Bosch Engineering mit Homeoffice-Änderung für Mitarbeiter in Abstatt
Bosch Engineering mit Sitz in Abstatt verpflichtet Beschäftigte zu 60 Prozent Büroarbeit pro Woche. Damit sollen Teamgeist und Kreativität gestärkt werden. Wie die Homeoffice-Regeln im Detail aussehen.
Bosch Engineering holt die Mitarbeiter wieder verstärkt zurück in die Büros. Wie eine Unternehmenssprecherin auf Stimme-Anfrage mitteilte, müssen die rund 2200 Beschäftigten der Bosch Engineering GmbH mit Hauptsitz in Abstatt ab 1. September mindestens 60 Prozent ihrer individuellen Wochenarbeitszeit im Büro verbringen. Zuerst hatte die „Stuttgarter Zeitung“ berichtet.
Bosch Engineering in Abstatt will Austausch und Kommunikation fördern
„Mit der Maßnahme soll der Wissensaustausch und die direkte Kommunikation der Mitarbeitenden gefördert werden, um die Innovationskraft zu steigern“, teilte die Sprecherin mit. Zudem solle die gemeinsame Präsenz den Teamgeist stärken und kreative Ansätze unterstützen, die das Unternehmen voranbringen.
Bisher galten bei Bosch wie auch bei der Bosch-Tochter Bosch Engineering großzügige Regelungen für das mobile Arbeiten. Das Unternehmen verweist darauf, dass eine Anwesenheit im Büro von 60 Prozent pro Woche auch bisher schon als ideal betrachtet wurde. De facto zogen es zahlreiche Mitarbeiter von Bosch Engineering aber vor, von zu Hause aus zu arbeiten, heißt es.
Mit der nun in Kraft tretenden Regelung handele es sich um eine „Konkretisierung eines bereits etablierten Ansatzes zur optimalen Ausgestaltung unserer Zusammenarbeit“, teilt das Unternehmen mit. Bosch Engineering versucht bereits seit längerer Zeit vergeblich, die Mitarbeiter verstärkt zur Arbeit im Büro zu bewegen. Nun gibt es die klare 60-Prozent–Regelung.
Bosch Engineering in Abstatt reagiert mit Stellenabbau auf die Krise
In Abstatt beschäftigt Bosch Engineering rund 2000 Beschäftigte, in Holzkirchen in Bayern rund 200. Der Entwicklungsdienstleister steckt in der Krise.
Kürzlich gab Bosch Engineering bekannt, weltweit bis Ende 2027 insgesamt 460 Arbeitsplätze abbauen zu wollen, davon rund 380 in Abstatt und Holzkirchen. Auch wurde die wöchentliche Arbeitszeit deutlich verkürzt, was zu entsprechenden Gehaltseinbußen bei den Bosch-Mitarbeitern führt.
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Stimme.de
Kommentare
am 19.08.2025 23:01 Uhr
Man hat festgestellt, dass das für so manche gar nichts ist. Ich würde es sehr begrüßen, dass auch in den Rathäusern, Landratsämtern, Berufsgenossenschaften, IHKs, Krankenkassen sowie allen öffentlich rechtlichen Verwaltungen und Institutionen endlich wieder geregelte Arbeitszeiten sowie eine Anwesenheitspflicht am Arbeitsplatz gilt. Das würde so manchen bürokratischen Prozess beschleunigen und die Kundenzufriedenheit deutlich verbessern. Von der Effizienz ganz zu schweigen. Deutschland hängt sich selbst ab mit diesem unsäglichen „von Zuhause“ arbeiten.
Jürgen Mosthaf