ab kommender Woche, müssen die Beschäftigten dieser Sparten drei Tage pro Woche im Büro arbeiten. Um wie viele Mitarbeiter es sich dabei handelt, teilt die Schwarz-Gruppe nicht mit. Nach Informationen derHeilbronner Stimme dürften es mehr als 1000 Mitarbeiter sein, die vor allem auf dem Neckarsulmer Stiftsberg arbeiten.
So sind die Homeoffice-Regelungen in den Sparten der Schwarz-Gruppe
Doch wie sieht es in den anderen Unternehmen der Schwarz-Gruppe aus? Nach Informationen unserer Redaktion bleiben die großzügigen Regelungen bei Lidl, Kaufland, Prezero und Schwarz Digits vorerst bestehen. Demnach dürfen die Mitarbeiter dieser Sparten bis zu fünf Tage pro Woche mobil arbeiten, sofern das betrieblich möglich ist.
Diese Regelung hatte die Neckarsulmer Gruppe im Frühjahr 2022 eingeführt – auch als Reaktion auf die Corona-Pandemie, während der alle Mitarbeiter, soweit möglich, von zu Hause aus arbeiten sollten. Allerdings wurden die großzügigen Regeln vom Management immer wieder kritisch hinterfragt. Leerstehende Büros, insbesondere in der neuen Lidl-Deutschland-Zentrale in Bad Wimpfen, und Teams, die sich nur noch digital besprechen, waren vielen Führungskräfte ein Dorn im Auge.
Daher gab es Anfang 2024 Bestrebungen in der Schwarz-Gruppe, die Mitarbeiter wieder verstärkt ins Büro zurückzuholen. So hatte der Lidl-Vorstandsvorsitzende Kenneth McGrath damals angekündigt, dass es Änderungen geben werde, aber keine vollständige Rückkehr ins Büro. Die Büros müssten aber wieder voller werden, so McGrath.
Bald weniger Homeoffice bei anderen Unternehmen der Schwarz-Gruppe?
Mitarbeiter waren damals sehr beunruhigt. „Alle haben Angst, wieder bevormundet zu werden, dass man ihnen nicht vertraut“, zitierte die Heilbronner Stimme damals einen Mitarbeiter. Am Ende scheute sich die Schwarz-Gruppe davor, die großzügige Homeoffice-Regelungen zu kippen. Alle Beschäftigten, denen es möglich ist, könnten auch weiterhin bis zu fünf Tage pro Woche mobil arbeiten, teilte das Unternehmen seinerzeit den Mitarbeitern mit.
Ob die jetzt beschlossenen strengeren Homeoffice-Regelungen nur auf die drei genannten Bereiche beschränkt bleiben, ist ungewiss. Schwarz-Insider gehen davon aus, dass auch in den anderen Sparten der Trend eher in Richtung Rückkehr ins Büro gehen wird.
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