„Kein Aufbäumen“, aber Drohungen – Trainer des VfR Heilbronn enttäuscht vom Team
Das Auswärtsspiel im Abstiegskampf beim FC Esslingen wird für den VfR Heilbronn zum Debakel. Der Trainer spricht über den „sehr begrenzten Auftritt“ und eine Spieler-Entgleisung.
Mit dem 24. Spieltag der Fußball-Verbandsliga Württemberg erreicht der eh schon am Boden der Tabelle liegende VfR Heilbronn seinen absoluten Tiefpunkt. Und schafft es, die Erwartungen seines durchaus noch optimistisch gestimmten Trainers Andreas Lechner negativ zu unterbieten. Indem einige Spieler während der Partie beim Vorletzten FC Esslingen einen Auftritt hinlegen, den der Coach – sehr kulant ausgedrückt – als „sehr überschaubar“ bezeichnet. Einige Fans nennen ihn derweil ganz anders.
Statt den wohl letzten Strohhalm im Abstiegskampf zu greifen, bezieht der VfR Heilbronn vom direkten Konkurrenten eine deftige 0:4-Klatsche. Und das obwohl der Verein schon nach der vorausgegangenen Niederlage gegen den FC Rottenburg unmissverständlich kundtat: „Der heutige Auftritt hat deutlich gezeigt, dass ein Großteil offenbar noch immer nicht verstanden hat, worum es in dieser Phase der Saison wirklich geht.“ Ein Wink mit dem Zaunpfahl, der als solcher anscheinend nicht verstanden wurde.
Führungsspieler des VfR Heilbronn sorgt nach Auswechslung für Verbal-Eklat
Bis auf eine Szene in der 19. Spielminute sieht Trainer Andreas Lechner bei seinem VfR Heilbronn „keine Abschlüsse“ gegen den FC Esslingen. Aber auch „kein Aufbäumen“. Stattdessen „einen sehr begrenzten Auftritt“ sowie „ungebührliches Verhalten“ von einem seiner Führungsspieler. Der bislang blass gebliebene Lukas Böhm kritisiert zunächst mehrere Teamkollegen auf dem Platz lautstark. Als er ausgewechselt wird, eskaliert’s. Böhm droht einem Mitspieler mit „Halt’s Maul“ und sogar Handgreiflichkeiten.

Auf dieses Gebaren und mögliche Konsequenzen für Lukas Böhm angesprochen, reagiert der Trainer des VfR Heilbronn sachlich, sagt nur so viel: „Das werden wir intern klären.“ Unabhängig davon, ist der Klassenerhalt seines Vereins theoretisch weiterhin möglich – bei noch zehn ausstehenden Spielen. Doch Andreas Lechner weiß auch: „Im Abstiegskampf ist entscheidend, wie man als Mannschaft auftritt.“ Um dann zu ergänzen: „Wer uns gesehen hat, weiß, dass es ganz schwer wird, diese Liga zu halten.“
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