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Verträge unterzeichnet

Läpple verkauft Automationstochter FLT – „keine leichte Entscheidung“

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Die Heilbronner Läpple-Gruppe verkauft den Automationsspezialisten FLT an die Münchner Beteiligungsgesellschaft GFEP. Was das für die 190 Mitarbeiter bedeutet. 


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Die Heilbronner Läpple-Gruppe treibt die Konzentration auf ihr Kerngeschäft weiter voran. Wie der Autozulieferer am Donnerstag mitteilte, wurde der Automationsspezialist FLT an die Münchner Beteiligungsgesellschaft GFEP verkauft. Die Verträge wurden Ende Dezember 2024 unterzeichnet, über den Kaufpreis macht Läpple keine Angaben.

Das Unternehmen begründete den Verkauf der Haßmersheimer Tochter mit der Fokussierung auf die Kernbereiche Läpple Automotive und Fibro Normalien. Der Bereich Ausbildung und Weiterbildung soll weiter ausgebaut werden. Ende 2023 hatte sich das Heilbronner Unternehmen bereits von der Tochter Fibro Rundtische in Weinsberg getrennt. 

Läpple verkauft Automationstochter: Chef sieht FLT auf solidem Fundament

Wie Läpple-Vorstandssprecher Stephan Itter gegenüber der Heilbronner Stimme betont, übernehme GFEP alle 190 FLT-Mitarbeiter, auch Geschäftsführer Stefan Christ bleibe in dieser Funktion im Unternehmen. „Der Verkauf der FLT war keine leichte Entscheidung, da das Unternehmen auf einem soliden Fundament steht und gute Zukunftsaussichten bietet“, teilt Itter weiter mit.

„Die langen Projektlaufzeiten und der schwankende Kapitalbedarf passen aber nicht zum Kerngeschäft der Läpple AG“, sagt der Läpple-Chef. Mit dem Verkauf an einen strategisch passenden Käufer wie GFEP könne die FLT ihr Potenzial besser ausschöpfen, ist Itter überzeugt.

Neuer FLT-Eigentümer GFEP setzt auf deutschen Mittelstand

GFEP Family Equity ist eine inhabergeführte Beteiligungsgesellschaft mit Standorten in Hamburg, Frankfurt und München. Das Portfolio umfasst aktuell acht Schwerpunktindustrien mit mehr als 1500 Mitarbeitern. GFEP erwirtschaftete im vergangenen Jahr eine Gesamtleistung im mittleren dreistelligen Millionenbereich und ist nach eigenen Angaben nachhaltig profitabel.

Das gilt für die FLT nicht. Der Automatisierungsspezialist fuhr in den vergangenen Jahren Verluste ein, erst 2024  hat sich die Situation nach einer Restrukturierung deutlich verbessert. Der Umsatz der FLT (einstmals Fibro Läpple Technology) lag 2023 bei 34,7 Millionen Euro nach 46,1 Millionen Euro im Jahr 2022. Der Hauptsitz der FLT ist in Haßmersheim, wo auch der Geschäftsbereich Fibro Normalien angesiedelt ist. Außerdem betreibt FLT Niederlassungen in den USA und in China. 

„Wir haben das Management der FLT als äußerst kompetent und unternehmerisch handelnd wahrgenommen“, berichtet Matthias Wimmer, geschäftsführender Partner der GFEP.  Gemeinsam mit der bestehenden Geschäftsführung wolle man die Zukunft des Unternehmens gestalten. „Wir sind fest von der langfristigen Stärke und Zukunftsfähigkeit des Geschäftsmodells überzeugt“, so Wimmer.

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