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SGV Freiberg im Frankenstadion: VfR Heilbronn muss seine Mitglieder mitnehmen

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Der VfR Heilbronn steckt in seiner größten sportlichen Krise. Was der Einzug des SGV Freiberg für Folgen haben könnte, sollte darum intern offen kommuniziert werden, meint unser Autor. 


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Das verflixte siebte Jahr soll das schlimmste einer Ehe zwischen zweier sich (bis dato?) liebender Partner sein. Ein Fall wie er nun dem sportlich tief in der Krise steckenden VfR Heilbronn kurz vor dem achten Geburtstag widerfährt, dürfte allerdings einzigartig sein. Weil er bereits vor einer sich andeutenden Liaison stattfindet. Und für ein Stück Fußball-Romanze taugt, die laut einiger Mitglieder die Züge einer Tragödie annimmt. Was wiederum deren „Bis, dass der Tod euch scheidet“-Gelübde infrage stellt.

Ausgerechnet vermaledeite 13 Tage vor seinem Geburtstag am 15. März gibt der VfR Heilbronn als aktuelles Schlusslicht der Fußball-Verbandsliga Württemberg eine vorerst aufs heimische Frankenstadion beschränkte Ehe mit dem SGV Freiberg bekannt. Der Neu-Geländegatte ist im Gegensatz zu den Schwarzweißen sportlich sehr potent, klopft kräftig an die Tür zur 3. Liga. Und weckt Begehrlichkeiten auf Profifußball, den sich das seit Jahrzehnten gebeutelte Heilbronn als aufstrebende Stadt so sehr wünscht.

VfR Heilbronn geht geschwächt in die Frankenstadion-Ehe mit dem SGV Freiberg

Dieser SGV Freiberg kommt. Aber nicht ohne Hintergedanken. Denn das Verhältnis zwischen dessen Präsidenten Emir Cerkez und seiner Kleinstadt am Neckar ist zerrüttet. Weil nötige Voraussetzungen für die 3. Liga nicht geschaffen werden. Darum hat der Regionalligist auch nie einen Antrag für den Bereich des Fußballs gestellt, der TV-Gelder in die Kasse spült. Nun ist Schluss damit. Der SGV besinnt sich seiner Kontakte, die der bereits länger verliebte Vorstand des VfR Heilbronn zu ihm geknüpft hat.

Federführend soll beim Freiberg-Heilbronn-Deal vornehmlich Onur Celik gewesen sein. Damit kokettiert der VfR-Vorsitzende und -Gründer zumindest gegenüber dem „Kicker“. In der Hoffnung, eine Menage à trois mit dem SGV, der Stadt und seinem Traditionsklub eingehen zu können. Doch dafür bedarf es nicht nur einer vorab vereinbarten – und offen kommunizierten – Polygamie mit den Mitgliedern, sondern auch der aktuellen Darlegung einer eigenen sportlichen Perspektive in diesem angestrebten Konglomerat. 

Noch trägt der VfR Heilbronn seine Heimspiele im Frankenstadion aus. Bei einem Abstieg schwinden die Chancen.
Noch trägt der VfR Heilbronn seine Heimspiele im Frankenstadion aus. Bei einem Abstieg schwinden die Chancen.  Foto: Kubasik,Olaf

VfR Heilbronn sollte gegenüber seinen Mitgliedern mit offenen Karten spielen

Aber genau diese Perspektive fehlt dem stolzen VfR Heilbronn gerade mehr denn je. Und zwar ausgerechnet zum Ende des verflixten siebten Jahres nach seiner hoffnungsvollen Wiedergeburt. Darum sei den Mitgliedern und Fans zum heute anstehenden Ehrentag des „noch“ ranghöchsten Stadtvereins vor allem zweierlei gewünscht: eine gewisse Demut der Vorstandschaft bezüglich ihrer Treue (auch in schlechten Zeiten) sowie eine ihnen gegenüber interne Offenlegung aller bekannten Pläne mit dem SGV Freiberg.

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