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Fußball-Landesliga

TSG Öhringen und Tobias Weis gehen getrennte Wege

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Vor dem Spiel gegen den TSV Ilshofen übernehmen Volkan Demir und Mert Sipahi beim Landesligisten TSG Öhringen. Zuvor erfolgte im Laufe der Woche die Trennung von Ex-Profi Tobias Weis. 

Tobias Weis (rechts) und die TSG Öhringen gehen getrennte Wege. Für ihn übernimmt der bisherige Co Volkan Demir (links), unterstützt von Mert Sipahi.
Foto: Marc Schmerbeck
Tobias Weis (rechts) und die TSG Öhringen gehen getrennte Wege. Für ihn übernimmt der bisherige Co Volkan Demir (links), unterstützt von Mert Sipahi. Foto: Marc Schmerbeck  Foto: Schmerbeck, Marc

Die Nachricht kam trotz der zuletzt schlechten Ergebnisse etwas überraschend. Schließlich steht die TSG Öhringen immer noch im vorderen Tabellenbereich der Landesliga. Zudem fielen seit der Winterpause immer wieder Stammspieler aus. Doch zu Beginn dieser Woche haben sich die TSG Öhringen und Cheftrainer Tobias Weis auf „eine einvernehmliche Beendigung der Zusammenarbeit verständigt“, wie es in einer Pressemitteilung heißt.

Tobias Weis hatte zweieinhalb erfolgreiche Jahre bei der TSG Öhringen 

In den vergangenen zweieinhalb Jahren führte der ehemalige Profi Tobias Weis die erste Mannschaft zu zwei Meistertiteln, sowie dem Aufstieg in die Landesliga und prägte die positive sportliche Entwicklung des Teams.

Aufgrund der Beendigung der Zusammenarbeit mit Weis, hat sich auch Co-Trainer Konstantinos Drossas entschieden, sein Engagement bei der TSG vorzeitig zu beenden. „Die TSG dankt Drossas für seinen Einsatz und seine Arbeit im Trainerteam“, sagt Hauptabteilungsleiter Michael Carle. Bis zum Saisonende übernehmen Co-Trainer Volkan Demir, der auch in der kommenden Saison dem Trainerteam um Thomas Kettner angehören wird, und der sportliche Leiter Mert Sipahi die Verantwortung für die Mannschaft. Ihre erste Aufgabe haben sie am Samstag um 15.30 Uhr zu Hause gegen den TSV Ilshofen zu meistern.

Tobias Weis blickt behält die besonderen Momente gerne in Erinnerung

Tobias Weis erklärt: „Ich bin dankbar für über zweieinhalb intensive, erfolgreiche Jahre bei der TSG Öhringen. Die Meisterschaften und der Aufstieg in die Landesliga bleiben für mich und das Team besondere Momente. Mein Dank gilt den Spielern und meinem Trainerteam. Ich wünsche der TSG nur das Beste für den weiteren Saisonverlauf.“ Und weiter: „Die Beziehung zu jedem einzelnen Spieler war sehr offen und gut. Bis heute ist sie das auch. Wenn ich gehe, wird der Kontakt trotzdem weiterbestehen.“ Zuletzt hatte er etwas das Vertrauen, Wertschätzung und Respekt in seine Person vermisst. „Dabei halte ich trotz großer Widerstände die Mannschaft seit zweieinhalb Jahren zusammen“, sagt Weis,von dem am Ende der letzte Schritt bei der Trennung ausging..

Schon vor der Winterpause machte er seinen Wechsel nach Schwäbisch Hall öffentlich

Bereits vor der Winterpause, im Dezember 2025, informierte Tobias Weis Hauptabteilungsleiter Michael Carle darüber, dass er nach der Saison 2025/26 zum Verbandsligisten Sportfreunde Schwäbisch Hall wechseln wird. Als Aufsteiger überwinterte die TSG auf einem hervorragenden dritten Tabellenplatz.

„Die Meisterschaften und der Aufstieg in die Landesliga bleiben für mich und das Teambesondere Momente.“

Tobias Weis

Seit Anfang März verlief der Start in die Rückrunde jedoch deutlich holpriger als die starke Vorrunde. Trotz teilweise schlechter Ergebnisse, stimmten die Leistungen oft. Zu bedenken ist, dass neben Formschwankungen zuletzt wichtige Leistungsträger ausfielen: Cedric Weyreter und Mert Sipahi standen nicht zur Verfügung, Maximilian Egner war angeschlagen. Die jüngsten Ergebnisse – das 0:4 beim FV Löchgau und das 3:7 bei der SG Weinstadt, bei dem es bereits nach acht Minuten 0:3 stand – unterstreichen die schwierige Phase. In der Rückrunde wurden bisher nur fünf Punkte geholt – aus verschiedenen Gründen.

Weis hat die Öhringer Mannschaft weiterentwickelt

„Wir danken Tobias für die zurückliegenden, erfolgreichen zweidreiviertel Jahre Jahre. Er hat unsere Mannschaft sportlich weiterentwickelt und Erfolge möglich gemacht, die wir uns gewünscht haben. Da wir uns nun früher getrennt haben als geplant, nehmen wir unsere Spieler in die Verantwortung. Jeder hat die Chance, sich für die kommende Saison zu empfehlen. Wir erwarten, dass die Mannschaft Verantwortung übernimmt und die Saison fokussiert beendet“, sagt Michael Carle, Hauptabteilungsleiter der TSG Öhringen.

Am Samstag kommt Ilshofen nach Öhringen

Demir und Sipahi übernehmen das Team nun als Tabellenfünfter mit 36 Punkten. Am vergangenen Spieltag zog der nächste Gegener TSV Ilshofen an den Öhringern vorbei. Gespielt wird am Samstag um 15.30 Uhr voraussichtlich auf dem Kunstrasenplatz des Otto-Meister-Stadions. Nach dem Öhringer 1:0-Sieg im Hinspiel (8. Spieltag) trennten sich die Ilshofener von ihrem damaligem Coach Michael Hannemann. Für ihn übernahm Patrick Beck den damaligen Tabellen-15., der erst sieben Punkte auf dem Konto hatte. Bis jetzt kamen 31 Zähler dazu und der TSV gehört seitdem zu den Spitzenteams der Liga. Trotz großer personeller Schwierigkeiten gelangen Ilshofen zuletzt knappe Siege gegen Neckarsulm (1:0), Heimerdingen (2:1) und Oeffingen (1:0). Torspektakel wie bei den Öhringern sind ausgeblieben.

Öhringen muss wieder zu stabiler Defensive finden

Für die TSG wird es umso wichtiger sein, zurück zu ihrer stabilen Defensive zu finden. Nach dem Spiel gegen Weinstadt hatte Weis noch das Zweikampfverhalten seiner Mannschaft kritisiert. Wie Carle bereits sagte: Jetzt sind die Spieler in der Verantwortung. Auch ihre Leistungen sind dafür verantwortlich, dass der Trainer, dem sie zweieinhalb Jahre gerne folgten, vorzeitig ging und nicht mehr den Abgang haben wird, den er nach der erfolgreichen Zeit eigentlich verdient gehabt hätte. Allerdings gab es zuletzt auch einige Störfeuer im Umfeld.

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