Stimme+
Entlastungsprämie

1000 Euro für Beschäftigte: Blanc & Fischer-Gruppe reagiert mit klarer Kante

  
audio Anhören
Erfolgreich kopiert!

Nach wie vor ist die von der Bundesregierung geplante Möglichkeit, Beschäftigten 1000 Euro steuerfrei auszuzahlen, bei Arbeitgebern hoch umstritten. Jetzt hat sich die Leitung der Oberderdinger Blanc & Fischer-Gruppe klar positioniert.


Externer Inhalt

Dieser externe Inhalt wird von einem Drittanbieter bereit gestellt. Aufgrund einer möglichen Datenübermittlung wird dieser Inhalt nicht dargestellt. Mehr Informationen finden Sie hierzu in der Datenschutzerklärung.

Bislang haben nur wenige Unternehmen angekündigt, dass sie ihren Beschäftigten 1000 Euro steuerfrei auszahlen wollen. Dabei will die Bundesregierung mit dieser Option den Beschäftigten einen Ausgleich für die infolge des Iran-Kriegs gestiegenen Energie- und Lebenshaltungskosten schaffen.

Zu den wenigen Betrieben, die diese Zahlung bereits ankündigten, zählen die Drogeriemarktkette Rossmann und die Maschmeyer-Group des Investors Carsten Maschmeyer.

1000-Euro-Prämie stößt auf Skepsis in Heilbronn-Franken

In Heilbronn-Franken haben die meisten Unternehmen bislang lediglich mitgeteilt, dass sie erst einmal die Formulierungen im dafür notwendigen Gesetz abwarten wollen, ehe sie sich entscheiden. Das kündigten unter anderem die Schwarz-Gruppe, der IT-Dienstleister Bechtle, die Südwestdeutschen Salzwerke, Audi und die Künzelsauer Würth-Gruppe an. Auch die kommunalen Verbände als Arbeitgeber haben sich bislang zurückhaltend und eher ablehnend geäußert.

„Wir sehen heute keine Möglichkeit, die 1000-Euro-Prämie auszuzahlen“

Klare Worte fand am Dienstag der Konzernchef der Blanc & Fischer-Gruppe mit Sitz in Oberderdingen, die insgesamt 2800 Mitarbeiter an ihren deutschen Standorten beschäftigt. „Wir sehen heute keine Möglichkeit, die 1000-Euro-Prämie auszuzahlen“, sagte Frank Gfrörer bei der Präsentation der Zahlen für das Jahr 2025.

„Ich habe den Eindruck, dass Arbeit in Deutschland für Unternehmen immer unattraktiver wird“, kritisierte er. Regulierung, Steuern, Abgaben und Energiepreise belasteten die Betriebe und machten für sie Arbeit in manchen Bereichen unrentabel. 

Die Blanc & Fischer-Gruppe hat 2025 einen Umsatzrückgang um 1,5 Prozent auf 1,11 Milliarden Euro verbucht. Die Industrieteile-Fertigung in der Sparte B-Pro wird bis nächstes Jahr eingestellt, 180 Mitarbeiter in Oberderdingen verlieren dadurch ihren Job. Zum Gewinn machte die Konzernleitung nur Andeutungen: Man kämpfe um ein operativ positives Ergebnis, sagte Gfrörer. 

Kommentare öffnen
Nach oben  Nach oben