SGV Freiberg nutzt den Aspach-Patzer im Drittliga-Aufstiegsrennen
Auch ein Remis wie in Kassel kann wertvoll sein: Durch das 1:1 bei Hessen Kassel wächst der Vorsprung des künftigen Heilbronner Vereins SGV Freiberg an der Tabellenspitze der Regionalliga Südwest auf drei Zähler an.

Erst war die Tabellenführung weg, am Ende aber sogar um einen Punkt ausgebaut. Im Regionalliga-Fernduell mit der SG Sonnenhof Großaspach fühlte sich das 1:1 des SGV Freiberg bei Hessen Kassel besser an, weil der Aufstiegskonkurrent Großaspach daheim patzte, eine 1:0-Führung in Durchgang zwei verspielte und 1:2 gegen den FC Homburg verlor.
Vergoldete Heimfahrt für den SGV Freiberg
„Die Heimfahrt ist durch den Punkt ein bisschen vergoldet“, sagte der Sportliche Leiter Mario Estasi hinterher. Denn nun sind es deren drei Punkte Vorsprung für den Spitzenreiter, acht Spieltage stehen noch an in der vierthöchsten Spielklasse. Der Meister steigt in die 3. Liga auf, unabhängig davon bestreitet der SGV als künftiger Heilbronner Verein ab August seine Heimspiele im Heilbronner Frankenstadion. Kassel ging am Samstag früh mit 1:0 in Führung. Der Ex-Bundesliga-Profi des VfB Stuttgart und der TSG Hoffenheim, Lukas Rupp, zirkelte den Ball von der Strafraumkante in der 10. Minute ins Freiberger Tor. Danach hatten die Gäste Glück, dass Hessen Kassel nicht noch das zweite Tor nachlegte. „Wir waren in der ersten Hälfte immer einen Schritt zu spät“, haderte Kushtrim Lushtaku. Der SGV-Trainer setzte in der Halbzeitpause auf gleich drei Wechsel. Doch es brauchte das Geschick von Torhüter Benedikt Grawe, um nicht vorzeitig auf die Verliererstraße zu geraten. Der 26-Jährige parierte in der 53. Minute einen Foulelfmeter der Hessen – getreten von Jan Dahlke –, indem er nach rechts unten abtauchte. „Bene hat uns im Spiel gehalten“, lobte Estasi seinen Schlussmann.
Polauke köpft das 1:1 für den SGV Freiberg
Freiberg drängte danach vor den 2028 Zuschauern im Auestadion auf den Ausgleich, der fiel in der 75. Minute, als Verteidiger Paul Polauke eine Flanke von Lukas Leipheimer einköpfte. „Wir müssen am Ende das 2:1 machen“, sagte Mario Estasi nach einem Spiel im Dauerregen auf tiefem Platz. „Wir haben den Vorsprung ein bisschen ausgebaut, aber darauf können wir uns nicht ausruhen“, sagte Estasi mit Blick auf den Großaspacher Heimpatzer und die Gesamtsituation im Aufstiegsrennen.„Wir konzentrieren uns komplett auf den Ostermontag und die Stuttgarter Kickers“, blickte Estasi bereits auf das Heimspiel gegen die Stuttgarter Kickers am 6. April (14 Uhr) im Freiberger Wasenstadion.
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