„Nein zum SGV in Heilbronn“ – VfR-Ultras schreiben Protestbrief an die Stadt
Auf die Bekanntgabe der Stadt Heilbronn, dass der SGV Freiberg im Frankenstadion spielen und trainieren soll, reagieren die VfR-Ultras – mittels eines Schreibens.
Als der VfR Heilbronn seinen Mitgliedern einen Tag vor der offiziellen Bekanntgabe durch die Stadt mitteilt, dass der Regionalliga-Tabellenführer SGV Freiberg ab kommender Saison im Frankenstadion spielen soll, sind die Reaktionen darauf gemischt. Bei den Ultras „Supporters 740“ des Schlusslichts der Fußball-Verbandsliga Württemberg überwiegt aber das Entsetzen, wie der Sprecher der Gruppierung gegenüber der Heilbronner Stimme bekundet. Und das zwingt die Ultras gegen ein „Mäzenen-Projekt“ zum Handeln.
Bereits beim Heimspiel gegen den TSV Weilimdorf haben die Ultras des VfR Heilbronn ihre Haltung bezüglich des Freiberger Fußballs im Frankenstadion kundgetan – als sie ein Banner hochhalten, auf dem „Nein zum SGV!“ prangt. Jetzt gehen sie einen Schritt weiter, indem sie einen Protestbrief an Oberbürgermeister Harry Mergel, Sportbürgermeisterin Agnes Christner und die Stadträte geschrieben haben, der auch der Heilbronner Stimme vorliegt. Und in dem fordern die „Supporters 740“ gleich dreierlei.
Wegen SGV Freiberg: Ultras des VfR Heilbronn stellen Forderungen an die Stadt
Der Protestbrief der VfR-Ultras beginnt mit dem Worten: „Leidenschaft kann man nicht erzeugen, nicht kaufen, nicht erzwingen. Leidenschaft entsteht, wenn Menschen sich für eine Idee oder Vision begeistern.“ Dass die Stadt den SGV Freiberg im Frankenstadion spielen und trainieren lassen will, zeige den „Supporters 704“, dass die Stadtverwaltung nichts von der beschriebenen Leidenschaft verstehe. „Vom SGV Freiberg, der vor nicht mal 400 Zuschauern in die 3. Liga aufsteigen möchte, ganz zu schweigen.“

Für die VfR-Ultras bedeutet Heilbronner Fußball nicht Fußball in Heilbronn, „sondern Fußball von, mit und für das Heilbronner Land und seine Einwohner“. Deswegen wiederholen sie ihr „Nein zum SGV!“ in ihrer Stadt und fordern:
- Ein Nichtzustandekommen, alternativ eine Rückabwicklung oder schnellstmögliche Kündigung des Mietvertrags der Stadt Heilbronn mit dem SGV Freiberg über die Nutzung des Frankenstadions.
- Ein klares Bekenntnis der Stadt Heilbronn zum Heilbronner Fußball.
- Eine aktive Unterstützung des Ziels höherklassigen Fußballs „made in Heilbronn“.

Stimme.de
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