Aleph Alpha wird von Cohere übernommen – Schwarz-Gruppe hat Anteile an KI-Unternehmen
Das Heidelberger KI-Unternehmen wird von Cohere übernommen. Dazu laden die beiden Unternehmen und Schwarz Digits in Berlin zu einer Pressekonferenz ein.
Erste Mutmaßungen kamen bereits vor einer Woche auf. Nun ist es amtlich: Die einstige deutsche KI-Hoffnung Aleph Alpha wird von Kanadiern übernommen. Unter dem Titel „Deutsch-kanadische Partnerschaft für souveräne KI“ haben Aleph Alpha, der neue Mehrheitseigner Cohere und Schwarz Digits, die Digitalsparte der Neckarsulmer Schwarz-Gruppe, um 11 Uhr in den Saal der Bundespressekonferenz nach Berlin eingeladen.
Es gibt einen Livestream. An der Pressekonferenz nehmen Bundes-Digitalminister Karsten Wildberger, der kanadische Digitalminister Evan Solomon, Cohere-Chef Aidan Gomez, Aleph-Alpha-Mitgründer Samuel Weinbach und Rolf Schumann, Co-Vorstandsvorsitzender von Schwarz Digits, teil.
Wie die Anteile von Aleph Alpha aufgeteilt werden sollen
Medienberichten zufolge soll Cohere 90 Prozent an dem fusionierten Unternehmen halten. Wer die übrigen zehn Prozent übernimmt, ist bislang noch unklar. Aleph Alpha hatte zuletzt mehrere große Eigner und einige Investoren.
Erst im Januar hatte die Schwarz-Gruppe den Anteil des Bosch-Konzerns übernommen. Sie wurde damit zum zweitgrößten Anteilseigner nach Firmengründer Jonas Andrulis: Über ihre Investmentgesellschaft Omega Ventures hielt sie bislang 13,69 Prozent. Der Bosch-Anteil beläuft sich auf 6,02 Prozent. Mit zusammen 19,71 Prozent ist die Beteiligung seitdem deutlich höher als jene von zwei Investmentgesellschaften der Earlybird-Gruppe, die zusammen auf 16,25 Prozent kommen. Einen winzigen Anteil hielt bislang auch der Heilbronner Investor Wolf-Michael Nietzer.
Aleph Alpha wird von Cohere übernommen – so groß ist das kanadische Unternehmen
„Wenn sich führende KI-Unternehmen aus Kanada und Deutschland zusammenschließen, wäre das ein sehr starkes Signal“, wurde vorige Woche Digitalminister Karsten Wildberger im „Handelsblatt“ zitiert. Cohere kam nach Medienberichten vergangenes Jahr auf einen Jahresumsatz von etwa 240 Millionen US-Dollar. Das Unternehmen hat unter anderem Partnerschaften mit den Software-Riesen Oracle, Salesforce, SAP sowie dem Chiphersteller Nvidia geschlossen.
Aleph Alpha hat hingegen mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten zu kämpfen, zuletzt wurden etwa 50 Stellen abgebaut. Mitgründer Jonas Andrulis hat das Unternehmen verlassen, die Schwarz-Gruppe hat einen ehemaligen Lidl-Manager zu einem der Unternehmenslenker gemacht.
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