„Einfach mal den Mund halten“ – VfB-Star Undav wütend nach Sieg in Gladbach
Deniz Undav wird bei Borussia Mönchengladbach eingewechselt und trifft für den VfB Stuttgart zum 3:0. Doch nach dem Sieg ist der Stürmer wütend – und lässt seinen Gedanken freien Lauf.
Erst bekommt Borussia Mönchengladbach einen Elfmeter, dann dreht der VfB Stuttgart auf. Am Ende gewinnen die Schwaben 3:0 und sind zurück in der Siegesspur. Auffällig dabei: Deniz Undav saß zu Beginn nur auf der Bank. Doch der Top-Stürmer der Schwaben wird eingewechselt und trifft.
Eine Quittung für die vergebenen Chancen bei der 0:2-Pleite in Rom am Donnerstag war es nicht. VfB-Trainer Sebastian Hoeneß gab seinem Stürmer eine Pause. Undav bedankt sich mit einem Tor. Über den Sieg des VfB Stuttgart ist er zwar happy, dennoch wird Undav im „Dazn“-Interview sauer.
„War der schlechteste Stürmer“ – VfB-Star Undav sauer wegen Kritik
„Ich war ja wieder schlechteste Stürmer nach zwei Spielen, in denen ich kein Tor gemacht habe“, beginnt Undav als er auf seinen Torjubel angesprochen wurde. In der 61. Minute eingewechselt, in der 74. Minute zum 3:0-Endstand getroffen. Beim Jubel macht Undav eine „Rede“-Geste mit der Hand und haut mit der anderen Hand drauf. Die klare Botschaft: Seid leise!
„Nur weil ich ein paar Chancen nicht reingemacht habe, aber welcher Spieler macht jede Chance rein? Sowas passiert“, sagt Undav genervt. „Alle reden viel.“ Der Stürmer des VfB Stuttgart ist seit Wochen in starker Form. In Rom vergab er allerdings gute Chancen, bekam deshalb für dieses Spiel auch in der Einzelkritik der Heilbronner Stimme die Note 5.
Fakt ist aber auch, dass Undav sich derzeit für die Nationalmannschaft empfiehlt. Er trifft, hat überwiegend gute Spiele. „Ich weiß, dass ich die Dinger reinmachen muss, aber mal hat man solche Tage und mal andere“, sagt Undav, der sich auch selbstkritisch äußert, wenn es angebracht ist.
Undav trifft in Gladbach – „Einfach mal den Mund halten“
Der VfB-Star weiß jedoch, was er zuletzt geleistet hat. Undav: „Ich habe davor zehn Tore gemacht in der Bundesliga, mit Europa League elf und DFB-Pokal zwölf.“ Nach seinem Tor in Mönchengladbach steht er wettbewerbsübergreifend bei 13 Toren und sechs Vorlagen. „Wenn ich keine Tore gemacht hätte und die Chancen nicht reinmache, dann sag ich ok. Aber was ich seit November gemacht habe, weiß jeder“, ärgert sich Undav.

Dann macht Undav, was man von Undav kennt: Er spricht deutliche Worte. „Dass man jetzt nach zwei Spielen so von der Seite nervt, von links, von rechts... Schlechtester Stürmer und der kann nichts und was weiß ich. Da sage ich: Einfach mal den Mund halten...“ Die beste Antwort hatte Undav schon auf dem Platz gegeben.
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