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Lanig, Thomae, Lushtaku: Testspiel unter ehemaligen VfR-Heilbronn-Akteuren 

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Im Testspiel zwischen dem SGV Freiberg und den Würzburger Kickers trafen mit Martin Lanig, Walter Thomae und Kushtrim Lushtaku gleich drei Protagonisten mit Heilbronner Vergangenheit aufeinander.

Martin Lanig (v. l.), Walter Thomae und Kushtrim Lushtaku verbindet eine gemeinsame Heilbronner Vergangenheit.
Martin Lanig (v. l.), Walter Thomae und Kushtrim Lushtaku verbindet eine gemeinsame Heilbronner Vergangenheit.  Foto: Marc Schmerbeck

Mit wachsamen Augen lief Onur Celik über den Platz des Heilbronner Frankenstadions, stopfte kleine Löcher im Rasen, den die Stollenschuhe hinterlassen hatten. In einem Testspiel trennten sich Südwest-Regionalligist SGV Freiberg und die Würzburger Kickers, die in der Regionalliga Bayern beheimatet sind, 1:1.

Irgendwie war es auch ein kleines Aufeinandertreffen des 2018 neu gegründeten VfR Heilbronn – mit Teilen seiner Geschichte, die zunächst mit der Fusion mit der Heilbronner Spielvereinigung zum FC Heilbronn im Jahr 2003 geendet hatte.

Heilbronner Rückkehr: Was Lanig, Thomae und Lushtaku beim Testspiel verbindet

So war der Club 1998 die Endstation der Karriere von Walter Thomae als Spieler. Danach war dieser lange Zeit beim Bundesligisten VfB Stuttgart tätig, als Scout, Co-Trainer, Trainer sowie Sportlicher Leiter der zweiten Mannschaft. Unter anderem landete er über die Trainerstation bei der Sport-Union Neckarsulm bei den Würzburger Kickers.

Dort ist er Co-Trainer an der Seite des ehemaligen VfB-Profis Martin Lanig, der das Amt bei den Franken Ende September übernommen hat. „Wir haben eine vertrauensvolle Zusammenarbeit“, sagt Lanig, der das Frankenstadion von seiner Zeit bei „Anpfiff ins Leben“ nur zu gut kennt. „Ich kannte Walter lose, und es hat super gepasst, dass er frei war. Es macht total Spaß mit ihm. Wir denken auch sehr ähnlich im Fußball, das ist gewinnbringend.“

Sie wollen ihr Team nun mit einer intensiven Vorbereitung für die Rückrunde fit machen. Zwar beträgt der Rückstand des Fünften auf den Tabellenführer Schweinfurt acht Punkte, „aber wir schenken nichts ab“, sagt Martin Lanig. „Es geht darum, die Dinge weiter zu entwickeln, die Mannschaft bestmöglich vorzubereiten“. Unter anderem in einem Trainingslager auf der spanischen Insel Mallorca vom 8. bis 15. Februar.

Von Heilbronn nach Schweden: Ex-VfR-Spieler Kushtrim Lushtaku

Auch Kushtrim Lushtaku fährt mit seinem Team des SGV Freiberg erstmal ins Trainingslager. Und zwar nach Antalya in die Türkei. Er ist ebenfalls ein Stückchen VfR-Geschichte. Von 1999 an spielte er bei den Rasenspielern und verließ den Club 2006, als er bereits FC Heilbronn hieß. Später war er unter anderem Profi in Schweden (Örebro SK), wurde 2017 albanischer Meister mit KF Trepca und wechselte danach zum 1. CfR Pforzheim.

Von 2019 bis 2022 sammelte Lushtaku Spielertrainererfahrung bei Türkspor Neckarsulm und war Co-Trainer von Roland Seitz beim Regionalliga-Fünften SGV Freiberg. Als der Chefcoach im Winter nach Homburg wechselte, schenkten die Verantwortlichen Lushtaku das Vertrauen und befördertem ihn bis zum Saisonende zum Cheftrainer.

„Ich bin unfassbar dankbar und freue mich über diese Chance, die mir gegeben wird“, sagte Lushtaku. Es ist auch für den 35-Jährigen eine große Möglichkeit sich als Trainer zu etablieren. „Wir haben eine schwere Trainingswoche hinter uns. Ich war mit der ersten Halbzeit nicht so zufrieden“, sagte Lushtaku zum Auftritt seiner Mannschaft vor etwa 200 Zuschauern. Mit dabei ist auch Rechtsverteidiger Linus Weik. Der 20-jährige aus Böckingen spielt seit 2023 für Freiberg.

Würzburg und Freiberg trennen sich im Testspiel 1:1

Würzburg führte zur Halbzeit 1:0 durch Benyas Solomon Junge-Abiol (35.). „In der zweiten Halbzeit waren wir griffiger“, sagte Lushtaku. Prompt glich Gal Grobelnik (52.) aus. „Ansonsten war es ein ausgeglichenes Spiel. Beide hätten gewinnen können. Die Jungs ziehen sehr gut mit. Ich bin guter Dinge“, sagte Lushtaku. „Mein Ziel für die Rückrunde ist es, mit dem Team weiter hart zu arbeiten, damit wir so viele Punkte holen wie möglich.“ Auch die Freiberger werden nichts abschenken.

Das gilt auch für den VfR Heilbronn um Neugründer Onur Celik, der seine eigene Geschichte schreiben mag – und 2031 ebenfalls in der Regionalliga spielen möchte.

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