1000 Euro für Beschäftigte: So reagieren Bechtle und die Südwestdeutschen Salzwerke
Die Pläne der Bundesregierung, Beschäftigten eine steuerfreie Bonuszahlung ihrer Arbeitgeber einzuräumen, werden von Betrieben in Heilbrionn-Franken bislang abwartend beurteilt. So sieht es bei Bechtle und den Südwestdeutschen Salzwerken aus.
Die von der Bundesregierung geplanten Entlastungsmaßnahmen für Wirtschaft und Verbraucher werden in den Unternehmen und Verbänden überwiegend kritisch gesehen. Vor allem die Entlastungsprämie in Höhe von bis 1000 Euro, die Unternehmen ihren Beschäftigten in diesem Jahr steuerfrei auszahlen können, ruft Kritik hervor.
1000-Euro-Prämie: Warum der Neckarsulmer IT-Dienstleister Bechtle noch prüft
Nach Audi, der Schwarz-Gruppe und mehreren Verbänden hat sich nun auch der Neckarsulmer IT-Dienstleister Bechtle zu dem Thema geäußert. Eine Sprecherin teilt mit: „Wir haben den Vorschlag der Bundesregierung, Arbeitgebern eine steuer- und sozialabgabenfreie Entlastungsprämie von bis zu 1000 Euro zu ermöglichen, intern diskutiert. Da der entsprechende Gesetzentwurf zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vorliegt, haben wir hierzu noch keine Entscheidung getroffen. Wir prüfen nach Vorliegen der gesetzlichen Rahmenbedingungen, ob und in welcher Form eine Umsetzung für Bechtle in Betracht kommt.“

Klare Meinung des Salzwerke-Vorstands zur 1000-Euro-Prämie
Auch die Südwestdeutschen Salzwerke mit Sitz in Heilbronn haben noch nicht entschieden. Dort berichtet eine Sprecherin: „Wir haben den Vorschlag der Bundesregierung zur Kenntnis genommen. Bisher liegen uns keine Details vor und eine finale Entscheidung seitens der Regierung ist ja auch noch nicht erfolgt. Vor diesem Hintergrund können wir uns derzeit nicht weiter dazu äußern.“
Das Unternehmen weise aber darauf hin, dass die Beschäftigten jährlich am Ergebnis beteiligt werden. So erhielten beispielsweise die tariflich Beschäftigten dieses Jahr im Mai eine Erfolgsprämie von 2060 Euro. Zu dem Ansinnen der Politik trifft der Vorstand eine klare Aussage: „Generell meinen wir, dass es eigentlich nicht Aufgabe der Unternehmen sein kann, Auswirkungen externer Schocks für die Mitarbeiter zu kompensieren.“
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