Fibro Rundtische ist ein führender Anbieter hochpräziser Rundtische. Wie Geschäftsführer Heiko Asum erläutert, kommen solche Rundtische bei Prozessen zum Einsatz, die nicht organisch sind. Auf Fibro-Rundtischen werden beispielsweise Schnuller, Kondome, iPhones, Autoteile, Uhren oder Raketenteile produziert. Das Weinsberger Unternehmen wurde 1958 gegründet und war von 1974 bis 2023 Teil der Heilbronner Läpple-Gruppe. 2024 übernahm Heiko Asum das Unternehmen von Läpple als geschäftsführender Gesellschafter. Asum engagiert sich zudem in verschiedenen Wirtschaftsverbänden und Organisationen.
Neustart bei Fibro Rundtische – "Haben viele Kunden zurückgewonnen"
Ein Jahr nach der Übernahme von Läpple sprüht der neue Eigentümer Heiko Asum vor Optimismus. Eine neue Produktlinie soll Fibro Rundtische bei der Rückkehr in die Gewinnzone helfen.

Mit viel Elan und hohen Zielen startete Heiko Asum vor einem Jahr seine Mission bei Fibro Rundtische in Weinsberg. Er hatte das Unternehmen von der Läpple-Gruppe übernommen und gab sich selbst einen klaren Auftrag: „Mache dieses Unternehmen enkelfähig.“ Soweit ist es noch nicht, aber die Fortschritte, die Fibro Rundtische im ersten Jahr unter Asums Führung gemacht hat, sind beachtlich.
Fibro Rundtische in Weinsberg hat die Belegschaft aufgestockt
„Es war ein anstrengendes Jahr“, berichtet der Geschäftsführer bei der Feier zum ersten Geburtstag in Weinsberg. Doch die meisten Ziele hat er erreicht. In Deutschland erwirtschaftete das Unternehmen 2024 einen Umsatz von 22 Millionen Euro, weltweit waren es 30 Millionen Euro. Neben dem Stammsitz in Weinsberg ist Fibro Rundtische mit Tochtergesellschaften in den USA, Indien und China präsent.
Das Unternehmen beschäftigt aktuell 128 Mitarbeiter in Weinsberg und 40 weitere an den ausländischen Standorten, die über ein Bonussystem am Unternehmensgewinn beteiligt werden. „Wir hatten im vergangenen Jahr sogar 14 Neueinstellungen“, sagt Asum. Der Auftragsbestand liegt derzeit bei rund zehn Millionen Euro, vor allem in China und Indien ist die Nachfrage nach Rundtischen groß. „Wir haben viele Kunden zurückgewonnen“, freut sich der Geschäftsführer.
Geschäftsführer Asum peilt für Fibro Rundtische Rückkehr in schwarze Zahlen an
Für das laufende Jahr hat sich Asum viel vorgenommen. Der Umsatz soll weltweit auf 37 Millionen Euro steigen, davon sollen 24 Millionen Euro aus Deutschland kommen. Wichtiger ist jedoch, dass Fibro in diesem Jahr die Verlustzone verlassen soll. Asum ist angesichts der guten Auftragslage zuversichtlich, ein positives Betriebsergebnis erwirtschaften zu können. Zudem will er die Liefertreue erhöhen und die Kosten um rund zwei Millionen Euro senken.
Asum zeigt sich auch zuversichtlich, dass die Kurzarbeit, die seit November 2024 gefahren wird, im April wie geplant auslaufen kann. Die reduzierten Arbeitszeiten bezeichnet Asum als „vorausschauende Maßnahme, die uns hilft, unsere hochqualifizierten Fachkräfte zu halten“.
Mit einer neuen, günstigeren Produktlinie will Fibro Rundtische am Markt punkten
Punkten will Fibro mit einer neuen Produktfamilie. Die Orange Tables wurden gemeinsam mit Kunden innerhalb von sechs Monaten entwickelt und schließen laut Asum eine Lücke im Fibro-Portfolio. Die orangefarbenen Rundtische sind nicht ganz so exakt wie die anderen Rundtische und kosten daher etwa 25 Prozent weniger. „Die klassischen Fibro-Rundtische sind der Porsche, die Orange Tables sind der Volkswagen“, erläutert Asum die Unterschiede. Produziert werden die neuen Rundtische aber nicht in Weinsberg, sondern in Indien. „In Weinsberg produzieren wir die aufwendigen Sonderanfertigungen nach Kundenwunsch“, erläutert der Geschäftsführer.

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