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Profi-Fußball

Dritte Liga in Heilbronn? So viele Zuschauer sollen dann ins Frankenstadion passen

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Mit dem Umzug des SGV Freiberg nach Heilbronn stellt sich die Frage: Wie viele Zuschauer dürfen nach dem Umbau ins Frankenstadion? Die Stadt gibt eine erste Antwort.  


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Der SGV Freiberg kommt nach Heilbronn. Und den Sport- und Gesangsverein begleitet dabei die Frage: Wie viele Zuschauer passen denn künftig ins Heilbronner Frankenstadion, das bald aufgehübscht wird für den Profifußball?

Die immer wieder zitierte Kapazität von 17.000 Plätzen wäre im heutigen Profispielbetrieb niemals zulässig. Durch Pufferblöcke bei größerem Gästeanhang sinkt die Zahl der möglichen Zuschauer im Stadionrund aus den 1980er Jahren ebenso wie durch eine Sichtbehinderung in den Kurven durch den Zaun. Ausverkauft war das Stadion seit Jahrzehnten offiziell noch nie. Die letzte fünfstellige Fußball-Kulisse, beim DFB-Pokalspiel SG Sonnenhof Großaspach gegen den VfB Stuttgart vor 14.000 Zuschauern, liegt bald 17 Jahre zurück.      

Dritte Liga in Heilbronn? Welche Vorgaben der DFB für Stadien macht

Seit der Saison 2022/23 beträgt die Mindestkapazität für Drittligastadien 5001 laut den Lizenzvorgaben des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), davon müssen 2000 Sitzplätze sein. Davor lag die Mindestgröße eines Drittligastadions bei 10.000. Im Sinne der Nachhaltigkeit senkte der DFB diese Zahl, um den Übergang aus der Regionalliga in die 3. Liga zu erleichtern. Zudem sollen die Stadien bei einer Rückkehr in die tiefere Liga nicht überdimensioniert sein.

Und genau diese 5001 Plätze hat die Stadt als Spielort in Verbindung mit dem SGV Freiberg als Stadionkapazität beim DFB gemeldet. Der aktuelle Zuschauerschnitt in Liga vier beträgt beim SGV Freiberg geraden einmal 644 Zuschauer pro Spiel. 

Auf der Gegengeraden und in der Kurve des Heilbronner Frankenstadions könnten bald die geplanten Stahlrohrtribünen stehen.
Auf der Gegengeraden und in der Kurve des Heilbronner Frankenstadions könnten bald die geplanten Stahlrohrtribünen stehen.  Foto: Kubasik, Olaf

Mit 5001 Plätzen wäre das Frankenstadion im Fall der Aufstiegsfälle künftig das kleinste in der 3. Liga. Als aktueller Spitzenreiter der Regionalliga Südwest ist der künftige SGV Heilbronn-Freiberg ja auf Aufstiegskurs. Das größte Stadion in Liga drei steht aktuell in Aachen (32.960 Zuschauer). Ähnlich klein wie in Heilbronn sind nur noch das Stadion des SC Verl (5153) und das Dietmar Hopp-Stadion in Hoffenheim (6350), wo die TSG Hoffenheim II spielt. In der Regionalliga würden die geplanten 5001 Plätze genügen. Bei Spielen gegen sportlich attraktive Gegner in der 3. Liga, die auch Polizeivorbereitung wegen möglicher Krawalle benötigen, könnten 5001 Plätze allerdings nicht ausreichen.  

Schrittweise Erhöhung der Kapazität des Heilbronner Frankenstadions geplant 

Eine schrittweise Steigerung der Stadionkapazität ist deshalb durchaus vorgesehen in den Heilbronner Planungen, wie Karin Schüttler als Leiterin des Schul-, Kultur- und Sportamtes auf Anfrage mitteilt. 1200 Sitzplätze fasst die Haupttribüne. „Die erforderlichen rund 800 weiteren Sitzplätze werden nach aktuellem Stand teilweise auf der Gegentribüne sowie auf einer der Längsseiten errichtet“, sagt Karin Schüttler: „Die finalen Positionen werden derzeit noch abschließend erarbeitet.“  

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