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Slalom-Notlösung wird für den MC Heilbronn zu einem Volltreffer

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Training am Samstag, Clubsport-Variante am Sonntag: Der Motorsportclub Heilbronn lockt mit einer Umstrukturierung seines traditionsreichen Slalom-Wochenendes eine dreistellige Teilnehmerzahl auf den Wartberg.

Der MC Heilbronn hat die Teilnehmerzahlen an seinem Clubsport-Slalom um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Auch Vorjahressieger Timo Maier ist am Sonntag erneut dabei.
Der MC Heilbronn hat die Teilnehmerzahlen an seinem Clubsport-Slalom um fast 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erhöht. Auch Vorjahressieger Timo Maier ist am Sonntag erneut dabei.  Foto: Berger, Mario

Zunächst hatte die finanzielle Realität dem Motorsportclub Heilbronn ein wenig über sein schweres Herz hinweggeholfen, danach war es allerdings bald die überwältigend positive Resonanz der Automobilslalom-Szene aus Württemberg und der Umgebung, die die Planer beim MC Heilbronn in ihren Entscheidungen letztlich sogar bestätigt hat. Denn ihre eigentliche Notlösung entpuppte sich in den vergangenen Wochen als großer Wurf.

So erwartet der MC Heilbronn allein zu seinem 126. MCH/ADAC Clubsport-Slalom am Sonntag ab 9 Uhr 103 Starter auf dem „Wolfszipfel“, der Verkehrsübungsanlage am Wartberg, so dass die erlaubte Teilnehmerzahl nachträglich ebenso erhöht wurde, wie auch der Zeitplan angepasst werden musste. „103 Starter? Das gab es beim MC Heilbronn schon lange nicht mehr“, sagt MCH-Sportleiter Bernd Sandrisser.

Erhöhte DMSB-Auflagen machen MC Heilbronn zweite Slalom-Austragung unmöglich

Weil der Slalom über den Berg-und-Tal-Kurs nicht nur als zweiter Saisonlauf für den Württembergischen ADAC Slalom-Pokal (WASP), sondern auch als Auftakt in die Württembergische ADAC Automobilslalom-Meisterschaft gewertet wird, war das Interesse der Teilnehmer bereits im Vorfeld groß. „Dass unser Clubsport-Slalom auch für die Slalom-Meisterschaft gewertet wird, ist schon ein kleiner Ritterschlag durch den ADAC“, sagt Sandrisser.

Dabei hatte sich der MC Heilbronn nach seinem Slalom-Doppelpack im vergangenen Jahr, bestehend aus der Clubsport- und der höherwertigen DMSB-Variante, noch die Zukunftsfrage seiner Veranstaltungen stellen müssen. Denn nachdem der DMSB-Slalom bereits mit deutlich gesunkenen Starterzahlen zu kämpfen hatte, kamen in diesem Jahr erhöhte Auflagen durch den Deutschen Motor Sport Bund (DMSB) hinzu.

Erstmals ein freies Slalomtraining mit Test- und Einstellfahrten

„Es bräuchte nun mehr lizenzierte Sportwarte, was bei unserer langen und verwinkelten Strecke mit zwölf doppelt besetzten Streckenposten-Punkten allerdings für uns nicht mehr mach- beziehungsweise finanzierbar gewesen wäre“, erklärt Bernd Sandrisser. Entweder hätte der MC Heilbronn die Kosten der entsprechenden Schulungen für seine Helfer tragen oder lizenzierte Sportwarte einkaufen müssen. Beides hätte allerdings zu roten Zahlen geführt, was für den Verein nicht zu verkraften gewesen wäre.

Stattdessen entschied sich das Team um Sportleiter Sandrisser und Slalomleiter Maximilian Deis daher dazu, am Samstag von 8 bis 17 Uhr ein freies Slalomtraining mit Test- und Einstellfahrten für Teilnehmer anzubieten.

Viele Teilnehmer nutzen das Slalom-Wochenende für einen Doppel-Start

„Wir sind damit bei den Fahrern offene Türen eingerannt, weil sie dadurch zu Saisonbeginn und auf abgesperrter Strecke die Möglichkeit bekommen, ihre über den Winter durchgeführten Umbauten und Änderungen zu testen“, erklärt Sandrisser. Und eine solche Möglichkeit gäbe es in Württemberg sonst kaum.

„Daher bin ich ganz froh, wie es nun gelaufen ist. Und das Starterfeld spricht dafür, dass wir einiges richtig gemacht haben.“ Denn viele der 67 für die Testfahrten gemeldeten Teilnehmer stehen auch am Sonntag wieder unter gezeiteten Bedingungen am Start. Gefahren werden dann einmal mehr zwei Wertungsläufe über eine Gesamtdistanz von rund 1800 Metern.

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