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Stefan Kopczyk und Dennis Rostek starten ihre Rallye-Mission Titel-Hattrick mit Verspätung

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Rallye-Beifahrer aus Bad Friedrichshall verzichtet auf den Saisonstart in der Deutschen Rallye-Meisterschaft, möchte mit Dennis Rostek aber an die Erfolge der Vorjahre anknüpfen. Ein Porsche-Trio sorgt in der DRM unterdessen für neue Konkurrenz.

Dennis Rostek und sein Co-Pilot Stefan Kopczyk aus Bad Friedrichshall wollen in der Deutschen Rallye-Meisterschaft auch in diesem Jahr in der erweiterten Spitzengruppe mitfahren. Arbeitsgerät ist erneut ein Skoda Fabia RS Rally2.
Dennis Rostek und sein Co-Pilot Stefan Kopczyk aus Bad Friedrichshall wollen in der Deutschen Rallye-Meisterschaft auch in diesem Jahr in der erweiterten Spitzengruppe mitfahren. Arbeitsgerät ist erneut ein Skoda Fabia RS Rally2.  Foto: ADAC Motorsport

Wir lassen die anderen jetzt erst einmal fahren und schauen uns das in Ruhe an“, sagt Stefan Kopczyk und lacht. Sorgen müsse man sich um ihn und Dennis Rostek nicht machen. Im Gegenteil, die Ziele sind gewohnt ambitioniert. Das Rallye-Erfolgsduo geht in diesem Jahr in seine dritte gemeinsame Saison und visiert den Titel-Hattrick an; allerdings mit etwas Verspätung.

Denn in den Nennlisten für die 61. Rallye Erzgebirge, mit der am Freitag in Stollberg die neue Saison in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) beginnt, sucht man Fahrer Rostek (Bückeburg) und seinen Bad Friedrichshaller Co-Piloten Kopczyk sowie ihren Skoda Fabia RS Rally2 vergeblich. „Wir haben uns dazu entschieden, stattdessen beim letzten Lauf des Jahres in der Lausitz auf Schotter zu fahren“, erklärt Stefan Kopczyk den „Erze“-Startverzicht, bei der das Duo in der vergangenen Saison als Dritter immerhin ihr einziges DRM-Gesamtpodium eingefahren hatte.



Weniger Aufwand für das Team: Auch Rostek/Kopczyk verzichten auf die „Erze“

Doch weil auch in diesem Jahr nur sechs von insgesamt sieben Läufen in die Wertung einfließen, können sich die Teams erneut ein Streichergebnis oder einen Startverzicht erlauben, der jedoch das Risiko kostspieliger Punktverluste birgt, sofern ein Team bei einer der sechs verbleibenden Rallyes nicht ins Ziel kommen sollte.

Dieses Risiko geht das Skoda-Gespann ein. Nicht zuletzt, weil auch Titelverteidiger Marijan Griebel, der wie Rostek/Kopczyk für Rosteks Team Pole Promotion fährt, es bereits im Vorjahr so gehandhabt hat – und mit vier Gesamtsiegen bei fünf Rallyes dann so dominant durch die Saison gekommen war, dass er sogar auf den zu Saisonbeginn anvisierten Lausitz-Start zum Saisonabschluss hatte verzichten können. Wenig überraschend gilt der 36-Jährige aus Hahnweiler mit Beifahrerin Ella Kremer (Skoda Fabia RS Rally2) daher auf der Jagd nach seinem sechsten DRM-Titel erneut als Top-Favorit auf den Gesamtsieg.

Marijan Griebel geht in einem Skoda Fabia RS Rally2 als Titelverteidiger und Dominator des Vorjahres in die DRM-Saison.
Marijan Griebel geht in einem Skoda Fabia RS Rally2 als Titelverteidiger und Dominator des Vorjahres in die DRM-Saison.  Foto: ADAC Motorsport

Neue Porsche-Konkurrenz als große Unbekannte

Zum weiteren Favoritenkreis zählen Vorjahres-Vizemeister Philip Geipel (Toyota GR Yaris Rally2), der gemeinsam mit Jennifer Lerch im Erzgebirge um einen Heimsieg fährt, und der Dritte des vergangenen Jahres, Julius Tannert. Der gebürtige Zwickauer bringt in diesem Jahr mit Beifahrer Pirmin Winklhofer als einer von gleich drei Fahrern den Porsche 992 Rally GT in die DRM, eine heckgetriebene Weiterentwicklung des 911 GT3 Cup. Auch Carsten Mohe und Rückkehrer Mark Wallenwein sind mit dem Zuffenhausener 992 unterwegs.


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„Mit der Porsche-Fraktion ist es natürlich eine neue Konstellation, die aber noch schwer einzuschätzen ist.“ Für die Fans sei es aber sicher eine der spannendsten Neuerungen, sagt Stefan Kopczyk mit Blick auf den leistungsstarken Sechszylinder-Boxermotor. Der Bad Friedrichshaller hatte Wallenwein im Jahr 2012 zum DRM-Titel geführt und war im Vorjahr gemeinsam mit dem inzwischen  38-Jährigen beim Eifel Rallye Festival in einem 39 Jahre allen Porsche-992-Prototypen am Start gewesen. Wallenweins Anfrage zu einer gemeinsamen Saison in der DRM erteilte Kopczyk in der Folge jedoch eine Absage. „Ich fühle mich mit Dennis Rostek und dem Team super wohl und wollte mir das nicht nehmen lassen“, erklärt Kopczyk (44) seine Entscheidung.

Fahrer Dennis Rostek (rechts) und Co-Pilot Stefan Kopczyk wollen ihre jüngsten Erfolge in Deutschland und den Niederlanden wiederholen.
Fahrer Dennis Rostek (rechts) und Co-Pilot Stefan Kopczyk wollen ihre jüngsten Erfolge in Deutschland und den Niederlanden wiederholen.  Foto: R&L Content Creation

Vielversprechende Testläufe in Rheinland-Pfalz und Niedersachsen

Er und Rostek (52) dürften in ihrer dritten gemeinsamen Saison wenig Anlaufzeit benötigen; vieles ist inzwischen längst eingespielt. Die beiden fahren erneut zweigleisig und wollen sowohl Rosteks DRM-Masters-Titel für Fahrer über 50 Jahre, als auch ihren Gesamtsieg in der Niederländischen Meisterschaft (ONRK) zum zweiten Mal verteidigen. „Dieser Titel-Hattrick ist unsere Motivation. Und natürlich wollen wir in Deutschland wieder einige Achtungserfolge erzielen und wenn es geht in die Top drei hineinschnuppern“, sagt Stefan Kopczyk.

DRM-Termine 2026

Sieben Läufe umfasst die Deutsche Rallye-Meisterschaft in diesem Jahr. Wieder zurück im Programm ist die 3-Städte-Rallye in Südbayern, die die ELE Rally rund um Eindhoven im DRM-Kalender ersetzt hat.

27./28. März: 61. ADAC Rallye Erzgebirge

24./25. April: 37. ADAC Rallye Sulingen

1./2. August: 5. ADAC Rallye Mittelrhein

14./15. August: ADAC Saarland-Pfalz Rallye

25./26. September: 55. ADAC Rallye Stemweder Berg

9./10. Oktober: 59. ADAC 3-Städte-Rallye

6./7. November: 29. Int. ADMV Lausitz Rallye.

Der Untergriesheimer bedauert ein wenig, dass die Konkurrenz in der Masters-Wertung erneut überschaubar sein dürfte und auch in der Top-Klasse RC2 bei sieben bis acht Teams kaum neue Gesichter dabei sind. Einer davon ist immerhin DRM-Rückkehrer Björn Satorius (Toyota GR Yaris Rally2).

Vor ihrem ersten Start in der Deutschen Rallye-Meisterschaft bei der Rallye Sulingen Ende April planen Dennis Rostek und Stefan Kopczyk noch einen dritten Leistungstest. Die beiden vorangegangenen bei der Rallye Kempenich und der Rallye Buten un Binnen waren mit einem Gesamtsieg und einem fünften Platz im stark besetzten Starterfeld in Niedersachsen schon einmal vielversprechend. Doch am Wochenende richtet sich der Blick erst einmal auf das Tun der anderen im Erzgebirge.


Highlights im Free-TV

Wie im vergangenen Jahr gibt es Höhepunkte und Interviews von allen sieben DRM-Veranstaltungen immer sonntags (12.15 Uhr und in der Wiederholung um 19.15 Uhr) nach den jeweiligen Rallyes im Rahmen des Magazins „PS – DRM Deutsche Rallye-Meisterschaft“ bei n-tv im frei empfangbaren Fernsehen. Alle Folgen sind zudem online abrufbar.

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