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Schwarz-Gruppe will Anteil an Aleph Alpha erhöhen

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Nachdem die Führungsspitze schon unter Mitwirkung der Schwarz-Gruppe ausgetauscht worden ist, greifen die Neckarsulmer nach weiteren Anteilen an dem deutschen KI-Spezialisten.


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Die Schwarz-Gruppe will ihren Anteil an dem Heidelberger KI-Unternehmen Aleph Alpha erhöhen. Dazu will sie die Anteile von Bosch Ventures übernehmen, teilte sie am späten Mittwochnachmittag mit.

Schwarz-Gruppe plant größere Beteiligung am KI-Start-up Aleph Alpha durch Anteilskauf

Die Schwarz-Gruppe würde damit zum zweitgrößten Anteilseigner nach Firmengründer Jonas Andrulis aufsteigen: Über ihre Investmentgesellschaft Omega Ventures hielt sie bislang 13,69 Prozent. Der Bosch-Anteil beläuft sich auf 6,02 Prozent. Mit zusammen 19,71 Prozent wäre die Beteiligung künftig deutlich höher als jene von zwei Investmentgesellschaften der Earlybird-Gruppe, die zusammen auf 16,25 Prozent kommen.

Die Unternehmen der Schwarz-Gruppe unterstrichen damit „ihr Vertrauen in Aleph Alpha“, heißt es in der Mitteilung. Die Neckarsulmer sähen in souveräner Künstlicher Intelligenz (KI) eine Schlüsseltechnologie. KI werde in allen Sparten und Unternehmen Gruppe angewendet – von der Verwaltung, der Kundenerfahrung, dem Service, über Handelsprozesse bis hin zur Produktion von Lebensmitteln oder im Recycling.

So begründen die Schwarz Digits-Chefs die Investition

„Jede Organisation verfügt über hochspezialisiertes Fachwissen in Form von Daten, das sie auf keinen Fall aus der Hand geben sollte“, erläutert Christian Müller, Co-Vorstandsvorsitzender der IT-Sparte Schwarz Digits. „Damit wir trotzdem den Produktivitäts-Booster Künstliche Intelligenz nutzen können, setzen wir bei sensiblen Themen auf Aleph Alpha. Als deutsches Unternehmen unterliegt es deutschem Recht, ohne Kompromisse.“

„Wir müssen vielversprechende Unternehmen mit Aufträgen und Investitionen unterstützen”, ergänzt sein Vorstandsvorsitz-Kollege Rolf Schumann. „Wir wünschen uns, dass noch mehr Unternehmen diesen notwendigen Schritt für Wirtschaft und Gesellschaft mitgehen.” In den vergangenen Wochen hatte auch Gerd Chrzanowski, Leiter der Schwarz-Gruppe, bei mehreren Terminen und Pressegesprächen auf die Notwendigkeit digitaler Souveränität hingewiesen. Die Neckarsulmer versuchen aktuell, ihre selbstentwickelte Cloud Stackit stärker zu vermarkten. 

Wo KI von Aleph Alpha bei Schwarz eingesetzt wird

Aleph Alpha hatte vergangenes Jahr sein Geschäftsmodell umgestellt auf eine künsliche Intelligenz für organisatorische und behördliche Prozesse. Nach eigener Darstellung setzen die Unternehmen der Schwarz Gruppe die Technologie etwa bei der Vertragserstellung, beim Prüfen von Gesetzestexten und zum Vergleich von Vertragsunterlagen ein. 

Firmengründer Jonas Andrulis wurde inzwischen an der Spitze abgelöst. Mittlerweile liegt die alleinige Geschäftsführung bei Reto Spörri, der von der Schwarz-Gruppe kam und dort zuletzt den E-Commerce der Discountsparte Lidl betreute.

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