1000-Euro-Bonus für Mitarbeiter: So reagieren Audi, Schwarz-Gruppe und Co.

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Unternehmen und Verbände kritisieren überwiegend die Entlastungspläne der Bundesregierung. Vor allem die steuerfreie Prämie von bis zu 1000 Euro sorgt für Widerstand. Was sagen Audi, Schwarz-Gruppe und Co.?


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Die von der Bundesregierung geplanten Entlastungsmaßnahmen für Wirtschaft und Verbraucher werden in den Unternehmen und Verbänden überwiegend kritisch gesehen.

Vor allem die Entlastungsprämie in Höhe von bis 1000 Euro, die Unternehmen ihren Beschäftigten in diesem Jahr steuerfrei auszahlen können, ruft heftige Kritik hervor.

Entlastungsprämie in Deutschland: Audi zahlt bereits Prämien an die Mitarbeiter

Der Autobauer Audi teilt auf Stimme-Anfrage mit: „Bei Audi gibt es jedes Jahr standardmäßig eine zu versteuernde Prämie: Der Autobauer beteiligt seine Beschäftigten am Ergebnis. Für eine Facharbeiterin oder einen Facharbeiter an den deutschen Standorten Ingolstadt und Neckarsulm werden dieses Jahr 1740 Euro ausbezahlt.“ Zusätzlich würden je Beschäftigtem 1100 Euro in die betriebliche Altersvorsorge zugeführt – der Gesamtbetrag belaufe sich damit auf 2840 Euro.

„Bei rund 55.000 Beschäftigten in Deutschland müsste Audi im Fall einer Entlastungsprämie 55 Millionen Euro zusätzlich aufwenden“, teilt das Unternehmen mit.

Und weiter: „Wir haben den Vorschlag der Bundesregierung zur Kenntnis genommen. Bislang liegen uns keine weiteren Informationen vor, welche Regelungen für Unternehmen und Arbeitnehmende im Falle einer solchen Zusatzzahlung an Beschäftige im Detail gelten werden. Bitte haben Sie Verständnis, dass wir uns vor diesem Hintergrund nicht weiter äußern können.“ Diese Aussage gilt nach Auskunft der Sprecherin auch für den Volkswagen-Konzern.

Schwarz-Gruppe prüft die Pläne der Bundesregierung

Die Neckarsulmer Schwarz-Gruppe teilt auf Stimme-Anfrage mit: „Wir haben die Beschlüsse der Bundesregierung zum aktuellen Entlastungspaket zur Kenntnis genommen. Diese werden derzeit intern geprüft.“

Thilo Brodtmann, Hauptgeschäftsführer des Maschinenbauverbands VDMA, kommentiert die Regierungspläne so: „Die Ergebnisse des Koalitionsausschusses sind enttäuschend. Wenn sich die Bundesregierung für ein Strategie-Wochenende zurückzieht, sollte auch für die Industrie etwas dabei herauskommen“, teilt Brodtmann mit. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland verdiene weit mutigere und umfassendere Reformen als das, was jetzt vorgelegt wurde. 

„Das Ergebnis bleibt weit hinter dem zurück, was der Maschinen- und Anlagenbau in der aktuellen Situation braucht. Einzig die befristete Senkung der Energiesteuer entlastet in der Breite“, so Brodtmann. Die Rechnung für die geplante Entlastungsprämie zahlten ausschließlich die Unternehmen, während die strukturellen Belastungen durch Steuern, Abgaben und Bürokratie unangetastet blieben, kritisiert der VDMA. „Das ist keine Entlastung der Wirtschaft. Das ist eine Umverteilung auf Kosten der Betriebe“, schimpft Brodtmann.

Verkehrs- und Logistikbranche lobt die Senkung der Spritsteuer

Die führenden Verbände der Verkehrs- und Logistikbranche bewerten die von der Bundesregierung beschlossenen Entlastungsmaßnahmen als einen ersten und längst überfälligen Schritt zur Stabilisierung der wirtschaftlichen Lage in Deutschland. Die temporäre Senkung der Energiesteuer auf Kraftstoffe trage dazu bei, den akuten Kostendruck auf Unternehmen kurzfristig zu mindern. 

„Die Beschlüsse der Bundesregierung zeigen, dass die Dramatik der Lage endlich erkannt wurde und nun erste konkrete Schritte folgen“, erklären die unterzeichnenden Verbände. Gleichzeitig betonen sie, dass kurzfristige Entlastungen allein nicht ausreichen, um die tiefgreifenden strukturellen Herausforderungen der Branche nachhaltig zu bewältigen. Entscheidend sei nun, die eingeleiteten Maßnahmen in ein langfristig tragfähiges Gesamtkonzept zu überführen und die weiteren Entlastungsvorschläge der Branche umzusetzen.

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