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Rallye-Pilot René Noller verliert Vizemeisterschaft in der European Rally Trophy

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Die Lausitz-Rallye im sächsischen Boxberg, der letzte Saisonlauf zur Deutschen Rallye-Meisterschaft, hat auch Auswirkungen auf die European Rally Trophy (ERT) − zum Leidwesen des Abstatters René Noller.

Die Rallye du Chablais war im vergangenen Juni für René Noller die erfolgreichste ERT-Veranstaltung des Jahres. Ein dritter Platz in der Junior-Wertung stand für den Abstatter nicht nur in der Schweiz, sondern auch in der Endabrechnung des Jahres zu Buche.
Die Rallye du Chablais war im vergangenen Juni für René Noller die erfolgreichste ERT-Veranstaltung des Jahres. Ein dritter Platz in der Junior-Wertung stand für den Abstatter nicht nur in der Schweiz, sondern auch in der Endabrechnung des Jahres zu Buche.  Foto: privat

Die vorzeitig gefallene Titelentscheidung in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) ist dem Abstatter René Noller am vergangenen Wochenende in gewisser Weise zum Verhängnis geworden. Weil einige der Protagonisten, die die Saison in der Deutschen Rallye-Meisterschaft (DRM) geprägt hatten, auf einen Start auf Schotter bei der Lausitz Rallye verzichten, stiegen die Erfolgschancen für andere Fahrer. So auch für den amtierenden Rallye-Meister Polens, Jakub Matulka, der die Lausitz-Rallye mit Damian Syty im Skoda Fabia RS Rally2 gewann.

Rally Nova Gorica wird Noller rückblickend zum Verhängnis

Und weil der Lauf in Sachsen nicht nur für die DRM, sondern eben auch für die European Rally Trophy (ERT) gewertet wurde, auf die sich René Noller in diesem Jahr fokussiert hatte, sammelte Matulka 90 Punkte – und verdrängte Noller in der ERT-Gesamt- sowie der Junior-Wertung noch von Rang zwei auf Platz drei.


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Der Abstatter von RKV Ilsfeld und MC Heilbronn war über die 155 WP-Kilometer nicht an den Start gegangen, weil ein Gesamtsieg ohnehin bereits außer Reichweite gewesen war. „Den Titel habe ich leider durch ein schlechtes Ergebnis und einen zu wenig gefahrenen Lauf knapp verpasst“, sagt Noller. Die Rallye Ende September im slowenischen Nova Gorica, die Noller in der ERT-Wertung nach einem Fahrfehler nur als Siebter beendet hatte, brachten ihm rückblickend zu wenige Punkte ein.

ERT-Titel bleibt das große Ziel im nächsten Jahr

Bis zur Jahreshälfte hatte der 23-Jährige in der ERT noch sowohl die Gesamt- als auch die Junior-Wertung angeführt. Auch deswegen fällt seine Bilanz positiv aus: „Es war dennoch eine sehr gute Saison bei den anspruchsvollsten und schönsten Rallyes Europas. Außerdem waren wir bei allen gefahrenen Rallyes ohne große Beschädigungen im Ziel.“

Als kleiner Trostpreis bleibt ihm wohl der geteilte Junior-Titel in der etwas unbedeutenderen Tour-European-Rally-Serie (TER), sollte sein einziger Konkurrent Martin Cendak (Slowenien) Ende des Monats nicht überraschenderweise noch bei der Azoren-Rallye starten. Den rallyearmen Winter wird Noller nun zur Vorbereitung auf das Jahr 2026 nutzen, das er „mit dem ganz klaren Ziel, den ERT-Titel zu gewinnen“, angehen wird.


Endstand European Rally Trophy 2025 (Gesamt- und Junior-Wertung)

1. Filip Sipos (Slowakei), Peugeot 208 Rally4, 294 Punkte.

2. Jakub Matulka (Polen), Skoda Fabia RS Rally2, 234 Punkte.

3. René Noller (Abstatt), Peugeot 208 Rally4, 207 Punkte.


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