Vor Heilbronn-Umzug: Erfolgsfaktoren bei Regionalliga-Spitzenreiter SGV Freiberg
In der Regionalliga Südwest wird aus einem Mehrkampf um den Aufstieg in die 3.Liga ein Zweikampf. Freibergs Konkurrenz patzt, nur Großaspach siegt am 23. Spieltag.

Unten auf dem Rasen tanzte die Mannschaft des SGV Freiberg. „Spitzenreiter, Spitzenreiter, Spitzenreiter“, schallte es durch das Wasenstadion. Das hochverdiente 2:0 (1:0) über den FC-Astoria Walldorf lässt den Mehrkampf um den Drittliga-Aufstieg zu einem Zweikampf werden. Lokalrivale SG Sonnenhof Großaspach (1:0 gegen Hessen Kassel) ist aktuell der einzige ernsthafte Konkurrent um den Drittligaaufstieg.
Der Aufsteiger hat vier Zähler weniger als Freiberg. Sportdirektor Dieter Gerstung gefiel sehr, was seine immer wieder vibrierende Smartwatch als Ergebnisse von Teams wie FSV Frankfurt oder FSV Mainz 05 II anzeigte. Der SGV-Vorsprung auf Rang drei ist auf elf Zähler angewachsen. Freiberg und das 23 Kilometer entfernte Großaspach werden den Aufstieg unter sich ausmachen. Am 30. Spieltag (21./22. April) kommt es in Großaspach zum vielleicht vorentscheidenden Duell. Immer mehr spricht sportlich dafür, dass der Verein als SGV Heilbronn-Freiberg in Heilbronn in der 3. Liga spielt. Auch die SGV-Fans akzeptieren den Standortwechsel.
SGV Freiberg mit Traumstart im Jahr 2026
Neun Punkte aus den ersten drei Spielen des Jahres 2026 sind die perfekte Freiberger Startbilanz. Drei Spiele, drei Siege. Kein Gegentor. „Das ist überragend“, sagte Trainer Kushtrim Lushtaku. „Wir wissen, worum es geht. Wir müssen genau so weitermachen.“ Meghon Valpoort legte erst das frühe 1:0 von Leon Petö auf (11. Minute), dann bereitete er auch das 2:0 von Julian Kudala (66.) vor.
„Defensive ist der wahrscheinlich der größte Bestandteil, um einen Aufstieg zu packen“, weiß auch Trainer Lushtaku, der in Bad Friedrichshall lebt. Nur 18 Gegentoren hat der Spitzenreiter in den bisher 23 Saisonspielen kassiert. Der Spruch, wonach die Offensive Spiele entscheide, die Defensive aber Titel hole, er könnte auch auf den SGV Freiberg zutreffen.
Wieder sticht ein Joker beim SGV Freiberg
„Hinten stabil stehen ist enorm wichtig, weil vorne kreieren wir immer wieder Chancen“, sagt Lushtaku. Ein Faktor, nicht nur am Samstag: Die Freiberger Joker stechen. Sechs Minuten nach seiner Einwechselung traf Julian Kudala zum 2:0. „Ich habe Offensivspieler auf der Bank, die in jeder anderen Mannschaft wohl Stammspieler wären“, sagt Lushtaku.
Zudem habe auch die Weichenstellung mit dem Umzug nach Heilbronn etwas Positives bewirkt. „Man merkt bei den Jungs, sie wissen jetzt, wo es hingeht“, sagt Lushtaku zum bevorstehenden Umzug und der klaren Perspektive auf Drittligafußball. Etwas, das es in den vergangenen Jahren in Freiberg nicht gab.
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