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Neues Werk wird zum Erfolg

Läpple mit vorsichtigem Optimismus – Werk in Detroit "gigantischer Meilenstein"

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Die Läpple-Gruppe aus Heilbronn blickt nach einem schwierigen Jahr 2024 vorsichtig optimistisch nach vorn. Der Vorstand rechnet für 2025 mit Wachstum – trotz Preisdruck und Branchenkrise.


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Nach einem durchwachsenen Geschäftsjahr 2024 blickt die Heilbronner Läpple-Gruppe mit vorsichtigem Optimismus in die Zukunft.

Vorstandssprecher Stephan Itter rechnet trotz der weiterhin schwierigen Situation in der Automobilindustrie mit einer leichten Umsatzsteigerung im laufenden Jahr. 

Läpple setzt auch am Standort Teublitz auf automatisierte Produktion. In Bayern  beschäftigt das Unternehmen rund 700 Mitarbeiter.
Läpple setzt auch am Standort Teublitz auf automatisierte Produktion. In Bayern beschäftigt das Unternehmen rund 700 Mitarbeiter.  Foto: Läpple

Läpple-Gruppe blickt trotz schwieriger Marktlage mit verhaltenem Optimismus auf 2025

Im zurückliegenden Jahr hat die Läpple-Gruppe einen Umsatz in Höhe von 567,1 Millionen Euro erwirtschaftet. Das sind 8,5 Prozent weniger als im Jahr 2023 – allerdings gehörte damals noch der Bereich Rundtische zu Läpple, der mittlerweile verkauft wurde. „Ohne die Rundtische liegt der Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau“, sagt Itter.

Im zurückliegenden Jahr hat Läpple zudem die Automatisierungstochter FLT mit Sitz in Haßmersheim verkauft, um sich noch stärker auf das Kerngeschäft zu konzentrieren – also Läpple Automotive mit der Blechteilefertigung in Heilbronn und in Teublitz. Außerdem gehören der Normalienspezialist Fibro in Haßmersheim und die Läpple Aus- und Weiterbildung zur Gruppe mit aktuell rund 2000 Mitarbeitern. Die Ergebnissituation habe sich insgesamt verbessert, sagt der Läpple-Chef. Allerdings habe man die Zielrendite von fünf Prozent noch nicht erreicht, räumt Itter ein.

Im Automotive-Geschäft spürt Läpple die allgemeine Flaute

Der wichtigste Geschäftsbereich Läpple Automotive erzielte 2024 einen Umsatz in Höhe von 425,6 Millionen Euro – das sind sieben Prozent weniger als im Vorjahr. „Die Konjunktur hat uns den Wind ins Gesicht geblasen“, sagt Itter. Die Automobilhersteller hätten aufgrund der allgemeinen Unsicherheit Investitionen und Projekte verschoben, das hat Läpple zu spüren bekommen.

Zudem seien die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland nach wie vor sehr schwierig. Hier erwartet der Läpple-Chef rasche Maßnahmen der neuen Bundesregierung. Läpple habe in diesem Bereich aber von kurzfristigen Aufträgen aufgrund von Insolvenzen von Wettbewerbern profitiert, berichtet Itter.

Stephan Itter führt die Heilbronner Läpple-Gruppe gemeinsam mit Finanzvorständin Veronika Zelger.
Stephan Itter führt die Heilbronner Läpple-Gruppe gemeinsam mit Finanzvorständin Veronika Zelger.  Foto: Läpple

Viel Freude hat Läpple mit dem neuen Werk in den USA

Ein Highlight für die Läpple-Gruppe war im vergangenen Jahr die Eröffnung des neuen Werks in Detroit, wo aktuell 50 Mitarbeiter tätig sind. Itter spricht von einem „gigantischen Meilenstein“ für das Unternehmen. „Wir sind vom ersten Tag an mit den Ergebnissen sehr zufrieden“, freut sich der Läpple-Chef.

In Detroit stellt Läpple als Serienlieferant für einen amerikanischen Hersteller von Elektroautos Türrahmen, Heckklappen und Motorhauben her. Mittlerweile hat das Unternehmen einen weiteren Auftrag eines amerikanischen E-Auto-Produzenten gewonnen, der auch nicht genannt werden darf.


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Normalienspezialist Fibro stellt sich internationaler auf

Der Normalienspezialist Fibro hat seinen Umsatz im vergangenen Jahr um 1,5 Prozent auf 100,7 Millionen Euro gesteigert. Unter der neuen Geschäftsführung sei Fibro noch näher an die Kunden gerückt und stelle sich globaler auf. Diese Strategie gehe auf, sagt Itter. So wurde in Malaysia ein neuer Standort eröffnet, um die Präsenz auf dem asiatischen Markt zu stärken. Außerdem setzt Fibro neben der Autobranche verstärkt auf den Industriebereich.

Der dritte Geschäftsbereich Läpple Aus- und Weiterbildung hat 2024 einen Umsatz in Höhe von 6,8 Millionen Euro erwirtschaftet nach 7,4 Millionen Euro im Vorjahr. Die neue Geschäftsführerin Rasha Odeh will das Aus- und Weiterbildungsangebot des Unternehmens ausbauen und noch besser in der Region verankern.

Läpple strebt 2025 ein leichtes Umsatzwachstum an

Für das laufende Jahr rechnet Itter mit einem leichten Umsatzwachstum. „Der Jahresstart 2025 war insgesamt verhalten, aber nicht ohne positive Signale“, sagt er. Aktuell liege Läpple Automotive unter Plan, Fibro darüber. Im Automotive-Geschäft spüre man „den brutalen Preisdruck der Kunden“, berichtet Itter. Er legt den Fokus weiterhin auf Prozessstabilisierung, Effizienzsteigerung und strategisches Wachstum. 

Die Mitarbeiterzahl in der Läpple-Gruppe liegt konstant bei rund 2000. Davon entfallen 1200 Mitarbeiter auf den größten Geschäftsbereich Läpple Automotive – 500 sind es in Heilbronn, 700 am bayerischen Standort Teublitz. Bei Fibro Normalien in Haßmersheim arbeiten aktuell 600 Männer und Frauen, bei der Läpple Aus- und Weiterbildung sind es 100 Mitarbeiter. Weitere 100 Beschäftigte entfallen auf die Zentralfunktionen der Läpple AG und die Läpple Dienstleistungsgesellschaft.

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