VfR Heilbronn und SGV Freiberg auf einem Fleck: Das könnte sehr kurios werden
Der Abstieg des VfR Heilbronn ist nicht mehr zu verhindern. Mit dem SGV Freiberg als Regionalligist drohen seltsame Zuschauer-Situationen am Frankenstadion, meint unser Autor.
So freudig der 27. Spieltag der Fußball-Verbandsliga Württemberg am Donnerstagabend für das Schlusslicht VfR Heilbronn begonnen hat, so ernüchternd endet er am späten Sonntagnachmittag. Denn trotz des Achtungserfolgs der Schwarzweißen über den TSV Oberensingen, steht ihr Abstieg in Landesliga wohl endgültig fest. Weil die Konkurrenz in der Folge ebenso überrascht wie der VfR. Die Partie zwischen Calcio Leinfelden-Echterdingen und Spitzenreiter Young Boys Reutlingen steht stellvertretend dafür.
Durch den unerwarteten 1:0-Sieg von Calcio Leinfelden-Echterdingen beim Tabellenführer Young Boys Reutlingen, beträgt der Abstand des VfR Heilbronn auf Rang elf 19 Punkte – bei noch sieben ausstehenden Partien in der Fußball-Verbandsliga. Selbst wenn das Team von Trainer Andreas Lechner alle Spiele bis zum Saisonende gewinnen sollte, dürften die dann erreichten 37 Zähler nicht zum Klassenerhalt taugen. Momentan rangieren damit Friedrichshafen und Schwäbisch Hall auf den Plätzen sieben und acht.
VfR Heilbronn wird wohl dem SGV Freiberg das Frankenstadion überlassen müssen
Während die Planungen des VfR Heilbronn für die Landesliga-Saison 2026/2027 Fahrt aufnehmen – der bis zum Spielzeitende aufgrund einer Verletzung ausfallende Sebastian Lutz ist die erste Bekanntgabe im neuen Kader –, wird die Konstellation im Frankenstadion immer interessanter. Weil der Regionalliga-Zweite SGV Freiberg seine Heimspiele wegen eines städtischen „ius primae noctis“ im Frankenstadion sowie eventuell auf weiteren Plätzen genießen dürfte, wird der VfR wohl irgendwo auf dem Gelände spielen.

Da jedoch der nicht gerade für viele Zuschauer stehende SGV Freiberg dabei ist, den Drittliga-Aufstieg der SG Sonnenhof Großaspach zu überlassen, könnte es zu einer seltsamen Fan-Konstellation auf dem Frankenstadiongelände kommen. Mehr als 1.000 Anhänger auf einem Nebenplatz, wenn der VfR Heilbronn in publikumsträchtigen Landesliga-Derbys antritt, während im Stadion vielleicht gerade mal 500 Zuschauer sitzen, sofern nicht die Kickers aus Stuttgart oder Offenbach zu Gast sind.
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