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Fußball-Verbandsliga

VfR Heilbronn sendet Lebenszeichen – Rumpftruppe schießt Tabellendritten ab

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Gegen den TSV Oberensingen sendet der VfR Heilbronn ein  Lebenszeichen im Abstiegskampf. Die gebeutelte Mannschaft bezwingt ausgerechnet einen hohen Favoriten mit 3:0. 


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Auch wenn der Zug abgefahren scheint, erste Gespräche mit Spielern für eine Saison nach dem Abstieg stattgefunden haben, gilt die Konzentration des VfR Heilbronn den letzten acht Spielen in der Fußball-Verbandsliga Württemberg. Denn so lang der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist, will Trainer Andreas Lechner „alles Mögliche“ dafür unternehmen. Und zwar schon am Donnerstag, 16. April, daheim gegen den TSV Oberensingen. Der unerwartete 3:0-Erfolg über den Tabellendritten weckt neue Hoffnung.

Was den VfR Heilbronn optimistisch stimmt, ist zum einen der jüngste Auftritt bei den Sportfreunden Dorfmerkingen. Der endete zwar mit der fünften Niederlage in Folge, zeigte aber auch, dass die Mannschaft noch lebt. Zum anderen hat das abgeschlagene Schlusslicht in dieser Saison hauptsächlich gegen Vereine aus dem oberen Drittel gut gespielt. Außerdem schwebt der TSV Oberensingen im Niemandsland, ist trotz einer Partie mehr auf dem Buckel sieben Punkte vom Aufstiegsrelegationsplatz entfernt.

VfR Heilbronn geht mit letztem Aufgebot in die Heimpartie gegen Oberensingen

Erschwerend hinzu kommt für den VfR Heilbronn allerdings, dass sich die Mannschaft gegen den TSV Oberensingen fast von selbst aufstellt. Auf Anthony Syhre (gesperrt) muss Trainer Andreas Lechner ohnehin verzichten, nun fehlt ihm neben Eldi Berisha (verletzt) auch Stürmer Luis Weber. Der hat sich am Dienstagabend im Abschlusstraining das Wadenbein sowie das Sprunggelenk gebrochen und fällt wie schon Sebastian Lutz bis zum Saisonende aus. Lechner lässt erstmals mit Abwehr-Dreierkette spielen.

Und Lechners Team macht seine Sache gut, lässt sich nicht einmal durch die schnelle verletzungsbedingte Auswechslung von Darian Gurley (10.) – für ihn kommt Lukas Böhm – verunsichern. Im Gegenteil: Zwar hat der TSV Oberensingen mehr Ballbesitz, der erste ernstzunehmende Torschuss geht aber aufs Konto des VfR Heilbronn: Leorant Marmullaku verfehlt den Kasten von Marcel Schleicher nach zwei Drehbewegungen allerdings etwas mehr als knapp. Wie ein Absteiger offenbart sich der VfR jedenfalls nicht.

Unter Ersatzkapitän Jannik Dannhäußer zeigt der VfR Heilbronn auch gegen den TSV Oberensingen ein kämpferisches Gesicht.
Unter Ersatzkapitän Jannik Dannhäußer zeigt der VfR Heilbronn auch gegen den TSV Oberensingen ein kämpferisches Gesicht.  Foto: Kubasik, Olaf

Schlusslicht VfR Heilbronn präsentiert sich gegen TSV Oberensingen in Torlaune

Aufgrund des kompakt stehenden VfR Heilbronn präsentiert sich der TSV Oberensingen ziemlich überrascht – und für ein Spitzenteam ebenso ideenlos. Insofern sehen die Zuschauer – darunter auch Ex-Nationalspieler Tobias Weis, dessen Traineramt beim Landesligisten TSG Öhringen mit sofortiger Wirkung beendet ist – eine Halbzeit ohne Höhepunkte. Selbst Standards führen auf beiden Seiten zu gar nichts. Darum erleben sowohl VfR-Torwart Nils Leidenberger als auch sein Pendant Schleicher ruhige 45 Minuten.

Und dann passiert in der zweiten Halbzeit nach bisherigem Saisonverlauf das Unfassbare: Der VfR Heilbronn geht ausgerechnet gegen den TSV Oberensingen in Führung. Nach einem schnellen Angriff legt David Scheurenbrand auf Julian Schiffmann – und der fackelt nicht lang: 1:0 (59.). Das ist aber längst noch nicht das Ende vom Lied eines Vereins, den alle schon abgeschrieben haben: Marmullaku auf Böhm – 2:0 (68.). Dann passt Niklas Meltzer auf Marmullaku, der Schleicher zum 3:0 überlupft (71.).

VfR Heilbronn weckt mit torreichem Auftritt gegen Oberensingen neue Hoffnungen 

Damit ist diese Heimpartie gegen den TSV Oberensingen gegessen – obwohl ein Schuss von Marmullaku den gelungenen Donnerstagabend nicht noch mit einem 4:0 schmückt (90.). Aber: Der VfR Heilbronn klammert sich an seinen letzten Strohhalm und schenkt seinem Trainer Andreas Lechner mit dem unerwarteten 3:0-Erfolg die ersten drei Punkte. Sollten sich solche Auftritte in den ausstehenden sieben Partien dauerhaft wiederholen, könnte es für die Schwarzweißen womöglich noch ein versöhnliches Ende geben.

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